JAN-MARTIN WIARDA

Journalist     Moderator     Fragensteller


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Wenn Sie mehr erfahren wollen über mich und meine Themen, sind Sie hier richtig. Schauen Sie doch auch mal in meinen Blog, in dem ich regelmäßig aktuelle Ereignisse in Bildung und Forschung aufspieße. Ich freue mich auf Ihr Feedback.


19. Juli 2019

Qual der Wahl

Seit heute steht fest, wer Gründungsdirektor der Agentur für Sprunginnovationen wird. Rafael Laguna de la Vera wird viel Kraft brauchen – und muss sie schon bei der Wahl des Standortes für die neue Einrichtung unter Beweis stellen.

HEUTE HABEN DIE BUNDESMINISTER Anja Karliczek und Peter Altmaier (beide CDU) bekanntgegeben, dass Rafael Laguna de la Vera Gründungsdirektor der neuen Agentur für Sprunginnovationen werden soll. So habe es die Gründungskommission unter der Leitung des Max-Planck-Forschers Dietmar Harhoff einvernehmlich entschieden. Auch sprach sich die Kommission für eine "gut entwickelte, urbane Region mit starker Wissenschaftsorientierung" als künftigen Standort für die Agentur aus, "zum Beispiel die Metropolregion Berlin", wie es hieß. 

 

Dass Rafael Laguna de la Vera, 55, geboren in Leipzig, in Betracht kam, war in den vergangenen Tagen immer deutlicher geworden. Auch wenn der Unternehmer einer breiteren Öffentlichkeit nicht bekannt ist, darf er als inhaltlich gute Wahl gelten: Er ist Mitgründer des 2005 gestarteten, international erfolgreichen Software-Unternehmens Open-Xchange AG, Harhoff bezeichnete ihn bei LinkedIn als "Technologiepionier, Gründer, Innovator". Die grüne Bundestagsabgeordnete und Innovationsexpertin Anna Christmann sprach in ihrer ersten Reaktion von einer Persönlichkeit, die als Vertreter der Open-Source-Bewegung für innovative Ansätze und digitale Souveränität in Europa stehe. 

 

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Bluttest-Skandal: Kommission legt kurz vor ExStra-Entscheidung Zwischenbericht vor

Die Angaben und Schlussfolgerungen sind zum Teil noch vage, doch schon jetzt bietet sich ein dramatisches Gesamtbild.

SO SEHR DAS Universitätsklinikum Heidelberg die Aufklärung des Bluttest-Skandals verspricht, das vorläufige Ergebnis der zu diesem Zweck eingesetzten Untersuchungskommission will man dann doch nicht ganz oben auf der eigenen Website präsentieren. 

 

Gestern hat die siebenköpfige unabhängige Expertengruppe ihren ersten Bericht vorgelegt, übermorgen entscheidet sich, ob die Universität Heidelberg Exzellenzuniversität bleiben darf. Doch heute Mittag schmückt den Online-Auftritt der Uni-Klinik ein aus dem Mai stammender "Aktuelles"-Aufmacher: "Erfolgreiche Sonderforschungsbereiche der Medizinischen Fakultät Heidelberg", 34 Millionen Euro spendiere die DFG dafür.

 

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Blick zurück (13)

Hier Spitze, dort Breite

Wie die Exzellenzinitiative die Universitätslandschaft neu sortiert. Eine Geschichte aus Berlin und Hamburg – erschienen in der ZEIT am 10. März 2011.

Hauptgebäude der Universität Hamburg   Foto: Merlin Senger / wiki - CC BY-SA 3.0

NORMALERWEISE LIEGEN zwischen Hamburg und Berlin ziemlich genau 300 Kilometer, doch an diesem Abend haben sich die Distanzen verschoben. Dieter Lenzen, der immer noch neue Präsident der Universität Hamburg, sitzt in seinem weitläufigen Büro an der Edmund-Siemers-Allee und versucht, die Enttäuschung aus seinem Gesicht zu lächeln. »Die Chance war äußerst gering, wir wussten das«, sagt er. Jan-Hendrik Olbertz, der noch neuere Präsident der Humboldt-Universität (HU) Unter den Linden, hat derweil ein anderes Problem. Er will sich nicht zu sehr freuen. »Eine Tasse Kaffee, ein Stück Marzipantorte, und weiter geht die Arbeit«, sagt er, sachlich-jovial wie immer. 

