JAN-MARTIN WIARDA

Journalist     Moderator     Fragensteller


Willkommen auf meiner Website.

Wenn Sie mehr erfahren wollen über mich und meine Themen, sind Sie hier richtig. Schauen Sie doch auch mal in meinen Blog, in dem ich regelmäßig aktuelle Ereignisse in Bildung und Forschung aufspieße. Ich freue mich auf Ihr Feedback.


09. Mai 2021

Die Stäwiko hat ihren ersten Eklat

Kaum waren die Mitglieder des neuen KMK-Beratungsgremiums gewählt, gingen zwei ostdeutsche Kultusminister an die Öffentlichkeit: Eine Kommission ohne ostdeutschen Wissenschaftler sei nicht hinzunehmen.

DIE MITGLIEDER der neuen Ständigen wissenschaftlichen Kommission (Stäwiko) der Kultusministerkonferenz sind gerade gewählt, und schon gibt es den ersten Eklat. Die Bildungsminister von Sachsen-Anhalt und Sachsen machten im Anschluss an die KMK-Sitzung am Nachmittag öffentlich, dass sie gegen die Vorschlagsliste der Findungskommission gestimmt hätten, weil darin kein einziger Vertreter einer ostdeutschen Universität enthalten gewesen sei. KMK-Präsident Britta Ernst wies die Kritik zurück.

 

"Im 31. Jahr der Deutschen Einheit ist es nicht akzeptieren, dass angeblich kein Wissenschaftler aus den neuen Ländern die Kriterien erfüllen könne", sagte Sachsen-Anhalts CDU-Bildungsminister Marco Tullner, weshalb sein Bundesland den Besetzungsvorschlag abgelehnt habe. Dass dies nicht alle ostdeutschen Länder getan hätten, "ist für mich völlig unverständlich".

 

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Bundesregierung: Hochschulen sind keine Schulen

Nach heftigen Protesten soll die Bundesnotbremse geändert werden und den Studienbetrieb anders behandeln als Schulunterricht.

DER PROTEST KAM spät, aber er zeigt offenbar Wirkung. Das Bundeskabinett hat am Montag eine sogenannte Formulierungshilfe für eine Änderung der erst kürzlich in Kraft getretenen Bundesnotbremse beschlossen. Heute Mittag schon sollte der daraus entstandene Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen in erster Lesung im Bundestag debattiert werden.

 

Damit reagiert die GroKo auf die Kritik von Hochschulen und Wissenschaftsministern, das reformierte Infektionsschutzgesetz setze unsinnigerweise das Studium mit dem Schulunterricht gleich und untersage wichtige Teile des Lehrbetriebs – inzidenzabhängig, aber ohne Berücksichtigung der an den Hochschulen anderen Verhältnisse.

 

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"Die Notbremse hat nicht gewirkt"

Sten Rüdiger berechnet anhand von Mobilfunkdaten, wie oft Menschen einander begegnen. Das Ergebnis: Zuletzt sind die Kontakte sogar wieder mehr geworden. Warum die Inzidenzen trotzdem sinken und warum der Datenexperte entäuscht von der Politik ist: ein Interview.

Sten Rüdiger ist Mathematiker und Senior Data Analyst bei NET CHECK GmbH. Foto: privat.

Herr Rüdiger, Sie haben Mobilfunkdaten ausgewertet, um die Wirksamkeit der Bundesnotbremse zu analysieren. Ist es dafür nicht noch etwas früh?

 

Das ist ja gerade der Vorteil, wenn Sie wie wir mit Mobilfunkdaten arbeiten. Wir können quasi in Echtzeit beobachten, ob die Menschen ihre Kontakte einschränken oder nicht. Und deshalb können wir jetzt auch schon sagen: Nein, die Bundesnotbremse hat nicht gewirkt.

 

Aber die Inzidenzen sinken doch!

 

Ja, aber das liegt nicht an einer Verhaltensänderung der Menschen, sondern an der zunehmenden Impfquote.

 

Sie sind ein Unternehmen, das die Qualität von Mobilfunknetzwerken überprüft. Wie verlässlich ist Ihre Corona-Methode überhaupt?

 

Wir haben Zugriff auf die anonymisierten Mobilfunkdaten von über einer Millionen Menschen, die der Nutzung für Forschungs- und Marketingzwecke explizit zugestimmt haben. Das Besondere ist, dass wir nicht wie herkömmliche Mobilitätsanalysen nur den Bewegungsradius der Leute messen. Denn der sagt im Zweifel wenig aus über mögliche Ansteckungen. Zum Beispiel können sie viel unterwegs sein, aber die ganze Zeit allein im Auto sitzen. Wir gehen anders vor. Wir beobachten, ob es tatsächlich zu relevanten Kontakten kommt.

 

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Gefährliche Signalwirkung

Man kann die Regelungen im Infektionsschutzgesetz für falsch halten. Doch was nicht geht: dass Hochschulen mit Unterstützung von Wissenschaftsministern anfangen, demokratisch beschlossene Gesetze zu missachten. Ein Plädoyer für den Rechtsstaat von Bernadette Stolle.

Geltungsbereiche der Notbremse: Sind beispielsweise Laborpraktika der Präsenzlehre oder der Forschung zuzurechnen? Foto: Lucas Vasquez / Unsplash.

AM 13. APRIL HABEN die Fraktionen von CDU/CSU und SPD einen Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht, um das Infektionsschutzgesetz zu ändern und dort eine Notbremse einzuführen. Schon in diesem ersten Entwurf war vorgesehen, dass nicht nur die Schulen, sondern auch die Hochschulen ab einem Inzidenzwert von 200 die Durchführung von Präsenzunterricht zu unterlassen haben. Bekanntlich wurde diese Inzidenzgrenze im Gesetzgebungsverfahren von 200 auf 165 abgesenkt und das Gesetz mehrheitlich vom Bundestag beschlossen. Auch der Bundesrat hat keine Einwände gegen das Gesetz vorgebracht und das Gesetz passieren lassen. Mit der Unterschrift des Bundespräsidenten und der anschließenden Veröffentlichung trat es in Kraft.

 

Erklärtes Ziel des Infektionsschutzgesetzes ist, Maßnahmen festzulegen, um eine Abschwächung des Infektionsgeschehens zu erreichen, der staatlichen Schutzpflicht für Leben und Gesundheit zu entsprechen und die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems weiterhin sicherzustellen.

 

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Deutlich weniger Unterstützung für den Blog, 107.000 Besucher:innen im April, neuer "Gipfel der Bildung"

 

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"Entgeistert von der EU-Kommission"

Patrick Honecker und Jan-Martin Wiarda bitten wieder zum "Gipfel der Bildung". Gast im Podcast ist diesmal Antonia Weberling, Doktorandin in Cambridge und Kämpferin für eine bessere Wissenschaftsfinanzierung.

Eine junge Biochemikern mobilisiert mehr als 2000 Wissenschaftler:innen, darunter ein Dutzend Nobelpreisträger:innen. Wie sie das gemacht hat und wieso, erzählt sie in einem neuen Gipfel der Bildung.

 

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Biergarten schlägt Schule

 

Bayern öffnet nächste Woche die Kinos, Theater und die Außengastronomie. Kinder und Jugendliche dürfen weiter nur hin und wieder in ihre Klassenzimmer. Das ist nur konsequent, wenn man sich die Corona-Politik der vergangenen Monate anschaut.

 

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