JAN-MARTIN WIARDA

Journalist     Moderator     Fragensteller


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25. Januar 2021

Maximal vergeigt

Die Freie Universität und Franziska Giffeys Doktorarbeit: Was die FU seit Aufkommen der Plagiatsvorwürfe veranstaltet, ist an Unprofessionalität nicht zu überbieten. Das muss Konsequenzen haben.

Gebäudekomplex der FU Berlin (Rost- und Silberlaube). Foto: user:torinberl, CC BY-SA 3.0. 

EGAL, WIE DIE ERNEUTE ÜBERPRÜFUNG der Doktorarbeit von Franziska Giffey ausgeht, es wird Konsequenzen geben müssen. Und zwar für das Präsidium der Freien Universität. Denn was die FU seit Aufkommen der Plagiatsvorwürfe gegen die SPD-Politikerin veranstaltet, ist an Unprofessionalität kaum zu überbieten.

 

Angefangen hatte alles mit Recherchen von VroniPlag Wiki. Der Spiegel berichtet im Februar 2019, die Online-Plattform habe bereits auf 49 von 200 Seiten der Doktorarbeit Giffeys verdächtige Textstellen identifiziert. Woraufhin Giffey mitteilte, sie habe nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet, und die FU, an der sie promoviert wurde, um die Einleitung eines Prüfverfahrens bat.

 

Das zog sich über acht Monate. Erst im Oktober 2019 kam die eingesetzte Prüfungskommission zu dem Ergebnis, die Dissertation enthalte 27 Stellen, die als "objektive Täuschung" zu bewerten seien und auf bedingten Vorsatz hindeuteten. Doch seien die Vergehen qualitativ und quantitativ weniger gravierend als von VroniPlag Wiki dargestellt. Woraufhin das Präsidium entschied, Giffey eine Rüge zu erteilen, ihr aber den Titel zu lassen.

 

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So werden wir es nicht erfahren

Bund und Länder streiten über den Sinn und Unsinn von Schulschließungen. Währenddessen sind die Corona-Tests unter Kindern und Jugendlichen ins Bodenlose gefallen – was zu Missinterpretationen führt. Vor allem aber gesichertes Wissen über die Folgen der Schulschließungen verhindert.

Zahl der Test pro 100.000 Einwohner nach Altersgruppen: Der Rückgang bei den Kindern und Jugendlichen über Weihnachen war atemberaubend. Grafik: Robert-Koch-Institut. 

MITTE DEZEMBER haben Bund und Länder beschlossen, den Regelunterricht an den Schulen auszusetzen. Viele Kitas und Schulen wurden komplett geschlossen, andere befinden sich in einem Teil-Betrieb. Der Eingriff in die Teilhabe- und Bildungsrechte der Kinder und Jugendlichen ist enorm, Millionen Familien befinden sich im Ausnahmezustand – doch lohnen die Schließungen sich dafür epidemiologisch?

 

Die Antwort: Wir wissen es nicht. Denn über die Feiertage wurden die Corona-Tests massiv zurückgefahren, über alle Altersgruppen. Doch während die Testzahlen danach für alle über 15-Jährigen wieder massiv gesteigert wurden, obgleich noch nicht wieder aufs Ausgangsniveau, verharren sie für Kita- und Schulkinder bislang weiter fast auf ihrem Tiefstand.

 

Konkret: Seit die Kitas und Schulen zu sind, werden nur noch ein Drittel so viele 0- bis 14-Jährige auf eine Infektion getestet. Über alle Altersgruppen hinweg hatten sich die Testzahlen zuletzt immerhin wieder bei etwa Dreiviertel der Vor-Weihnachts-Werte eingependelt. 

 

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Uni Göttingen bestätigt: Metin Tolan kandidiert für das Präsidentenamt

Der bekannte Physiker und Wissenschaftskommunikator könnte schon am 27. Januar zur Wahl stehen. Endet damit die Ausnahmesituation in Göttingen?

