JAN-MARTIN WIARDA

Journalist     Moderator     Fragensteller


Willkommen auf meiner Website.

Wenn Sie mehr erfahren wollen über mich und meine Themen, sind Sie hier richtig. Schauen Sie doch auch mal in meinen Blog, in dem ich regelmäßig aktuelle Ereignisse in Bildung und Forschung aufspieße. Ich freue mich auf Ihr Feedback.


15. FEBRUAR 2019

BEREDTES SCHWEIGEN IM BMBF

Die mit Getöse angekündigte Agentur für Sprunginnovationen sollte schon im Dezember gegründet werden, dann hieß es, sie kommt im Januar. Passiert ist bis heute nichts. Was läuft da schief?

Foto:  Pxhere - cco 1.0.

ES GIBT DA DIESEN berühmten Satz des Philosophen Paul Watzlawick: "Man kann nicht nicht kommunzieren." Was er praktisch bedeutet, kann man derzeit an der Pressearbeit des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) beobachten. Man muss nur nach dem Thema Agentur für Sprunginnovationen fragen.

 

Es war an einem Spätsommertag Ende August, als BMBF-Chefin Anja Karliczek (CDU) zusammen mit ihrem Kollegen Peter Altmaier (ebenfalls CDU) aus dem Bundeswirtschaftsministerium vor dem Kanzleramt stand und verkündete: "Es ist ein guter Tag für Deutschland." Das Kabinett habe soeben beschlossen, "eine Agentur der Denker und Macher" zu gründen. "Wir wollen neue Produkte, neue Geschäftsmodelle und vor allem neue hochwertige Arbeitsplätze in Deutschland schaffen. Wir wollen der Welt zeigen: Zukunft wird in Deutschland gemacht." Die Agentur werde "mit einem kräftigen Rückenwind auf Mission geschickt." Sie solle, so teilten BMBF und Wirtschaftsministerium mit,  noch 2018 gegründet werden, um dann Anfang 2019 starten zu können.

 

Mehr lesen...



Streit um Bildungsföderalismus: Steht Einigung bevor?

Die Unterhändler von Bund und Ländern haben Text ausgearbeitet, der Vermittlungsausschuss soll den Kompromiss möglichst nächste Woche besiegeln. Doch es bleibt mindestens ein Knackpunkt.

DER VERMITTLUNGSAUSSCHUSS von Bundesrat und Bundestag steuert offenbar auf eine Einigung im Grundgesetz-Streit zu. Gestern traf sich die zu diesem Zweck eingesetzte Bund-Länder Arbeitsgruppe und hat dem Vernehmen nach einen Kompromissvorschlag ausgearbeitet. Da sei ordentlich Bewegung drin gewesen in den vergangenen Tagen, kommentieren Insider unisono.

 

Deutlich wurde heute Nachmittag auch, dass mit einer formalen Beschluss im Vermittlungsausschuss diese Woche nicht mehr zu rechnen ist. Die für heute geplante Sitzung hatten die Vertreter von Bundestag und Bundesrat kurzfristig abgesagt, um die von der Arbeitsgruppe formulierten Textfassung in den Fraktionen und Landesregierungen zu diskutieren. Als neuer Termin wird derzeit der 20. Februar genannt.

 

Mehr lesen...


Teure Track: Was kann Deutschland von den USA lernen? 

In Amerika ist es das Rückgrat des hochschuleigenen Karrieresystems. Aber trägt es noch? Von Jeffrey Peck.

Jeffrey Peck. Foto: privat

IRGENDWIE KOMME ICH immer wieder auf das Thema Tenure Track zurück. Wahrscheinlich beschäftigt es mich besonders, weil eine amerikanische Struktur zunehmend auch in Deutschland installiert wird, spätestens seit Bund und Länder dazu ein milliardenschweres Programm aufgelegt haben. Das deutsche Bildungssystem befindet sich dadurch in einer zum Teil komplizierten Übergangsphase, über die ich mir Gedanken mache. Und da ich selbst derzeit in einer Übergangsphase bin, gibt es auch persönliche Gründe, dass mich dieses Thema besonders bewegt, und zwar über seine rein formalen, administrativen Aspekte hinaus.

 

Ich stehe am Ende meiner vierzigjährigen akademischen Tenure Track Karriere in Forschung und Lehre. Und in den letzten sieben Jahren als "Dean of Arts and Sciences" an einer amerikanischen Hochschule war ich derjenige, der für die Entwicklung der Karriere der jungen Assistant Professors bei ihrem Einstieg in den Beruf verantwortlich war. Ich habe sie interviewt, eingestellt und in den folgenden Jahren betreut, in denen sie dann ihren Weg im System fanden. Das war ein wesentlicher und wichtiger Teil meiner Arbeit, den ich sehr ernst genommen und zugleich sehr genossen habe.

 

Anfang und Abschluss sind zwei Seiten jedes Berufslebens, die mit sehr verschiedenen Erwartungen und Emotionen erfüllt sind. Und vielleicht sind diese Erwartungen und Emotionen besonders ausgeprägt bei Menschen, die den größten Teil ihres Lebens an einer Hochschule verbringen. Jedenfalls bin ich davon überzeugt, dass man Wissenschaftlerkarrieren nur dann in ihrer Komplexität richtig erfassen wird, wenn man die Bedeutung gerade dieser beiden Phasen mitdenkt. Wenn man sie mitdenkt und angemessen berücksichtigt auch bei der Konstruktion eines Tenure Track Systems. 

 

Mehr lesen...


Sie wollen mehr wissen? Schauen Sie doch direkt in meineBLOG nach. In der rechten Randspalte sind alle Beiträge nach Kategorien und Themen sortiert. Viel Spaß beim Stöbern!

...und hier geht es zu meinem RSS Blog-Feed...