Die übersehene Welle
Erfreulicherweise blieb der deutliche Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen in der vergangenen Woche aus. Allerdings nur, wenn man alle Altersgruppen zusammennimmt. Bei den älteren Menschen nehmen die Fälle weiter stark zu – trotz hoher Impfquote. Was bedeutet das?
IN DIESEN TAGEN halten die bundesweiten Corona-Zahlen eine gute und eine schlechte Nachricht bereit. Die gute: Vergangene Woche sah es noch aus , als deute sich die Herbstwelle mit Macht an. Innerhalb weniger Tage hatte sich die Wachstumsrate bei den gemeldeten Neuinfektionen aus dem deutlichen Minusbereich ins Plus gedreht. Schrieb man diese Dynamik fort, wäre schon diese Woche mit zweistelligen Zuwächsen zu rechnen gewesen. Doch kurz vor dem Wochenende flachte die Kurve ab – und ging zuletzt sogar wieder ins Minus. Insgesamt standen für die vergangene Kalenderwoche damit 3,8 Prozent mehr registrierte Neuinfektionen zu Buche – und heute meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) sogar einen leichten Rückgang bei der 7-Tagesinzidenz auf 63,6. So bleibt es vorerst also mindestens bei der Stagnation.
Nicht so, und das ist die schlechte Nachricht, bei den älteren Menschen. Bei denen läuft die Herbstwelle fast ungebrochen durch. In der vergangenen Woche: +13,3 Prozent bei den 60- bis 79-Jährigen. Und sogar +20,4 Prozent bei den über 80-Jährigen. Und ...
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