JAN-MARTIN WIARDA

Journalist     Moderator     Fragensteller


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16. April 2021

Schwarz-grüne Minister einigen sich auf ExStra-Strategiepapier

Ihre SPD-Kollegen hatten umfangreiche Veränderungen am Exzellenzwettbewerb vorgeschlagen, diese lehnt die sogenannte B-Seite jedoch wortreich ab. In einer zentralen Forderung besteht allerdings Einigkeit: der nach mehr Clustern und mehr Geld.

Die Standorte der Exzellenzuniversitäten und -cluster. Bild: BMBF.

JETZT LIEGEN DIE KARTEN auf dem Tisch. Nach den SPD-Wissenschaftsministerien haben sich auch die Landesregierungen mit Unionsbeteiligung auf ein Strategiepapier zur Zukunft der Exzellenzstrategie (ExStra) geeinigt. Auch sie fordern deutlich mehr Exzellenzcluster als bislang und wollen das ExStra-Budget allein deshalb um mindestens 200 Millionen Euro aufstocken. Andere Pläne der SPD-Seite weisen die B-Länder hingegen in ihrem Papier zurück. 

 

Das vertrauliche "Non-Paper Exzellenzstrategie", koordiniert von Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU), liegt mir exklusiv vor. Es benennt "acht Prinzipien und Kriterien bezüglich der Fortsetzung des Programms", die neben Sibler von den CDU-Wissenschaftsminister:innen von Niedersachsen (Thümler), Schleswig-Holstein (Prien), Sachsen (Gemkow) und dem Saarland (Ministerpräsident Hans) geteilt werden. Ebenso dem Papier zugestimmt haben die grünen Wissenschaftsministerinnen aus Baden-Württemberg (Bauer) und Hessen (Dorn) und Nordrhein-Westfalens parteilose Ressortchefin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

 

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Der neue Bildungspodcast...

 

...mit Jan-Martin Wiarda und Patrick Honecker ist online. In der ersten Folge reden wir über Diversität, Geschlechter-, Religions-, Milieuvielfalt und vieles mehr. Unsere Gästin ist Katajun Amirpur, Professorin für Islamwissenschaften an der Uni Köln.

 

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Bitte wappnen

Die gemeldeten Neuinfektionen bei Kindern und Jugendlichen dürften in Kürze neue Höchststände erreichen. Was das bedeutet – und was nicht.

Quellen: RKI. Gemeldete Neuinfektionen SurvStat@RKI 2.0 (Datenbankabfrage) und Laborbasierte Surveillance von SARS-CoV-2, Wochenbericht vom 13. April 2021. Zahlen aus den Grafiken extrahiert.

DIE STATISTIKEN SAHEN nach Entspannung aus. Auf den ersten Blick zumindest. In der vergangenen Kalenderwoche lag die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen bei Kindern und Jugendlichen so niedrig wie seit drei Wochen nicht mehr. Der Anteil an allen neuen Meldefällen ging sogar auf den niedrigsten Stand seit über einem Monat zurück. Konkret: Zwischen dem 5. und 12. April betrafen 13.799 von insgesamt 117.738 Neuinfektionen Kinder zwischen 0 und 14, das waren 11,7 Prozent. Zwischen 24. Februar und 1. März wurde 7.429 neuinfizierte Kinder und Jugendliche gezählt – deutlich weniger zwar, doch weil die Zahl aller neuen Corona-Fälle zu dem Zeitpunkt bei nur 58.511 lag, ergab sich ein Anteil von sogar 12,7 Prozent.

 

Der zweite Blick ist allerdings deutlich weniger positiv. Denn der überdurchschnittliche Rückgang der Meldezahlen (-21 Prozent) unter Kinder und Jugendlichen seit ihrem Peak in Kalenderwoche 12 lässt sich ausschließlich über den Rückgang an durchgeführten Corona-Tests (-48 Prozent) erklären. Und dann bleibt noch ziemlich viel Infektionsdynamik übrig. Die sich einerseits daran zeigt, dass die Meldezahlen deutlich weniger sanken als die Corona-Tests, und andererseits an den Positivquoten, die besonders bei den 5- bis 14-Jährigen einen Sprung gemacht haben und sich nun an der Spitze aller Altersgruppen befinden. 

