JAN-MARTIN WIARDA

Journalist     Moderator     Fragensteller


Willkommen auf meiner Website.

Wenn Sie mehr erfahren wollen über mich und meine Themen, sind Sie hier richtig. Schauen Sie doch auch mal in meinen Blog, in dem ich regelmäßig aktuelle Ereignisse in Bildung und Forschung aufspieße. Ich freue mich auf Ihr Feedback.


17. Februar 2020

Altersgrenzen-Starrsinn

Spätestens Ende 60 fällt das Karriere-Fallbeil: Fähige und produktive Forscher werden gegen ihren Willen in Pension geschickt. Damit muss Schluss sein.

Nietzschedenkmal auf dem Holzmarkt in Naumburg.   Foto: Harald Henkel/Flickr/ CC BY-NC 2.0.

AUCH IN DER WISSENSCHAFT gibt es alte weiße Männer, viele sogar, deren Pensionierung keinen großen Verlust bedeuten wird.

 

Es sind Professoren, die am liebsten hätten, dass alles so bliebe, wie es immer war. Männergeprägte Hierarchien halten sie für den Ausdruck akademischer Exzellenz, Diversität nennen sie einen Modebegriff. Und sie arbeiten sich an Jugendlichen ab – speziell solchen, die an der Spitze von Fridays for Future stehen und zu Recht auf die dramatischen Versäumnisse der Älteren hinweisen.

 

"Alter weißer Mann"
ist eine Geisteshaltung

 

Daraus sollte man freilich nicht schließen, dass die jüngeren Forscherinnen und Forscher automatisch schlauer sind. Der Terminus "alter weißer Mann" beschreibt, so verstehe ich ihn, eine Geisteshaltung, die zwar mit dem entsprechenden demografischen Zustand korreliert, aber eben keineswegs perfekt. Anders formuliert: Es arbeiten auch an den Hochschulen zum Glück jede Menge weltoffene Alte und leider erstaunlich beschränkte Junge.

 

Mehr lesen ...



Worüber Professoren sich Gedanken machen

Wie steht es um die Wissenschaftsfreiheit in Deutschland? Eine Umfrage unter Hochschullehrern fördert spannende Ergebnisse zu Tage. Manche Antworten sind überraschend, andere einfach nur verwirrend.

ALSO WAS DENN NUN? Sollten uns die Ergebnisse der Umfrage, die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) und Deutscher Hochschulverband (DHV) da in Auftrag gegeben haben, nun sorgen oder nicht? Und wenn schon sorgen, inwiefern eigentlich? Weil es überhaupt Wissenschaftler gibt, die sich in ihrer Wissenschaftsfreiheit eingeschränkt fühlen? Oder weil einige dieser Wissenschaftler bemerkenswerte Vorstellungen von dem haben, was alles auf dem Campus erlaubt sein sollte – und was nicht?

 

Zunächst ein paar Daten. Das Institut für Demoskopie Allensbach hat rund 6000 Hochschullehrer angeschrieben, die meisten davon Professoren, letztere zufällig ausgewählt und damit für die Gesamtheit der Professoren in Deutschland repräsentativ. Gut 1100 der 6000 haben sich befragen lassen: zur von ihnen wahrgenommenen Forschungsfreiheit an deutschen Universitäten, auch im internationalen Vergleich, zum Meinungsklima und zu "Faktoren, die die Forschung erschweren". 

 

Mehr lesen...


"Wenn die Maschine Unsinn macht, zieh den Stecker raus!"

Wie verändert die Künstliche Intelligenz unsere Gesellschaft? Wie kann die Wissenschaft mit Vorbehalten in der Bevölkerung produktiv umgehen? Ein Gespräch zwischen der KI-Expertin Fruzsina Molnár-Gábor und dem neuen Generalsekretär der Volkswagen-Stiftung, Georg Schütte.

Über den Dächern von Berlin: Georg Schütte, Fruzsina Molnar-Gabor. Fotos: Gordon Welters.

Frau Molnár-Gábor, alle reden drüber. Wir heute auch – aber worüber eigentlich genau? Wie würden Sie "künstliche Intelligenz" definieren?

 

Molnár-Gábor: Ich habe bisher eigentlich nur Tagungen besucht, bei denen wir uns nicht auf eine Definition einigen konnten. Manche sagen, bereits die Biostatistik sei eine Form von KI gewesen und die KI daher nicht wirklich etwas Neues. Ich selbst würde die KI am ehesten darüber definieren, dass sie Entscheidungen und Aktionen maschinell übernehmen kann, die bisher Menschen getroffen und ausgeführt haben.

 

Schütte: Im Digitalrat der Bundesregierung sagt mir eine junge Unternehmerin: "Immer wenn wir nicht wissen, womit wir es zu tun haben, nennen wir es KI. Wenn wir es wissen, dann benennen wir es genauer, etwa als Mustererkennung von Gesichtern, also Gesichtserkennung, oder auf Röntgenbildern zur Krebsdiagnose." Ich finde, das charakterisiert die aktuelle gesellschaftliche Debatte sehr gut. Das Wort wird so allgemein benutzt, dass es bisweilen nicht mehr greifbar ist.

 

Ist diese mangelnde Greifbarkeit der Grund, warum sich in Teilen der Gesellschaft eine kritische Haltung gegenüber der KI aufgebaut hat?

 

Schütte: Es hilft, wenn wir das "Wer" der Betroffenen durch das "Was" der Betroffenheit ersetzen. Dass wir anstatt abstrakt über "Künstliche Intelligenz" zum Beispiel konkret über Roboter in der industriellen Produktion reden. Dann sind wir in der Lage, vorhandene Ängste zu adressieren und die real vorhandenen Gefahren einzuordnen. Gefahren, die damit anfangen, dass Roboter nicht mehr im Käfig agieren, sondern direkt mit Menschen zusammenarbeiten. Es geht also um die Frage, wie sich die Arbeitswelt verändert und wie wir die Sicherheit der Menschen am Arbeitsplatz sichern können. Darauf kann man dann konkrete Antworten geben.

 

Mehr lesen...


Sie wollen mehr wissen? Schauen Sie doch direkt in meineBLOG nach. In der rechten Randspalte sind alle Beiträge nach Kategorien und Themen sortiert. Viel Spaß beim Stöbern!

...und hier geht es zu meinem RSS Blog-Feed...