JAN-MARTIN WIARDA

Journalist     Moderator     Fragensteller


Willkommen auf meiner Website.

Wenn Sie mehr erfahren wollen über mich und meine Themen, sind Sie hier richtig. Schauen Sie doch auch mal in meinen Blog, in dem ich regelmäßig aktuelle Ereignisse in Bildung und Forschung aufspieße. Ich freue mich auf Ihr Feedback.


23. Juli 2021

Die Macht eines Narrativs

Jetzt warnt auch der Deutsche Lehrerverband vor der "Durchseuchung" der Kinder und Jugendlichen in diesem Winter. Was genau soll da eigentlich drohen? Und was soll diese Debatte? Eine Analyse.

ES IST EIN WIRKMÄCHTIGER BEGRIFF, der Aufmerksamkeit garantiert in der Corona-Debatte – und erst recht in der immer besonders aufgeregten Diskussion über Schulen, Kinder und die Pandemie: Durchseuchung.

 

Heinz-Peter-Meidinger, der Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbandes, weiß das. Er ist ein Profi in Sachen Öffentlichkeitsarbeit und hat der WELT erst jüngst wieder eines dieser Zitate geliefert, die, weiterverbreitet über die Nachrichtenagenturen, in den Medien rauf und runterlaufen, weil sie so schön nach klarer Kante klingen.

 

Niemand könne ausschließen, dass wegen der Delta-Variante und der mangelnden Impfquote eine "enorme vierte Welle" komme, in der dann auch wieder Wechselunterricht nötig werde, sagte Meidinger. "Wer jetzt verspricht, dass es im nächsten Jahr auf jeden Fall vollständigen Präsenzunterricht geben wird, begibt sich auf dünnes Eis. Präsenzunterricht um jeden Preis bedeutet, die Durchsuchung der Schulen in Kauf zu nehmen. So ehrlich sollte die Politik das schon sagen." 

 

Die Botschaft, die kaum verklausuliert mitschwingt: Meidinger ist so ehrlich. Die Kultusminister sind es nicht.

 

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Die Q-Frage

Das DIW Berlin fordert einen Aufbruch in der Kita-Politik. Die Qualität der Betreuung muss besser werden. Das Problem ist aber, dass auch das Quantitäts-Problem noch längst nicht gelöst ist.

IST ES ZUMUTBAR, dass Dreijährige einen Kitaplatz erhalten, der 30 Kilometer von ihrem Zuhause entfernt liegt? 35 Autominuten hin, 35 Autominuten zurück. Macht für die Eltern bis zu 140 Minuten Zeitaufwand am Tag. Jeden Tag. Und für das Kind fast unmöglich, Freundschaften außerhalb der Kitazeiten zu pflegen.

 

Der Landkreis Göttingen fand dennoch, dass er damit seine Pflicht auf Bereistellung eines bedarfsgerechten Ganztagsplatzes erfüllt habe. Und selbst dieses Angebot machte er erst, nachdem die Eltern des dreijährigen Kindes bereits vor dem Verwaltungsgericht geklagt hatten. Geklagt, nachdem sie seit Dezember 2020 vergeblich eine Kita für Kind gesucht hatten und auch vom Landkreis und ihrer Heimatgemeinde Staufenberg keinerlei Lösung angeboten bekamen. 

 

Die Verwaltungsrichter gaben der Familie nun Recht und gewährten ihr vorläufigen Rechtsschutz. Was konkret bedeutet: Der Landkreis Göttingen muss dem Kind ab sofort mindestens einen wohnortnahen Dreivierteltagesplatz mit mindestens sechs Stunden Betreuung pro Tag zur Verfügung stellen.

 

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Bevor es wieder losgeht

Bleibt die gegenwärtige Corona-Dynamik, wird in Berlin in der ersten Schulwoche die Inzidenz von 100 überschritten. Was geschieht da gerade, und was folgt daraus für Kinder und Erwachsene?

Die Entwicklung der täglichen Corona-Fallmeldungen in Berlin. Quelle: RKI-Covid-19-Dashboard.

REGIERUNGSSPRECHER STEFFEN SEIBERT hat neulich gesagt, es werde keinen "Automatismus" geben, dass bei steigenden Inzidenzzahlen wieder die Ende Juni ausgelaufene Bundesnotbremse greife. Die Entscheidung darüber werde von den Fallzahlen, den Impffortschritten und der Einschätzung von Wissenschaftlern abhängen.

 

Eine Aussage, die in Berlin schon in Kürze von Relevanz werden könnte. Dort hat die 7-Tages-Inzidenz laut Robert-Koch-Institut (RKI) 21,8 erreicht. Setzt sich das Fallwachstum der vergangenen zwei Wochen ungebrochen fort, läge sie am 9. August, dem ersten Schultag nach den Sommerferien, bei 93. Einen Tag später würde die 100 überschritten – so dass nach der bisherigen Notbremsen-Logik ab dem Freitag der ersten Schulwoche der Wechselunterricht beginnen müsste. Verlängern wir den Trend um noch ein paar Tage, so würde am 17. August die 165  genommen, ab 20. August, dem Freitag der zweiten Schulwoche, wäre also kompletter Distanzunterricht angesagt. Wenn die Notbremse noch in Kraft wäre.

 

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Wie geht es dem Blog? Wie geht es weiter?

Eine Zwischenbilanz meiner Arbeit zur Jahresmitte – und eine dringende Bitte.

 

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"Das einzige Licht am Ende des Tunnels"

Wie muss sich das Wissenschaftssystem verändern, um nach Corona agiler und resilienter zu werden? Ein Gespräch zwischen dem Informatiker Johannes Schöning und dem Generalsekretär der VolkswagenStiftung, Georg Schütte, über Redundanzen und thematische Bazookas, die Handlungslogiken von Forschern und Politikern und einen neuen Führungsstil in der Wissenschaft.

Georg Schütte (links) und Johannes SchöningFotos: Ludwig Schöpfer für VolkswagenStiftung.

Herr Schöning, Sie sind Informatiker an der Universität Bremen. Wie hat die Corona-Krise Ihre Arbeit getroffen?

 

Johannes Schöning: Meine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Entwicklung, Implementierung und Evaluierung von neuartigen Benutzerschnittstellen. Da der Mensch bei uns in der Mensch-Technik-Interaktion im Mittelpunkt steht, bedeutete es gerade für unsere Promovierenden und Studierenden einen tiefen Einschnitt, dass wir seit über einem Jahr keine Studien mehr im direkten Kontakt mit Nutzern durchführen können. Ich weiß aber auch, dass andere Disziplinen deutlich stärker unter den Einschränkungen leiden als wir. 

 

Herr Schütte, seit Januar 2020 sind Sie Generalsekretär der VolkswagenStiftung. Was hat die Krise für Sie bedeutet?

 

Georg Schütte: Auch wir mussten als Organisation unter neuen Bedingungen arbeiten lernen, das heißt: ortsunabhängiger und flexibler. Inhaltlich haben wir unsere Autarkie genutzt, indem wir schon im Frühjahr 2020 Förderangebote im Corona-Kontext gemacht haben (Ausschreibung "Corona Crisis and Beyond"). Denn die wissenschaftlichen Leerstellen, die durch die Pandemie entstehen, sind sehr groß. Sie gilt es ein Stückweit auszugleichen.

 

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Der Gipfel der Bildung

Patrick Honecker und Jan-Martin Wiarda bitten zum "Gipfel der Bildung".

 

Hören Sie doch mal rein! Alle Folgen des Podcast finden Sie hier.



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