JAN-MARTIN WIARDA

Journalist     Moderator     Fragensteller


Willkommen auf meiner Website.

Wenn Sie mehr erfahren wollen über mich und meine Themen, sind Sie hier richtig. Schauen Sie doch auch mal in meinen Blog, in dem ich regelmäßig aktuelle Ereignisse in Bildung und Forschung aufspieße. Ich freue mich auf Ihr Feedback.


15. April 2024

Wann ist die DATI dran?

Erst November, dann April – und jetzt? Wann beschließt das Bundeskabinett das Gründungskonzept der geplanten Innovationsagentur? Es droht eine erneute Verzögerung.

DIE GRÜNDUNG der geplanten Deutschen Agentur für Transfer und Innovation (DATI) verzögert sich offenbar erneut. Wie aus dem Umfeld der sogenannten DATI-Gründungskommission zu hören ist, soll die zuletzt für April geplante Befassung des Bundeskabinetts mit dem Agenturkonzept zum wiederholten Mal verschoben werden. Offiziell bestätigt ist das nicht: Das BMBF, in dem das Konzept federführend erarbeitet wird, reagierte seit Mittwochnachmittag nicht auf eine entsprechende Anfrage. 

 

Derweil steigt die Ungeduld in der hochkarätig besetzten Gründungskommission weiter. Denn an das grüne Licht des Bundeskabinetts geknüpft ist unter anderem die Ausschreibung für den wissenschaftlichen Chefposten der DATI, die eigentlich schon Anfang des Jahres starten sollte und von der Gründungskommission als eine ihrer wichtigsten Aufgaben bereits vor Monaten fertiggestellt wurde. 

 

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"Unsere Zukunft hängt an der Zelle"

Hat Deutschlands Industrie den Aufbruch in der Batterieforschung verpennt? Hat die Bundesrepublik wenigstens aufgeholt in den vergangenen Jahren? Und welche Rolle spielt die staatliche Förderung? Ein Gespräch mit Michael Krausa und Burkhard Straube vom Kompetenznetzwerk-Lithium-Ionen Batterien.

Burkhard Straube (links) ist CEO bei Vianode, einem norwegischen Hersteller von Batteriematerialien.

Michael Krausa (rechts) ist Geschäftsführer des Kompetenznetzwerk-Lithium-Ionen Batterien (KliB) e.V., Berlin. Foto Straube: Marthe Haarstad. Foto Krausa: Ernst Fesseler.

Herr Krausa, Herr Straube, im Januar hat das "Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen-Batterien" (KLiB), das Sie repräsentieren, einen Offenen Brief an die Bundesregierung geschrieben und gewarnt: Die für den Haushalt 2024 geplanten Kürzungen führten "zum Ende der deutschen Batterieforschung, mit dramatischen Konsequenzen für den High-Tech Standort Deutschland". Es ging um maximal 155 Millionen weniger staatliche Förderung, gestreckt über mehrere Jahre wohlgemerkt. Warum der Alarmismus?

 

Michael Krausa: Weil die damals geplanten Einsparungen ein klares Signal gesendet haben: Die laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden noch zu Ende geführt, aber danach ist Schluss. Statt neuer Vorhaben hätten mit dem restlichen Geld gerade noch die Heizung und das Sicherheitspersonal für die leeren Labore bezahlt werden können. Und das nach allem, was wir in den vergangenen Jahren aufgebaut haben. Darauf mussten wir als Verbund reagieren. 

 

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Ein verdammtes Recht auf Bildung

Wie blickt eine Lehrerin aus Neukölln auf ihre Schüler, die Schulpolitik und ihren Job? Ein Podcast über Erfahrungen und Überzeugungen einer Berliner Pädagogin.

SIE ist Lehrerin für Englisch und Kunst an einer Sekundarschule in Berlin-Neukölln. Von der Sorte, wie sie in Medien schnell als "Brennpunktschule" bezeichnet wird. Doch Ada M. Hipp, die in Wirklichkeit anders heißt, glaubt an ihre Schüler. In Gastbeiträgen hier im Blog hat sie über ihren täglichen Kampf gegen die Leseschwäche ihrer damaligen Siebtklässler berichtet, über das Klassenzimmer als Ort des Rassismus – und über einen Besuch im Potsdamer Museum Barberini, als schon die Hinfahrt zu einem Abenteuer wurde. Hipp glaubt an das, wie sie sagt, "verdammte Recht"  ihrer Schüler, alle sich bietenden Möglichkeiten zur Bildung zu nutzen.

