JAN-MARTIN WIARDA

Journalist     Moderator     Fragensteller


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16. AUGUST 2018

SCHLECHTERE LEISTUNGEN, WENIGER CHANCENGERECHTIGKEIT

Deutschland steuert auf einen Bildungsabschwung zu: Wer solche Warnungen bislang nicht wahrhaben wollte, findet im diesjährigen "Bildungsmonitor" jede Menge Daten, die sie belegen.

Foto: Pixabay/geralt, CC0.
Foto: Pixabay/geralt, CC0.

DER BILDUNGSMONITOR IST zu einer Institution geworden. Was nicht bedeutet, dass er im 15. Jahr seines Erscheinens unumstritten wäre: Seit 2004 gibt die von den Arbeitgebern getragene "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" ihn alljährlich beim Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln in Auftrag. Er ist umfangreich – dieses Jahr inklusive Anhang wieder über 250 Seiten – und er ist datenintensiv: Die 16 Bundesländer werden in ihrer Performance auf 12 sogenannten "Handlungsfeldern" und anhand von fast 100 Einzelindikatoren bewertet, im Rahmen eines, wie das IW Köln selbst schreibt, "ökonomisch geprägten Leitbildes". Dazu gehört auch, dass die Macher ihre Meta-Studie ohne jede Scheu in ein Liga-Ranking münden lassen. Anderswo machen Bildungsforscher das zwar ebenfalls, aber meist indirekt-verschämter und verbunden mit jeder Menge Warnungen, hier bloß nichts überzuinterpretieren.

 

Genau diese gefährliche und mitunter vereinfachende Entschiedenheit macht den Bildungsmonitor als jährliche Bestandsaufnahme der Folgen bildungspolitischen Handelns brisant. Und nur deshalb regt er so zum Diskutieren an.

 

Was aber steht nun drin? Vor allem dies: Das Ende des Bildungsaufschwungs, der sich vergangenes Jahr bereits in vielen Indikatoren angedeutet hatte, markiert der diesjährige Bildungsmonitor noch deutlicher. Erstmals gebe es in der Breite der Bundesländer "deutliche Rückschritte", berichtet das IW Köln. Vor allem in den Handlungsfeldern Schulqualität, Bildungsarmut und Integration beobachten die Autoren "eine deutliche Zunahme der Handlungsnotwendigkeiten".

 

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WANN STREITEN WIR UNS ENDLICH ÜBER DEN QUALITÄTSPAKT LEHRE? 

Alle reden über die Zukunft des Hochschulpakts. Das ginge in Ordnung – wenn die Debatte nicht anderswo eine ärgerliche Leerstelle hätte. Ein Gastkommentar von Ernst Dieter Rossmann.

Ernst Dieter Rossmann. Foto: SPD.
Ernst Dieter Rossmann. Foto: SPD.

JA, ES IST auf den ersten Blick verständlich, wenn sich die hochschulpolitische Debatte aktuell darauf konzentriert, wie es mit dem Hochschulpakt nach 2020 weitergeht – und welche Form der verstetigte  Bundesfinanzierung auf Grundlage des neu geschaffenen Grundgesetz-Artikels 91 b dafür gefunden wird. Hierzu gibt es umfangreiche Positionspapiere des Wissenschaftsrats, Ideen von verdienten und neuen Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) oder jüngst auch vom Deutschen Hochschulverband.

 

Immerhin stehen dabei über zwei Milliarden Bundesmittel jährlich im Feuer und alle, denen die solide Grundfinanzierung der Hochschulen in Deutschland ein Anliegen ist, erwarten mit Recht, dass diese Mittel nicht nur für die Zukunft gesichert bleiben, sondern möglichst ausgeweitet werden. Kurzum: Es muss zu einem echten Zukunftspakt zwischen Bund und Ländern für die Stärkung der Hochschulen in Forschung und Lehre kommt. Die Leitsätze für das Zusammenwirken von Bund und Ländern im Anschluss an den Hochschulpakt 2020 stehen deshalb aus guten Gründen ganz am Anfang des Kapitels zu Hochschulen und Wissenschaft im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD für diese Legislaturperiode. Der Staatssekretärsrunde, die jetzt über die Verbindlichkeit der Finanzierung, die Justierung von Verteilungsschlüsseln und innovative Gestaltungskriterien eines solchen Hochschulpaktes für die Zukunft brütet, können alle nur viel Geist und Glück wünschen.

 

Auf den zweiten Blick fällt allerdings auf, dass ein weiteres für die Hochschullehre zentrales Thema zu Unrecht im Schatten der Hochschulpakt-Debatten steht. 

 

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Guten Sprung

Seit Monaten diskutiert die Wissenschaftspolitik eine "Agentur für Sprunginnovationen". Jetzt liegt dem Bundeskabinett eine erste Beschlussvorlage vor.

Foto: Pxhere, CC0
Foto: Pxhere, CC0

DIE IDEE LIEGT seit einer Weile in der Luft. Sie war Thema zweier Innovationsdialoge mit der Bundeskanzlerin; im Februar veröffentlichte die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) Empfehlungen einer von Max-Planck-Chef Martin Stratmann geleiteten Expertengruppe, Titel: "Impulse für Sprunginnovationen in Deutschland". Im März versprachen Union und SPD in ihren Koalitionsvertrag diesbezüglich "neue Instrumente", und im April sagte die frisch ins Amt gekommene Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) beim Forschungsgipfel in Berlin, sie wolle etwas einführen, das das deutsche Innovationssystem bisher nicht habe. "Eine Innovationsagentur für Sprunginnovationen, die staatlich finanziert und mit außergewöhnlichen Freiheitsgraden ausgestattet wird, um Außergewöhnliches zu erreichen."

 

Jetzt unternimmt die Bundesregierung die ersten konkreten Schritte von der Idee zur Realisierung.

 

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