DER PHYSIKER UND COMMUNICATOR-PREISTRÄGER Metin Tolan ist einziger Kandidat für die Wahl des Präsidenten der Universität Göttingen. Dies bestätigte am Freitagabend Pressesprecher Thomas Richter auf Anfrage.

 

Nächsten Mittwoch treffen sich Senat und Stiftungsausschuss zu einer gemeinsamen Sitzung, in der, wie Richter sagte, Tolans Kandidatur "erörtert wird".

 

Was Richter nicht sagte: Diese Woche haben die beiden Gremien ihn bereits in nichtöffentlicher Sitzung kennengelernt. Sollten sie sich am 27. Januar einig sein, könnte es unmittelbar zur Wahl Tolans kommen.

 

Tolans Wahl wäre eine weitere spannende Wendung, seit die langjährige Präsidentin Ulrike Beisiegel nach dem enttäuschenden Abschneiden Göttingens bei der Exzellenzstrategie erst ihren Rücktritt angekündigt und dann sogar noch auf Ende September 2019 vorverlegt hatte. Als ihr Nachfolger war zunächst Sascha Spoun gewählt worden, doch folgte eine Konkurrentenklage, die Wahl wurde für fehlerhaft befunden, Spoun verzichtete.

 

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"Das wäre eine Kapitulation vor den Herausforderungen"

Warum der Bildungsforscher Kai Maaz nichts vom Gerede über "Corona-Jahrgänge" hält, welche Folgen von Schulschließungen tatsächlich nachweisbar sind – und was die von ihm geleitete Expertenkommission heute empfohlen hat: ein Interview.

Kai Maaz ist Sozialpädagoge, Erziehungswissenschaftler und Bildungsforscher und Direktor des DIPF Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation. Foto: Kay Stelter.

Herr Maaz, im Mai hatte die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) unter Ihrem Vorsitz eine Expert_innenkommission einberufen, um Schulen und Bildungspolitik in der Corona-Pandemie zu beraten. Heute ist die Stellungnahme der zweiten von der FES eingesetzten Kommission veröffentlicht worden – pünktlich zum Start in die Shutdown-Verlängerung. Eine Punktlandung? 

 

Ursprünglich hatten wir Ende Januar, Anfang Februar damit herauskommen wollen. Aber je mehr die Pandemielage sich zuspitzte, desto klarer wurde uns: Wir müssen schneller sein. Denn das, was wir empfehlen, bezieht sich vor allem auf das neue Schulhalbjahr, das in wenigen Tagen beginnt – mitten in einem Shutdown, dessen Auswirkungen besonders die Kinder aus den ohnehin schon sozial benachteiligten Familien treffen. Und auf diese Kinder und Jugendlichen haben wir unsere Empfehlungen fokussiert.   

 

Lassen sich die Mitte Dezember beschlossenen Kita- und Schulschließungen aus Ihrer Sicht eigentlich rechtfertigen?

 

Das ist eine Frage, die ich als Bildungswissenschaftler nicht wirklich beantworten kann. Epidemiologisch müssen wir uns auf die Einschätzung der Medizinerinnen und Mediziner verlassen können. Persönlich habe ich aber die Entscheidung der Politik für richtig gehalten, die Schulen so lange wie möglich offen zu lassen – solange, wie es das Pandemiegeschehen zuließ. Problematisch allerdings war, und darauf hatten wir schon in unserer ersten Stellungnahme hingewiesen, dass wir uns nach der ersten Corona-Welle zu schnell auf den Normal- und Regelbetrieb ausgerichtet hatten. Weshalb sich die Schulen vielerorts nicht hinreichend vorbereiten konnten, als die zweite Welle kam. Aktuell kommt erschwerend hinzu, dass es in Bezug auf die Schließungen keine einheitlichen Vorgaben gibt, dass etwa für Kinder in Darmstadt ganz andere Präsenzregeln gelten als in Mannheim – obwohl die Inzidenzen ähnlich hoch sind. Das gefährdet die gesellschaftliche Akzeptanz der Maßnahmen.  

 

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