JAN-MARTIN WIARDA

Journalist     Moderator     Fragensteller


Willkommen auf meiner Website.

Wenn Sie mehr erfahren wollen über mich und meine Themen, sind Sie hier richtig. Schauen Sie doch auch mal in meinen Blog, in dem ich regelmäßig aktuelle Ereignisse in Bildung und Forschung aufspieße. Ich freue mich auf Ihr Feedback.


11. August 2022

"Jugendliche sind noch offener"

Der Berliner Exzellenzverbund BUA will sein nächstes Forschungsprogramm von Schülern mitbestimmen lassen. Ist das mehr als ein Marketingstunt? Ein Interview mit Holger Dobbek vom "Grand-Challenge-Steering-Committee".

Herr Dobbek, die Berlin University Alliance (BUA) fordert neben Forschern auch Studierende und Jugendliche auf, Themenvorschläge für ihr neues Forschungsprogramm einzureichen. Meinen Sie das ernst?

 

Durchaus. Die BUA hat sich als Exzellenzverbund die Aufgabe gestellt, die großen Herausforderungen von morgen zu erforschen, und diese großen Herausforderungen, Grand Challenges genannt, betreffen die Gesellschaft als Ganzes. Die globale Gesundheit, der soziale Zusammenhalt. Das sind die beiden Grand Challenges, an denen BUA-Forscher schon disziplinenübergreifend arbeiten, von den Geistes- über die Naturwissenschaftler bis hin zu den Ingenieuren. Aber es gibt natürlich viele weitere drängende Themen. Den Klimawandel. Die Energieversorgung. Oder ganz andere, die wir als BUA noch gar nicht auf dem Schirm haben. Und da kommen die jungen Leute ins Spiel. Denn Grand Challenges haben es in ihrer Komplexität an sich, dass schon die Art und Rahmung der Fragestellung entscheidend sein können für den Erfolg eines Forschungsprojekts.

 

Mehr lesen...


Bitte weniger Bling Bling

Das U-Multirank wird von seinen Machern als das bessere Ranking gefeiert. Dabei zeigt auch diese Hochschul-Rangliste massive Schwächen. Ein Gastbeitrag von Gerd Grözinger.Das U-Multirank wird von seinen Machern als das bessere Ranking gefeiert. Dabei zeigt auch diese Hochschul-Rangliste massive Schwächen. Ein Gastbeitrag von Gerd Grözinger.

GERADE WURDE DIE NEUE WELLE des U-Multirank (UMR) veröffentlicht. Das ist ein weltweites hochschulbezogenes Ranking entlang mehrerer Dimensionen wie "Teaching and Learning", "Research", "Knowledge Transfer", "International Orientation", "Regional Engagement". Erstellt wird es von einigen europäischen Schergewichten der institutionellen Hochschulforschung wie etwa in Deutschland dem CHE. 

 

Die Medienberichte über das Projekt sind durchgängig positiv. So lobt der ZEITWissen3-Newsletter die dadurch erreichte bessere Tiefenschärfe bei der Leistungsbewertung. Und natürlich kommt allerlei Marktgeschrei von den relativen Gewinnerhochschulen. Es dominieren Schlagzeilen wie: "U-Multirank 2022: Universität Hohenheim erringt Spitzenplatz in der Forschung", "Top-Noten für HTW und Saar-Uni", "HM punktet mit regionalen Kooperationen, Wissenstransfer und pädagogischer Kompetenz", "Top Bewertungen für die Universität Bayreuth im U‑Multirank", "Uni-Siegen erreicht Spitzenwerte im internationalen Vergleich" und so weiter und so weiter.

 

Mehr lesen...



"Das wird eine Debatte über Werte"

Als Staatssekretär ist Thomas Sattelberger schon nach wenigen Monaten zurückgetreten. Und wirkt seitdem wie befreit: Ein Interview über Prioritäten in Zeiten eines neuen Kalten Krieges, Vorwürfe von Verwertbarkeitsrhetorik, leidenschaftsarme Forschungsorganisationen und die Nöte des BMBF.

Thomas Sattelberger. Foto: privat.

Herr Sattelberger, eigentlich hatten wir dieses Interview im Mai führen wollen über Ihre Agenda als parlamentarischer Staatssekretär. Damals sprühten Sie vor Tatendrang. Ein paar Tage später sind Sie dann für viele völlig überraschend zurückgetreten. Was ist da passiert?

