JAN-MARTIN WIARDA

Journalist     Moderator     Fragensteller


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19. April 2019

Bitte ehrlich machen

"Transfer in der Lehre" ist ein In-Thema. Doch solange die nötigen Strukturen fehlen, ist die Belastung für die Lehrenden und Studierenden hoch. Ein Gastbeitrag von Thomas Hoffmeister und Albert Kümmel-Schnur.

Foto: congerdesign / Pixabay - cco.

IN DER KONSTANZER Stadtverwaltung lauschen fünfzig Mitarbeiter aufmerksam einer Gruppe von Studierenden. Die jungen Leute erzählen den Verwaltungsfachleuten, wie sie ihre tägliche Arbeit so umgestalten können, dass sie näher an den Bürgern dran sind – und noch dazu in derselben Zeit mehr geschafft bekommen. Die Ideen der Studierenden entstanden in einem Seminar der Universität Konstanz. "Digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung" heißt es, angeboten hat es Professorin Ines Mergel. Die besten Vorschläge der Studierenden wurden tatsächlich umgesetzt: Die Zusammenarbeit zwischen Uni und Stadt führte sogar zu einer neuen Stelle in der Stadtverwaltung.

 

Ines Mergel sagt, sie interessiere sich hauptsächlich für die gute Zugänglichkeit von Daten. Warum, fragt sie, kann ich auf die Dienste der Stadtverwaltung nicht 24 Stunden an sieben Tagen der Woche von meinem Wohnzimmer aus zugreifen'? Warum, fügt sie hinzu, entsteht trotz einer allgemein guten Akzeptanz soviel Frust bei Bürgerinnen und Bürgern? Studierende ihrer Kurse, trainiert in Methoden der Feldforschung, erheben in qualitativen Interviews Schritt für Schritt, was Bürgerinnen und Bürger von Verwaltungen erwarten und wie sie den Umgang mit ihnen erleben sowie umgekehrt im Gespräch mit Verwaltungsangestellten, wie Verwaltung genau arbeitet. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden im Seminar diskutiert, verschwinden aber nicht einfach in Hausarbeiten, sondern werden in Form handlungsorientierter Analysen mit Lösungsvorschlägen zurückgegeben an die Stadtverwaltung.

 

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Wie hältst Du es mit Ungarn?

Deutschlands Wissenschaftsorganisationen halten per Kampagne die Wissenschaftsfreiheit hoch. Im wissenschaftspolitischen Alltag ist die Sache freilich etwas komplizierter.

Bild: Screenshot der ELI-ALPS-Website. 

ES WAR DIE ganz große Geste: Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen hat am 18. März offiziell ihre Kampagne "Freiheit ist unser System. Gemeinsam für die Wissenschaft" gestartet. Ein halbes Jahr "Veranstaltungen, Reden, Debatten und Meinungsbeiträgen", um "die Wichtigkeit der Unabhängigkeit von Forschung und Lehre zu betonen", wie es in der begleitenden Pressemitteilung hieß, und um "sich gleichzeitig kritisch mit eigenen Entwicklungen auseinanderzusetzen sowie mögliche Gefahren für die Wissenschaftsfreiheit in den Blick zu rücken."

 

Die Allianz, das ist der Verband der zehn großen deutschen Wissenschaftsorganisationen von der Max-Planck-Gesellschaft über die Helmholtz-Gemeinschaft und die Hochschulrektorenkonferenz bis hin zur Alexander-von-Humboldt-Stiftung. Wenn die Allianz etwas sagt, dann hat es Gewicht. Und so ist ihr Bekenntnis zur Wissenschaftsfreiheit eine Mischung aus Selbstvergewisserung und der Forderung an Politik und Gesellschaft, im Jahr 70 des Grundgesetzes dessen Artikel 5 ("Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei") nicht zu selbstverständlich zu nehmen, sondern seine Versprechen immer aufs Neue zu verteidigen. Soweit die Theorie.

 

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"Das ist ein unsinniger Vorwurf"

Ein Interview mit dem ungarischen Innovationsminister László Palkovics über die internationale Kritik an seiner Amtsführung, die Reform der Akademie der Wissenschaften, den Streit um die Central European University und die Zusammenarbeit mit Fraunhofer.

László Palkovics. Foto: Ministerium.
László Palkovics. Foto: Ministerium.

Herr Minister Palkovics, Ende Februar haben Ihnen deutsche Forschungsorganisationen in einem Brief vorgeworfen, Sie wollten der ungarischen Akademie der Wissenschaft ihre finanzielle und organisatorische Autonomie nehmen und gefährdeten mit der geplanten Reform die Wissenschaftsfreiheit.   

 

Ich bin selbst Wissenschaftler. Mir vorzuwerfen, ich wollte die Wissenschaftsfreiheit einschränken, ergibt einfach keinen Sinn.

 

Jetzt gibt es neue Vorwürfe: Drei Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats der Laser-Forschungsanlage ELI-ALPS in Szeged sind zurückgetreten. Aus Protest: Sie hätten als Minister nach eigenem Gutdünken und ohne wissenschaftliche Begleitung mit 65 Millionen Euro zwei neue Forschungsprojekte am ELI-ALPS gestartet. Und dazu noch ein Ein-Mann-Komitee mit der Evaluation der gesamten Einrichtung beauftragt, was "internationalen Standards“ widerspreche. 

 

Das ist ein unsinniger Vorwurf. Ich bin als zuständiger Minister politisch verantwortlich dafür, dass ELI-ALPS ein Erfolg wird, und die Zeit ist knapp. Bis 2020 muss ELI voll funktionsfähig sein, das verlangt die europäische Zusammenarbeit. Und genau das möchte ich durch geeignete Maßnahmen sicherstellen.

 

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