JAN-MARTIN WIARDA

Journalist     Moderator     Fragensteller


Willkommen auf meiner Website.

Wenn Sie mehr erfahren wollen über mich und meine Themen, sind Sie hier richtig. Schauen Sie doch auch mal in meinen Blog, in dem ich regelmäßig aktuelle Ereignisse in Bildung und Forschung aufspieße. Ich freue mich auf Ihr Feedback.


13. November 2019

Was tun, damit Mathe kein Hassfach wird?

Der Versuch, die Schüler mit Pseudo-Anwendungsbezügen zu motivieren, muss schiefgehen, meint ROLAND SCHRÖDER. In seinem Gastbeitrag plädiert der frühere Gymnasiallehrer für die Vermittlung der Mathematik als "grandioses Spiel des Geistes".

Grafik: MB nach Roland Schröder.

WENN MAN EINE repräsentative Umfrage unter Schülerinnen und Schülern in Deutschland starten würde über die Beliebtheit des Schulfachs Mathematik, käme in der Tendenz das heraus, was die nebenstehende Grafik zeigt. Verhasst, sehr verhasst und unbeliebt wären, so lautet meine Vermutung, die am häufigsten genannten Antworten. Über das Ausmaß der Unbeliebtheit der Mathematik kann man streiten, über die Unbeliebtheit an sich wohl kaum. 

 

Der Didaktiker Wolfgang Schlöglmann hat Gründe gesucht, warum so viele Schülerinnen und Schüler das Fach Mathematik hassen, und sie darum ausführlich befragt. Aus den von Schlöglmann gesammelten Antworten möchte ich diejenige eines Oberstufenschülers herausgreifen, weil sie für mich ein Grundmissverständnis verdeutlicht. Seine Antwort zeigt, dass viele Schülerinnen und Schüler offenbar gar nicht genau wissen, warum sie Mathe nicht mögen. Oder anders gesagt: Sie glauben den Grund ihrer Aversion zu kennen,  aber sie irren sich.  Der Schüler sagt, dass das Fach unbeliebt sei, liege daran, "dass man mit der höheren Mathematik im Alltag nicht sehr viel anfangen kann und eigentlich auch nirgends – außer in der Schule – damit konfrontiert wird." 

 

Mehr lesen...



"Nicht neidvoll nach Süden schauen"

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler über die Lehren aus der Exzellenzstrategie, den Wettbewerb zwischen den Bundesländern  – und den Streit um die Zukunft der Gesundheitsberufe.

Björn Thümler, 48, war CDU-Oppositionsführer im Niedersächsischen Landtag und ist seit November 2017 Minister für Wissenschaft und Kultur. Foto: MWK/brauers.com.

Herr Thümler, während anderswo gejubelt wurde, herrschte an Niedersachsens Hochschulen Mitte Juli Katerstimmung. Hannovers Universität und Medizinische Hochschule waren mit ihrer Verbundbewerbung als Exzellenzuniversitäten nicht durchgekommen, auch die TU Braunschweig schaffte nicht den Titel. Was sagt das über die Stärke von Niedersachsens Wissenschaft aus?

 

Klar wäre es schön gewesen, wenn Hannover und Braunschweig erfolgreich gewesen wären. Auch hätte ich mir gewünscht, dass die Gutachter den Verbundantrag ein Stückweit anders beurteilt hätten als die Einzelbewerbungen. Ich halte die starke Ungleichverteilung der Exzellenzuniversitäten zwischen Nord und Süd, Ost und West für ein Problem. Es kann ja sein, dass sie der Realität unserer Universitätslandschaft entspricht. Aber dann darf uns das wirklich nicht zufriedenstellen.

 

Ein bisschen verbittert klingt das schon!

 

Ganz und gar nicht. Ich finde, unsere Universitäten haben sich hervorragend verkauft. Gerade Braunschweig befand sich in der absoluten Außenseiterposition, hat sich den Gutachtern aber auf eine erfrischend unkonventionelle Weise präsentiert, in einem Zirkuszelt. Man konnte die Aufbruchsstimmung spüren, das hat richtig Spaß gemacht. Im Übrigen sind wir bei den Clustern sehr erfolgreich gewesen, wir konnten ihre Zahl auf sechs verdoppeln im Vergleich zur Exzellenzinitiative. Das bedeutet, dass wir für die nächsten Jahre 330 Millionen Euro Spitzenförderung nach Niedersachsen geholt haben.

 

Mehr lesen...


Ja ohne Ansage

Am Freitag hat der Bundesrat überraschend der Akademisierung der Hebammenausbildung zugestimmt, auch die Psychotherapeuten erhalten ein eigenes Studium. Die Reformen kommen die Hochschulhaushalte teuer zu stehen. Wieso haben die Länder ihren Widerstand trotzdem aufgegeben?

Foto: Mylene2401 / pixabay - cco.

ES WAR EIN MILLIONENPOKER. Am Freitag sollten zwei zentrale Reformvorhaben von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Bundesrat passieren. Noch am Vorabend war allerdings völlig offen, ob die Länder der Neuregelung der Hebammen- und Psychotherapeutenausbildung überhaupt zustimmen würden. Grund war vor allem der Widerstand vieler Wissenschaftsminister: Sie kritisierten, die Kosten würden an ihnen hängen bleiben. Am Ende gingen beide Reformen dann aber doch durch – und zwar überraschend deutlich. Was war passiert?

 

Von Januar an sollen Hebammen grundsätzlich ein duales Studium durchlaufen, so sah es der von Spahn vorgelegte und im Bundestag bereits beschlossene Gesetzentwurf vor: mindestens sechs, höchstens acht Semester, und währenddessen sollen die Hebammen und Entbindungshelfer eine Vergütung enthalten. Ein eigenes Bachelor- und Masterstudium soll künftig auch zum Psychotherapeuten qualifizieren, fünf Jahre soll es insgesamt dauern – was faktisch eine Verkürzung bedeutet, mussten Berufsanfänger doch bislang erst ein Vollstudium in Psychologie und dann eine kostenpflichtige Fachausbildung absolvieren.

 

Mehr lesen...


Sie wollen mehr wissen? Schauen Sie doch direkt in meineBLOG nach. In der rechten Randspalte sind alle Beiträge nach Kategorien und Themen sortiert. Viel Spaß beim Stöbern!

...und hier geht es zu meinem RSS Blog-Feed...