JAN-MARTIN WIARDA

Journalist     Moderator     Fragensteller


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05. Juni 2020

Das Bekenntnis

Über Wochen haben die Kultusminister die Schulen nur in kleinen Schritten wieder geöffnet. Damit, sagen sie, ist es jetzt vorbei: Bald sollen wieder alle Schüler täglich zur Schule gehen können. Die Kehrtwende hatte sich angedeutet.

JETZT IST ES OFFIZIELL: Die Kultusministerkonferenz (KMK) will geschlossen und so schnell wie möglich zum Regelbetrieb an den Schulen zurückkehren. Die KMK sei sich einig, sagte ihre Präsidentin Stefanie Hubig heute Nachmittag: "Unsere Schülerinnen und Schüler haben ein Recht auf Bildung. Und dieses Recht kann am besten in einem möglichst normalen Schulbetrieb umgesetzt werden."

 

In ihrer Telefonschalte am Dienstagabend hatten die Kultusminister die Kehrtwende bereits vollzogen, doch die nach der Sitzung entstandene Beschlussfassung hatte erst mit etwas Verzögerung die Zustimmung aller Minister gefunden. Während es also bis heute dauerte, dass Hubig den KMK-Beschluss mitteilen konnte, haben in den vergangenen Tagen zahlreiche Länder bereits die Schulöffnungen verkündet, zuletzt heute das größte Bundesland Nordrhein-Westfalen, das seine Grundschulen schon ab 15. Juni wieder täglich für alle Kinder öffnen wird – obwohl schon zwei Wochen später die Sommerferien starten. "Wenn es um die Bildung geht, zählt jeder Tag", sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). 

 

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Der Notnagel hält nicht ewig

Der Hau-Ruck-Umstieg auf die Online-Lehre ist gelungen. Wer deshalb glaubt, man könne aus der Ausnahmesituation einen Dauerzustand machen, wird weder dem Wesen einer Universität gerecht – noch anspruchsvoller Digitaldidaktik. Ein Gastbeitrag von Andreas Musil.

Andreas Musil, 48, ist Professor für Öffentliches Recht und Vizepräsident für Lehre und Studium der Universität Potsdam. Foto: Karla Fritze.

DAS LAUFENDE SEMESTER hat schon viele Namen bekommen, Digitalsemester ist einer davon. Und das sicherlich zu Recht, wurden doch an fast allen Hochschulen die meisten Lehrveranstaltungen im Hau-Ruck-Verfahren in digitale Formate überführt. Ich habe das vorher so nicht für möglich gehalten und bin sehr stolz auf unsere flexiblen Lehrenden und Studierenden. Ohne das beispiellose Engagement Vieler wäre dieses Semester ein Null-Semester geworden, wie es teilweise auch propagiert worden war. Erste Evaluationen zeigen, dass die neuen Lehrformen teilweise recht ordentliche Zufriedenheitswerte bekommen. Da ist zwar noch Luft nach oben, aber es musste ja auch alles sehr schnell gehen.

 

Aber wie geht es jetzt weiter? Wird es im Herbst ein weiteres Digitalsemester geben? Sollten wir das wollen? Einige Hochschulleitungen haben schon einmal verkündet, dass man wegen der guten Erfahrungen den jetzigen Modus beizubehalten beabsichtige. Ich denke demgegenüber, dass wir so bald wie möglich wieder in einen weitgehenden Präsenzmodus zurückkehren sollten, ohne natürlich auf die neu errungenen Digitalkompetenzen verzichten zu müssen. Das hat im Wesentlichen drei Gründe.

 

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Studierenden-Nothilfe: Antragsstart kommt offenbar später als angestrebt

Das BMBF hatte den 8. Juni genannt. Das Deutsche Studentenwerk setzte sich am Donnerstagnachmittag per Twitter-Nachricht von dem Termin ab – hofft auf Nachfrage aber, mit nur wenigen Tagen Verzögerung loslegen zu können.

DAS DEUTSCHE STUDENTENWERK (DSW) hat Zweifel, ob der vom Bundesbildungsministerium genannte angestrebte Beantragungsstart für die Studierenden-Nothilfe zu schaffen ist. Auf die per Twitter gestellte Frage, ob der 8. Juni absehbar gehalten werden könne, antwortete das DSW: "Ehrlich gesagt: nein – haben wir auch nicht kommuniziert..."

 

Kommuniziert hatte den Termin allerdings der parlamentarische Staatssekretär im BMBF, Michael Meister (CDU) persönlich, und zwar per Pressemitteilung im Anschluss an eine Sitzung des Bundestagsbildungsausschusses vergangene Woche. Besonders pikant ist daran, dass Meister so formulierte, als spreche er für den Dachverband der bundesweit 57 Studierendenwerke. Wörtlich sagte er: "Das DSW strebt an, die Beantragung der Mittel ab dem 8. Juni zu ermöglichen."

 

Dasselbe DSW, das jetzt – übrigens auf eine Frage des Studierendenverbandes fzs – darauf bestand, das selbst gar nicht kommuniziert zu haben. 

 

Das Deutsche Studentenwerk übernimmt die Abstimmung mit den Studierendenwerken vor Ort, über deren Nothilfefonds die Bundesgelder an die bedürftigen Studierenden ausgezahlt werden sollen. Außerdem ist es für die Beauftragung und Ausgestaltung des Online-Tools zur Beantragung und Bedarfsberechnung zuständig.

 

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Zukunftspaket mit Leerstellen

Was Union und SPD in Sachen Forschung und Bildung beschlossen haben und warum sich das Maßnahmenbündel trotz auffälliger Leerstellen insgesamt sehen lassen kann: ein erster Überblick.

MAL SCHAUEN, ob die Spindoktoren Erfolg haben. Neben dem prosaischen Titel "Konjunkturpaket" haben sie die Bezeichnung – oder eher den Ausruf – "Zukunftspaket" ins Rennen geschickt. Wobei damit nicht das gesamte gestern Abend beschlossene 130-Milliarden-Programm gemeint ist, sondern nur die Investitionen, die vermeintlich oder tatsächlich in die Zukunft weisen. 

 

Der Begriff tut es jedenfalls nicht. "Zukunftspaket für solide Finanzen" hieß bereits die Sammlung von Maßnahmen, die die Bundesregierung 2010 beschlossen hatte, um mit den Spät-Folgen der Finanzkrise umzugehen. Damals ging es eher ums Sparen, heute geht es ums Klotzen. 

 

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