Der Exzellenz mangelt es an Geist
Die DFG liefert umfangreiche Statistiken zur Exzellenzstrategie. Was die Zahlen über den Wettbewerb aussagen.

Abbildung: Titelseite der ExStra-Statistik (Screenshot).
DIE DEUTSCHE FORSCHUNGSGEMEINSCHAFT (DFG) hat spannende Zahlen zur Exzellenzstrategie von Bund und Ländern veröffentlicht. 27 Seiten Statistik, aus denen unter anderem hervorgeht, wieviel Euro die Universitäten in ihren ersten Antragskizzen für mögliche Forschungsverbünde, die sogenannten Cluster , insgesamt beantragt hatten (knapp 1,5 Milliarden). Und wieviel Geld Bund und Länder am Ende für die erfolgreichen 57 Cluster bewilligt haben: 365 Millionen.
Man kann sehen, dass die meisten Cluster-Antragsteller die mögliche Höchstsumme (8,5 bis zehn Millionen Euro pro Jahr) haben wollten und dass sich die Bescheidenheit der wenigen Unis, die sich mit geringeren Summen (bis zu 6,5 Millionen Euro pro Jahr) begnügen wollten, auf den ersten Blick nicht ausgezahlt hat: Die teuersten Cluster-Anträge waren auch die erfolgreichsten.
Frappierend ist zudem, wie drastisch mitunter politische Programmatik und wissenschaftliche Wirklichkeit auseinanderklaffen. "Interdisziplinarität" ist seit vielen Jahren eines der Lieblingswörter in den Reden vieler Politikerinnen und Forschungsmanager. Schon 2010 meinte der damalige Präsident der Freien Universität, Peter André-Alt, in der Süddeutschen Zeitung : "Wer sich dem Verdacht aussetzt, allein zum Fortschritt des eigenen Fachs beizutragen, gilt als wenig innovativ ...
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