 

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In eigener Sache

Dieser Blog hat sich zu einer einschlägigen Adresse der Berichterstattung über die bundesweite Bildungs- und Wissenschaftspolitik entwickelt. Bitte helfen Sie mit, damit er für alle offen bleibt.


Kitas, Hochschulen & CO: Warum wir jetzt eine Debatte über Gebühren brauchen und sie trotzdem um Jahre zu spät kommt

Dass kostenlos für alle nicht automatisch mehr Bildungsgerechtigkeit bedeutet, schwant gerade einigen in der SPD. Gut so. Aber was folgt jetzt daraus?

Von einer besseren Ausstattung in Kitas profitieren gerade Kinder aus sozial benachteiligten Familien.

Foto: congerdesign / pixabay.

ES WAR EIN für Sozialdemokraten mutiger Vorstoß. Nicola Böcker-Giannini und Martin Hikel, die sich in Berlin als Landesparteivorsitzende bewerben, stellen die gebührenfreie Kita für alle in Frage. Sie habe damals gegen den entsprechenden Beschluss gestimmt, sagte Böcker-Giannini bereits im Februar im Tagesspiegel, "weil kostenfrei oft auf Kosten der Qualität geht." Die Kostenlos-Stadt für alle sei nicht in allen Bereichen die Lösung. "Wer es sich problemlos leisten kann, muss sich auch an den Kosten der Allgemeinheit beteiligen." Und Martin Hikel, Bezirksbürgermeister in Neukölln fügte hinzu: "Wir sind für ein Solidarprinzip statt für das kostenfreie Prinzip, so kann man es auf den Punkt bringen."

 

Mutig ist der Vorstoß auch deshalb, weil die für Bildungsgebühren-Vorstöße üblichen Diskreditierungen folgten. Der amtierende SPD-Landeschef Raed Saleh, der ebenfalls wieder ins Rennen um den Vorsitz geht, warf Böcker-Giannini und Hikel vor, Menschen vor den Kopf zu stoßen, "die Angst davor haben, dass sie sich die Stadt nicht mehr leisten können". Und weiter sagte er dem Tagesspiegel: "Mich ärgert, dass man jetzt – in einer Phase, in der sich die SPD gerade sortiert – mit diesem wichtigen Fundament der Partei und der Gesellschaft spielt." 

 

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"Wir müssen vom Reagieren wieder zum Gestalten kommen"

Der Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) und Rektor der Universität zu Köln, Joybrato Mukherjee, über den Wohnungsmangel für internationale Studierende, den Kampf der Hochschulen gegen Antisemitismus und die Rolle des DAAD in einer Welt von Kriegen und Krisen.

Joybrato Mukherjee, 50, ist seit dem 1. Januar 2020 Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD). Seit 2023 ist er zudem Rektor der Universität zu Köln, davor war er von 2009 bis 2023 Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen. Foto: Kay Herschelmann.

Herr Mukherjee, Deutschland ist zur weltweiten Nummer 3 der beliebtesten Ziele internationaler Studierender aufgestiegen. Begegne ich einem glücklichen DAAD-Präsidenten?

 

380.000 internationale Studierende,Australien überholt,den Ruf als leistungsstarkes Wissenschaftssystem gestärkt – natürlich ist das eine schöne Momentaufnahme und Ausdruck dessen, was unsere Hochschulen in den vergangenen zehn, zwanzig Jahren geleistet haben. Aber es ist eben eine Momentaufnahme, und auf der dürfen wir uns nicht ausruhen.

 

Sehen Sie die Gefahr?

 

Ich sehe in Umfragen unter internationalen Studierenden und Studieninteressierten, an welchen Stellen wir besser werden müssen. Es gibt heute viel mehr englischsprachige Studiengänge als früher, aber die Internationalisierung des Lehr- und Lernangebots bleibt eine Dauerherausforderung, bei der es um mehr geht als nur die Sprache. Wir müssen uns – Stichwort Willkommenskultur – fragen, ob wir abseits der Hochschulen als Gesellschaft in allen Regionen darauf vorbereitet sind, Studierende aus dem Ausland so zu empfangen, wie sie es erwarten dürfen.

 

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Der Gipfel der Bildung

Patrick Honecker und Jan-Martin Wiarda bitten zum "Gipfel der Bildung".

 

Hören Sie doch mal rein! Alle Folgen des Podcast finden Sie hier.



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