Viel Lärm und Schluss
Monatelang haben Hochschulen, Kultusminister und VG Wort über die Zukunft der digitalen Semesterapparate gerungen. Kommt die Bildungsschranke im Juni durch den Bundestag, haben sich die Verhandlungen faktisch erledigt.

DIE BILDUNGSSCHRANKE WAR gerade erst durchs Bundeskabinett , da gab Horst Hippler schon die künftige Marschrichtung vor. Sicher bestehe die Möglichkeit, „dass die Hochschulen bis zur Verabschiedung des Gesetzes im Bundestag die Verhandlungen mit der VG Wort aussetzen", sagte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) am 12. April. Dies sei aber zwischen den Verhandlungspartnern zu besprechen.
Die Verhandlungspartner, das sind zwei Staatssekretäre im Auftrag der Kultusministerkonferenz, zwei HRK-Vertreter und zwei Bevollmächtigte der Verwertungsgemeinschaft (VG) Wort, die die Urheberrechte tausender Autoren vertritt. Seit Januar telefonieren und treffen sich die sechs regelmäßig, um einen seit Jahren schwelenden Konflikt um die Vergütung digitaler Semesterapparate (Einzelheiten siehe Kasten unten) aus dem Weg zu räumen.
Das vom HRK-Präsidenten in seiner ersten Reaktion angekündigte Gespräch hat am vergangenen Freitag per Telefonkonferenz stattgefunden. Man verabredete strikte Vertraulichkeit, die Abstimmung einer gemeinsamen Sprachregelung und teilte vorerst nach außen nur mit, es gebe „keine Brüche“, KMK, HRK und VG Wort hätten eine Vereinbarung: nämlich bis Ende September gemeinsam eine neue Abrechnungspraxis zu beschließen.
Tatsächlich gibt es solche ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Kommentare
#1 - Ein guter Artikel, Herr Wiarda, doch leider haben Sie ein…
Soll heißen: Wenn sich KMK, HRK und VG WORT nicht in aller letzter Minute noch auf eine neue Übergangslösung einigen, so werden die Hochschulen zum 01.10.2017 in einen vertragslosen Zustand fallen. Studierende und Profs dürften dann keine urheberrechtlich geschützten Materialien mehr verwenden. Überall würde Panik ausbrechen, Skripten werden ...
#2 - Sehr geehrter Herr Pittruff,haben Sie besten Dank für…
haben Sie besten Dank für Ihren Kommentar. Ich habe den Sachverhalt gerade in einer Ergänzung meines Artikels angesprochen.
Beste Grüße,
Ihr Jan-Martin Wiarda
Neuen Kommentar hinzufügen