 

Mich haben seit Februar zwei große gesundheitliche Herausforderungen in meinem allerengsten Umfeld extrem beaufschlagt, übrigens bis heute. Und dann haben politische Schmutzeleien das Fass zum Überlaufen gebracht.

 

Jetzt können Sie wieder frei von der Leber reden – was Sie immer am liebsten getan haben. Beschreiben Sie für uns, vor welchen Herausforderungen Sie die deutsche Wissenschaftspolitik sehen.  

 

Wir haben es in Deutschland innerhalb weniger Jahre mit vier disruptiven Einschlägen zu tun. Zwei davon, die Klimakrise und die Digitalisierung, hätten uns bereits vor einem Jahrzehnt und früher beschäftigen müssen. Dazu kam die Corona-Pandemie, die den Modernisierungsrückstand vieler staatlicher Institutionen so richtig aufgezeigt hat und deren Bekämpfung zugleich enorme – dreistellige – Milliardensummen gekostet hat. Die  uns nun wiederum bei eben jener Modernisierung fehlen. Und schließlich der russische Angriff auf die Ukraine, die darauf folgende, nötige und eilige Wende in der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik: Weitere 100 Milliarden, die jetzt die Verteidigungsfähigkeit unseres Landes stärken sollen, die man lange hat schleifen lassen. 

 

Mehr lesen...


In eigener Sache

Der Blog feiert sein siebenjähriges Jubiläum und gute Besucherzahlen – aber die Zahl der Unterstützer:innen stagniert.


"Wir dachten, wir hätten über den Digitalpakt die richtigen Weichen gestellt"

Bis 2021 saß Margit Stumpp im Bundestag und war bildungspolitische Sprecherin der Grünen. Jetzt unterrichtet sie wieder als Berufsschullehrerin. Wie blickt sie aufs politische Berlin und die Bildungspläne der Ampel-Koalition? Ein Interview.

Die ehemalige Bundestagsabgeordnete Margit Stumpp, 59, unterrichtet heute wieder als Berufsschullehrerin für Informations- und Medientechnik sowie technische Physik. Foto: privat.

Frau Stumpp, Sie waren vier Jahre lang Bundestagsabgeordnete. Als grüne Fraktionssprecherin für Bildungs- und Medienpolitik haben Sie sich unter anderem stark in der Debatte um den Digitalpakt engagiert. In der Bundestagswahl 2021 haben Sie dann Ihr Mandat verloren, weil Ihr Listenplatz zu weit hinten lag. Was machen Sie jetzt?

 

2017 ist mein Leben in die Bundespolitik gekippt, 2021 ging es für mich wieder in die schulische Realität. Ich bin zurück an der Technischen Schule in Heidenheim und habe meine alte Rolle als Lehrerin für Informations- und Medientechnik wieder. Und wie vor meiner Bundestagszeit bin ich erneut auch für die Netzwerkbetreuung meiner Schule zuständig. 

 

Kommen Ihnen die Jahre in der Bundespolitik inzwischen vor wie Erinnerungen aus einer anderen Welt?

 

Ich bin emotional und gedanklich noch mittendrin in der Welt der Bundespolitik. Als Abgeordnete habe ich viele Anliegen aus der Praxis ins Parlament getragen, für neue Lösungen geworben und Anträge gestellt. Manches davon kam ins grüne Wahlprogramm, und einiges hat sich dann tatsächlich auch im Ampel-Koalitionsvertrag wiedergefunden. Jetzt erlebe ich die praktischen Auswirkungen der von mir mitgeprägten Politik vor Ort, und das setzt bei mir die nächsten Überlegungen in Gang. Was hat sich gebessert? Und umgekehrt: Wo ist der Bedarf zum politischen Handeln jetzt noch größer geworden? Hinzu kommt, dass ich auf der Nachrückerliste stehe für den Bundestag. Insofern lebe ich ein Zwitterleben. Ich bin Lehrerin und Politikerin. 

 

Mehr lesen...


Der Gipfel der Bildung

Patrick Honecker und Jan-Martin Wiarda bitten zum "Gipfel der Bildung".

 

Hören Sie doch mal rein! Alle Folgen des Podcast finden Sie hier.



Sie wollen mehr wissen? Schauen Sie doch direkt in meineBLOG nach. In der rechten Randspalte sind alle Beiträge nach Kategorien und Themen sortiert. Viel Spaß beim Stöbern!

...und hier geht es zu meinem RSS Blog-Feed...