Exzellenzinitiative: Hamburg will Verwaltungsvereinbarung aufschnüren
Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) will in letzter Minute die bereits in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern beschlossene Verwaltungsvereinbarung zur Exzellenzinitiative ändern. Konkret fordert seine Senatskanzlei in einem vertraulichen Papier eine weitreichende Neufassung des Paragraphen 6, der die Förderung der so genannten Exzellenzuniversitäten auf Dauer stellen soll.
In ihrem derzeitigen Wortlaut sehe die Vereinbarung vor, dass Neuanträge nur und erst möglich seien, wenn eine Exzellenzuniversität aus der Förderung ausscheide – was, so Scholz, "die Chancen für Newcomer deutlich einschränkt". Deshalb müsse Paragraph 6 so verändert werden, dass bereits gekürte Exzellenzuniverstäten und Neuanträge "gleichzeitig und einheitlich" – also komplett gleichberechtigt – alle sieben Jahre bewertet würden. Dies, führt der Hamburger Vorschlag aus, würde "die Dynamik der neuen Exzellenzinitiative erhöhen."
Aus Sicht der Hansestadt sogar verständlich – gehört doch die Universität Hamburg aktuell nicht zu den heißen Anwärtern um die Exzellenzkrone. Gleichzeitig aber verläuft die Hamburger Formkurve seit einigen Jahren nach oben, worauf auch Präsident Dieter Lenzen bei jeder Gelegenheit hinzuweisen pflegt. Was also, wenn man in einigen Jahren richtig gut sein sollte, dann kein Exzellenzuni-Titel mehr zu vergeben ist, weil keiner der Titelinhaber aus der Förderung fällt? Wenn es dann auch kein ...
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