 

Die Exzellenzinitiative geht in die nächste, in ihre letzte Phase. Am Mittwoch vergangener Woche haben Wissenschaftsrat und Deutsche Forschungsgemeinschaft mitgeteilt, welche der 89 Bewerberuniversitäten im Rennen bleiben um die Graduiertenschulen und Exzellenzcluster, vor allem aber um den begehrten Status der »Eliteuniversität«. Wobei alle Beteiligten wieder einmal größten Wert auf die Feststellung legten, dass es Letzteren offiziell gar nicht gebe, gekürt würden lediglich die besten »Zukunftskonzepte«.

 

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Cocktailstunde auf dem Campus

Am Freitag ist das lang erwartete Finale der Exzellenzstrategie. Welche Unis dürfen Siege feiern?

Foto: Harald Funken / Needpix - cco.

WOLFRAM RESSEL WEISS genau, was er am Freitag um 16 Uhr macht. Er wird im Beach-Club stehen, auf der Sandfläche, die Studenten diesen Sommer mitten auf dem Campus Vaihingen aufgeschüttet haben, in der Hand vielleicht einen Cocktail, noch alkoholfrei, um ihn herum ein paar hundert Wissenschaftler und Uni-Mitarbeiter. Und sie alle werden auf die Leinwand starren, auf der die Übertragung aus Bonn läuft. Hoffentlich. Wenn nur nicht die Leitung zusammenbricht. "Und dann schauen wir mal, ob gejubelt wird oder nicht", sagt Ressel, Rektor der Universität Stuttgart.

 

Partys, Bier und Public Viewings: Seit drei Jahren läuft das akademische Rennen um Geld, Ruhm und Ehre, offizielle Bezeichnung: "Exzellenzstrategie", und die letzte Entscheidung begehen die im Wettbewerb verbliebenen Universitäten wie ein WM-Finale. Auf eine gewisse Weise ist sie das ja auch, zumindest für die 19, die es bis hierher geschafft haben. Mehrere K.o.-Runden liegen hinter ihnen, und nur maximal elf von ihnen werden auf der Liste stehen, die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) bei der Pressekonferenz im Bonner Wissenschaftszentrum vor sich liegen hat. Nur sie dürfen sich für mindestens die kommenden sieben Jahre "Exzellenzuniversitäten" nennen. Und eine von den elf, so hofft Ressel, wird Stuttgart sein.

 

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ExStra-Finale: Wie kommen eigentlich die Entscheidungen zustande?

39 Wissenschaftler, 17 Wissenschaftsminister, zwei Gremien und ein Ampelsystem: ein Überblick über ein ausgeklügeltes Auswahlverfahren.

VOM HEUTIGEN DIENSTAG AN an sitzen sie zusammen: die 39 Wissenschaftler, viele davon von ausländischen Universitäten, die das sogenannte Expertengremium der Exzellenzstrategie bilden. 

 

Sie waren auch von Februar bis April dabei, als alle 19 Exzellenzuniversitäts-Bewerber nacheinander von international zusammengesetzten Gutachtergruppen besucht wurden. Nach dem immer gleichen Verfahren haben die Gutachter jeweils zwei Tage lang Präsentationen der Hochschulleitungen und der am Antrag beteiligten Wissenschaftler angehört, sie haben Fragen zu den Anträgen gestellt, und am Ende des zweiten Tages haben sie eine so genannte Evaluation Summary verfasst, eine englischsprachige Bewertung, so wie die ganze Begehung auf Englisch stattfand. Die Summary orientierte sich an den zu Beginn der "ExStra" vom Expertengremium festgelegten Kriterien, sie durfte nach der Begehung nicht mehr verändert werden und ist, wenn man so möchte, das entscheidende Dokument, das über Wohl und Wehe eines Antrages entscheidet.

 

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