JAN-MARTIN WIARDA

Journalist     Moderator     Fragensteller


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Wenn Sie mehr erfahren wollen über mich und meine Themen, sind Sie hier richtig. Schauen Sie doch auch mal in meinen Blog, in dem ich regelmäßig aktuelle Ereignisse in Bildung und Forschung aufspieße. Ich freue mich auf Ihr Feedback.


25. Mai 2022

Studie: Lehrkräfte helfen bei sozialer Ausgrenzung eher einem Mädchen

Bildungsforscher machen Stereotype und Sozialisation verantwortlich. Dabei ist seit langem klar: Unter den Bildungsverlierern befinden sich besonders viele Jungen.

WISSENSCHAFTLER HABEN Lehrkräfte befragt, wie sie sich verhalten würden, wenn eines der Kinder in ihrer Klasse von den anderen ausgegrenzt wird. Einer Hälfte der Studienteilnehmer wurde ein Szenario beschrieben, in dem das Kind Lukas hieß. Für die anderen Hälfte ging es um eine Julia. Das Ergebnis: Bei Julia wollten deutlich mehr Pädagogen dazwischengehen als bei Lukas. Obwohl sich beide laut den vorgelegten Texten in exakt derselben Situation befanden. Wie kann das sein? 

 

Die Studienleiterin Hanna Beißert vom DIPF Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation sagt, aus der (nicht repräsentativen) Untersuchung mit 101 teilnehmenden Lehrkräften aus unterschiedlichen Schulen lasse sich eine Erklärung nicht gesichert ableiten, aber: Die abweichenden Reaktionen passten "zu bestimmten sozialen Zuschreibungen", zu Stereotypen also. Etwa, dass Mädchen schutzbedürftiger und Jungen widerstandsfähiger seien. 

 

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Großer Aufwand für wenige Vertragsmonate

Die Erkenntnisse der offiziellen Evaluation des WissZeitVG sind wichtig. Das gilt allerdings auch für die Fragen, die sie auslässt. Ein Gastbeitrag von Lisa Janotta und Tilman Reitz.

Foto: form/Pxhere, CCO.

DIE VOM BMBF beauftragte Evaluation des 2016 erneuerten Wissenschaftszeitvertragsgesetzes beantwortet eine begrenzte Frage mit großer Detailtiefe. Gemäß Ministeriumsvorgabe hat die Studie "Erkenntnisse über die Vertragslaufzeiten" befristet beschäftigten wissenschaftlichen Personals "sowie über die Gestaltung der individuellen Vertragsdauer in der Praxis" gewonnen. So sollte vor allem geprüft werden, ob die mit der Novelle bezweckte Reduktion extremer Kurzzeitbefristungen erreicht worden ist.

 

Weitere Fragen wurden dezidiert ausgeschlossen, da sie nach Ansicht der Autor*innen vom HIS-Institut für Hochschulentwicklung und der InterVal GmbH "weit über den Wirkungsrahmen des WissZeitVG" hinausreichten. Das Kernthema wurde dagegen mit einer Erhebung von Verwaltungsdaten und ergänzenden Befragungen umfassend untersucht. Wir haben die Ergebnisse näher betrachtet und mit einer eigenen Evaluation verglichen, die aus unserem Netzwerk hervorgegangen ist. Zu dieser alternativen Evaluation hatten wir uns entschlossen, weil uns schon in der Ausschreibung die Fragestellung des BMBF deutlich zu eng schien.

 

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Blog-Finanzierung

Wie sich die finanzielle Situation dieses Blogs aktuell entwickelt:


Jenseits des akademischen Tellerrands

Alle reden von Transfer in der Forschung. Wie aber geht eigentlich Transfer in der Lehre? Ein Gastbeitrag von Albert Kümmel-Schnur, Johanna Vogt, Karin Bürkert, Matthias Möller und Sibylle Mühleisen.

Stolpersteine in einem Gehwegpflaster (Symbolbild). Foto: Hans Braxmeier / Pixabay.