 

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Kein normales Stipendium

Der Deutsche Akademische Austauschdienst will pro Jahr 50 bedrohte Studierende und Promovierende nach Deutschland holen. DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee über ein besonderes Hilfsprogramm, Hürden für den internationalen Austausch und die Debatte um die künftige Wissenschaftsfinanzierung.

Joybrato Mukherjee ist Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und Präsident der Universität Gießen. Foto: DAAD_Wilke.

Herr Mukherjee, wer war Hilde Domin?

 

Hilde Domin war eine deutsche Lyrikerin und Schriftstellerin, die ab 1929 unter anderem in Heidelberg, Köln, Bonn und Berlin studierte und 1932 zum Auslandsstudium nach Italien gegangen ist. Da Hilde Domin jüdischen Glaubens war, kehrte sie nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten nicht mehr nach Deutschland zurück. 1939 mussten sie und ihr Mann Italien wegen der dortigen Rassengesetze verlassen und kamen über England und Kanada in die Dominikanische Republik. Seit 1954 lebte und publizierte Hilde Domin dann wieder in Deutschland und wurde als Vertreterin des "ungereimten Gedichts" weltbekannt. Sie liegt in Heidelberg begraben.

 

Nach Hilde Domin ist ein neues vom Auswärtigen Amt finanziertes DAAD-Stipendienprogramm für bedrohte Studierende und Promovierende benannt, denen in ihrem Herkunftsland das Recht auf Bildung verweigert wird. An welche Länder denken Sie da?

 

Erst einmal finde ich, dass das Programm keine bessere Namensgeberin haben könnte als Hilde Domin – in ihrem Verfolgtsein, aber auch in ihrem Mut, trotzdem ihren Weg zu gehen. Wenn man sich heute den Academic Freedom Index anschaut, findet man dort eine Reihe von Ländern, in denen Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Studierende sich in ernster Gefahr befinden. Sie alle kommen für ein Hilde Domin-Stipendium und einen Aufenthalt in Deutschland in Frage. Aktuell ist das Programm besonders unter dem Eindruck der Entwicklungen in Belarus entstanden. Aber wie gesagt: Es ist ein weltweites Programm, wobei Studierende aus EU-, EWR- und EFTA-Ländern ausgeschlossen sind.

 

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Maske auf und durch

Die Öffentlichkeit diskutiert seit einem Jahr über Corona und die Schulen. Sie diskutiert aber nicht über die Lehramtsausbildung. Dabei bekommen auch Lehramtsanwärter*innen die Auswirkungen der Pandemie mit Wucht zu spüren. Ein Praxisbericht von Christopher Kohl.

Christopher Kohl studierte an der Universität zu Köln die Unterrichtsfächer Deutsch und Geschichte. Seit Mai 2020 absolviert er seinen Vorbereitungsdienst an einem Gymnasium im rechtsrheinischen Köln. Hier sieht man ihm im Wechselunterricht. Foto: privat.

UM 9.40 UHR schwirre ich in den Klassenraum. Der Unterricht beginnt erst in 15 Minuten, aber ich will Fehler vermeiden. Denn in einer Stunde soll ich meinen Ausbildern meine vierte Lehrprobe im Fach Deutsch zeigen. Bis dahin bleiben mir also 45 Minuten, um die Kinder einzustimmen – fachlich und persönlich. Denn die Lehrprobe findet in einer halbierten achten Klasse an einem Gymnasium statt, und die Kinder kenne ich bislang nur als sprechende graue Kacheln aus Videokonferenzen. Ich prüfe also, ob der Laptop funktioniert, die Arbeitsblätter vorliegen und die Maske sitzt. Danach geht es los.

 

Der Ruf des Vorbereitungsdienstes im Lehramt ist schlecht. Man absolviert das "Ref" in anderthalb Jahren. Man eignet sich hier das wissenschaftliche Rüstzeug für guten Unterricht an und wendet es direkt in der Praxis an. Man liegt unter dem Brennglas von Ausbildern, Schulleitern und Schülern. Am Ende steht ein Prüfungstag, der zu 50 Prozent die Gesamtnote bestimmt. Diese Regeln gelten für alle; wer Lehrkraft werden will, muss da durch. So sind die Regeln, so ist es normal.

 

Aber in einer Pandemie ist nichts normal. Schulen sind Politika, sie bewegen sich seit einem Jahr zwischen Präsenz-, Distanz- und Wechselunterricht. Die Normalität zerbröselte. Die Regeln blieben. 

 

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