JAN-MARTIN WIARDA

Journalist     Moderator     Fragensteller


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18. Juni 2021

Heben nur die Träume ab?

Heute ist Bewerbungs-Deadline im weltweit ersten "Parastronaut"-Projekt. Schickt die ESA künftig auch Menschen mit Behinderungen ins All? Während die Weltraumbehörde von einem Signal für mehr Diversität spricht, befürchten Kritiker eine Alibi-Veranstaltung.

Wer kommt in Frage? Grafik von der Website des ESA-"Parastronaut"-Projekts (Screenshot).

"IN DER SCHWERELOSIGKEIT sind wir alle gleich", sagte der Ex-Generaldirektor der Europäischen Weltraumagentur (ESA) neulich beim Nationalen MINT-Gipfel, als er über die Bedeutung von Diversität für Wissenschaft und Technik sprach. Deshalb habe die ESA bei ihrer neuen Ausschreibung für Astronauten gezielt Frauen und Männer angesprochen. Zum anderen, fügte er sichtlich begeistert hinzu, "haben wir aber auch Parastronauten, also Menschen mit Behinderung aufgerufen, sich zu melden." 

 

Jan Wörner war sechs Jahre lang Chef der ESA, im Februar endete seine Amtszeit. Die Ausschreibung, von der er sprach, war eine seiner letzten Amtshandlungen. Heute ist Deadline. Die Zahl der Bewerber habe schon eine Woche vor Ablauf der Frist bei über 100 gelegen, teilte die Weltraumagentur auf Anfrage mit.

 

Dass die Teilnehmer des "Parastronaut Feasibility Project" tatsächlich ins All fliegen, verspricht die ESA zwar nicht. Aber sie versichert, Ziel sei genau das, und das Programm sei der Versuch, den Weg zu diesem Ziel zu bereiten. Deutet sich hier also tatsächlich eine bahnbrechende Innovation an? Wird die ESA zum internationalen Vorreiter gegen die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung?

 

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Sag mir, wo du lehrst und ich sage dir, wieviel

Der Umfang der Lehrverpflichtung an deutschen Fachhochschulen unterscheidet sich extrem je nach Bundesland. Wie ist das zu erklären? Und wie konnte eine so große Spreizung überhaupt entstehen? Ein "berechnender" Gastbeitrag von Thomas Elbel.

Ländervergleich: Anzahl der Semesterwochen und der zu leistenden Lehrveranstaltungsstunden. 

"DIE LEHRVERPFLICHTUNG der Professoren, Dozenten und sonstigen Fachhochschullehrer des höheren Dienstes ... beträgt 18 Lehrveranstaltungsstunden", legte die Kultusministerkonferenz (KMK) 1977 fest. Und weiter: "Eine Lehrveranstaltungsstunde umfasst mindestens 45 Minuten Unterrichtseinheit je Semesterwoche". 

 

44 Jahre später gilt der Beschluss immer noch. 18 Semesterwochenstunden (SWS) sind seither ungebrochen das Maß der Lehrverpflichtung der Professor:innen an deutschen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) – trotz der regelmäßigen Erklärungen etlicher Bundesländer, sie behielten sich die Reduzierung vor – und ständiger, gleichlautender Ermahnungen des Wissenschaftsrates. Die 18-SWS-Festlegung findet sich in allen Landeslehrverpflichtungsverordnungen, abgesehen von dem mittlerweile auf 16 SWS reduzierten Pensum für Kolleg:innen aus Sachsen-Anhalt. Und das trotz stetig anwachsender Verwaltungstätigkeiten und der Forschungspflicht auch an HAW, die das Bundesverfassungsgericht 2010 (1 BvR 216/07) erfreulich klar bestätigt hat. Immerhin, könnte man sich trösten, sind dafür wir HAW-Professor:innen (mit Ausnahme von denen in Sachsen-Anhalt) alle gleich gestellt.

 

Nur, dass das leider nicht stimmt. 

 

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"Flexibel auf die Straße gesetzt"

Der Umgang des BMBF mit jungen Wissenschaftlern sei zynisch, sagt Amrei Bahr im Interview. Die Philosophin ist Mitinitiatorin des Hashtags "#IchBinHanna", unter dem Forscherinnen und Forscher auf Twitter über die prekären Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft berichten.

Amrei Bahr, 35, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie der Uni Düsseldorf. Sie hat mit Kristin Eichhorn und Sebastian Kubon die "#IchbinHanna"-Debatte angestoßen. Foto: privat.

Frau Bahr, wer ist eigentlich Hanna?

 

Hanna ist eine Kunstfigur aus einem Video des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Hanna ist Biologin und promoviert. Und anhand ihres fiktiven Lebenslaufs will das BMBF zu erklären, warum das Sonderbefristungsrecht in der Wissenschaft eine gute Idee sei – und was Hanna persönlich davon hat, dass sie sich von einem Kettenvertrag zum anderen hangeln muss.

 

 

Vergangenen Donnerstag haben Sie getwittert: "Ich bin Amrei, 35 Jahre alt, Philosophin", und danach den Hashtag "#IchBinHanna".

 

Stimmt ja auch. Ich bin Hanna. So wie viele tausend andere junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch, die dank des so genannten Wissenschaftszeitvertragsgesetzes alle auf befristeten Stellen hocken. Und die es als zynisch empfinden, dass uns das BMBF-Video als »Verstopfung des Systems« bezeichnet – die nur zu verhindern sei, indem gesetzlich regelt ist, dass unsere Arbeitsverträge nicht zu lange dauern.

 

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Der Gipfel der Bildung

Patrick Honecker und Jan-Martin Wiarda bitten zum "Gipfel der Bildung".

Hören Sie doch mal rein! Alle Folgen des Podcast finden Sie hier.

 



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