RAPHAELA BREISCH UND PIA EMMRICH, Studentinnen an der Uni Konstanz, freuen sich. Ihre Arbeit zu den 'Euthanasie' genannten Ermordungen geistig Behinderter in der Tötungsanstalt Grafeneck bei Tettnang hat dazu geführt, dass der Tettnanger Gemeinderat die Setzung eines ersten Stolpersteines diskutiert. Für die beiden Studentinnen ist das ein großer Erfolg: ihre aufwändige wissenschaftliche Recherchearbeit im Rahmen eines Lehrprojektes zur Neugestaltung des Tettnanger Stadtmuseums führte rasch zu einer politischen Diskussion und vielleicht, das zu glauben gibt es jeden Grund, zu einer Veränderung des öffentlichen Erscheinungsbildes Tettnangs.

 

Ein typisches, aber auch besonders eindringliches Beispiel für Hochschullehre an der Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Arbeit und gesellschaftlicher Relevanz. Eines, das die Studierenden motiviert und gleichzeitig persönlich voranbringt. Das Besondere an solchen Projekten des Lehrtransfers ist, dass sie nicht im Schutzraum Hochschule verbleiben, sondern die Hochschulen hierfür mit externen Partnern kooperieren.

 

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An die Hochschule nur mit Zugangstest

Bei gleicher Intelligenz schaffen es Akademikerkinder immer noch viel häufiger ins Studium. Darum brauchen wir eine neue Zulassungslogik.

DIE HOCHSCHULEN HABEN HEUTE eine Million Studierende mehr als vor 20 Jahren, aber die soziale Schieflage hat der Boom nicht beseitigt. Haben die eigenen Eltern studiert, liegen die Chancen auf ein Studium immer noch fast viermal so hoch, wie wenn man aus einer Nicht-Akademikerfamilie stammt. Es kamen also mehr Arbeiterkinder an die Uni, vor allem aber kamen noch mehr Kinder von Ärzten, Journalisten, Juristen oder Lehrern. 

 

Wenn man von einer Gleichverteilung von Intelligenz und Talenten unabhängig von der Herkunft ausgeht, müssten die Begabungsreserven der Akademikerfamilien allmählich ziemlich erschöpft sein, um es freundlich auszudrücken. Man könnte auch sagen: Wer an den Hochschulen einen Niveauverfall beklagt, wer eine Rückbesinnung auf nichtakademische Berufswege fordert, sollte sich zuallererst mal anschauen, wie viele für ein Studium in Wirklichkeit ungeeignete Akademikerkinder mittlerweile auf den Campi unterwegs sein dürften.

 

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Wirkung light

Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger präsentierte am Freitag die Evaluation des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Die Befristungsquote ist nach der Novelle 2016 kaum gesunken, die Hoffnungen auf längere Vertragslaufzeiten haben sich dagegen erfüllt – allerdings nur zwischenzeitlich.

Symbolfigur Hanna und Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger. 

Illustration: Screenshot des BMBF-Videos. Foto: Kay Herschelmann.

NEIN, DASS DIE NOVELLE des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes ein Erfolg war, das will auch Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger so nicht sagen. Die 2016 am Gesetz vorgenommenen Änderungen hätten "einige Verbesserungen  für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland" gebracht. Aber, fügt die FDP-Politikerin hinzu, "es gibt nach wir vor Verbesserungsbedarf." Was diplomatisch ausgedrückt ist: Am Freitagvormittag präsentierte das BMBF offiziell den mit Spannung erwarteten Evaluationsbericht zur Novelle, und man muss in den Ergebnissen schon sehr genau hinschauen, um größere (und vor allem nachhaltige) Veränderungen gegenüber der Zeit vor 2016 zu finden. 

 

Bereits seit 2007 bestimmt das Wissenschaftszeitvertragsgesetz, kurz WissZeitVG, die Spielregeln, auf deren Grundlage Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen ihre Arbeitsverträge mit dem wissenschaftlichen Personal gestalten dürfen. Vor allem ein Sonderbefristungsrecht für die Wissenschaft, also Ausnahmen und Abweichungen vom allgemeinen Arbeitsrecht, das Langzeit-Befristungen deutlich strengere Grenzen setzt. 

 

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Der Gipfel der Bildung

Patrick Honecker und Jan-Martin Wiarda bitten zum "Gipfel der Bildung".

 

Hören Sie doch mal rein! Alle Folgen des Podcast finden Sie hier.



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