JAN-MARTIN WIARDA

Journalist     Moderator     Fragensteller


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Wenn Sie mehr erfahren wollen über mich und meine Themen, sind Sie hier richtig. Schauen Sie doch auch mal in meinen Blog, in dem ich regelmäßig aktuelle Ereignisse in Bildung und Forschung aufspieße. Ich freue mich auf Ihr Feedback.


20. Mai 2022

Sattelberger tritt überraschend zurück

Der parlamentarische Staatssekretär im BMBF nennt "gesundheitliche und persönliche Gründe". Fehlte ihm der politische Rückhalt?

Thomas Sattelberger im Paul-Löbe-Haus in Berlin. Foto: Wolfgang Maria Weber. 

ES IST EIN PAUKENSCHLAG. Der parlamentarische Staatssekretär im BMBF, Thomas Sattelberger, hat heute Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger um seine Entlassung gebeten. Das bestätigte das Ministerium.

 

Sattelberger selbst verwies auf "gesundheitliche und private Gründe". Es sei für ihn ein Punkt erreicht gewesen, "an dem ich eine Entscheidung treffen musste. Sie ist mir nicht leichtgefallen." Er werde auch sein Mandat als Bundestagsabgeordneter aufgeben.

 

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Wirkung light

Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger präsentiert heute die Evaluation des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Die Befristungsquote ist nach der Novelle 2016 kaum gesunken, die Hoffnungen auf längere Vertragslaufzeiten haben sich dagegen erfüllt – allerdings nur zwischenzeitlich.

Symbolfigur Hanna und Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger. 

Illustration: Screenshot des BMBF-Videos. Foto: Kay Herschelmann.

NEIN, DASS DIE NOVELLE des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes ein Erfolg war, das will auch Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger so nicht sagen. Die 2016 am Gesetz vorgenommenen Änderungen hätten "einige Verbesserungen  für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland" gebracht. Aber, fügt die FDP-Politikerin hinzu, "es gibt nach wir vor Verbesserungsbedarf." Was diplomatisch ausgedrückt ist: Heute Vormittag um elf Uhr präsentiert das BMBF offiziell den mit Spannung erwarteten Evaluationsbericht zur Novelle, und man muss in den Ergebnissen schon sehr genau hinschauen, um größere (und vor allem nachhaltige) Veränderungen gegenüber der Zeit vor 2016 zu finden. 

 

Bereits seit 2007 bestimmt das Wissenschaftszeitvertragsgesetz, kurz WissZeitVG, die Spielregeln, auf deren Grundlage Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen ihre Arbeitsverträge mit dem wissenschaftlichen Personal gestalten dürfen. Vor allem ein Sonderbefristungsrecht für die Wissenschaft, also Ausnahmen und Abweichungen vom allgemeinen Arbeitsrecht, das Langzeit-Befristungen deutlich strengere Grenzen setzt. 

 

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Bundestags-Haushälter: Zukunftsvertrags-Dynamisierung kommt – aber erst 2023

In seiner Bereinigungssitzung legt der Haushaltsausschuss außerdem fest, dass die Polarstern II finanziert werden kann, er sperrt Mittel für Förderagenturen und forciert das Startchancenprogramm für die Schulen.

DER HAUSHALTSAUSSCHUSS des Bundestages hat in seiner sogenannten Bereinigungssitzung einen Maßgabenbeschluss zur Dynamisierung des Zukunftsvertrags "Studium und Lehre stärken" gefasst. Dieser legt fest, dass aus dem Bund-Länder-Programm von 2023 an jedes Jahr drei Prozent mehr an die Hochschulen fließen sollen – analog zum seit anderthalb Jahrzehnten geltenden Pakt für Forschung und Innovation (PFI) für die außeruniversitären Forschungsorganisationen und die DFG.

 

Zwar stand die Dynamisierung bereits im Ampel-Koalitionsvertrag, doch hatte es zuletzt Unsicherheiten und Irritationen gegeben, ob und wann es tatsächlich damit losgehen würde. Denn in der BMBF-Haushaltsplanung fehlte der nötige Ausgabenposten auch für die kommenden Jahre noch völlig. Zudem hatte Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) im April in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) nach Berichten von Länderkollegen zeitweise so geklungen, als wolle sie die Dynamisierung nach hinten schieben.

 

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Fragen an Neugebauer

Die Fraunhofer-Gesellschaft lädt zur Jahrestagung nach Hamburg. Viele Teilnehmer werden dabei genau auf Präsident Reimund Neugebauer schauen.

Reimund Neugebauer. Foto: P2jj, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.

AUF DIE NÄCHSTEN BEIDEN TAGE dürfte sich Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer besonders gut vorbereitet haben. Die Jahrestagung von Europas größter Organisation für angewandte Forschung in Hamburg steht an. Es ist die erste seit Neugebauers vorzeitiger (und insofern überraschender) Wiederwahl im vergangenen Sommer – und all den Debatten und Vorwürfen um den 68-Jährigen, die seitdem folgten.

 

Los geht es heute Vormittag mit der Sitzung des Fraunhofer-Senats, zu dem neuerdings auch der parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Thomas Sattelberger, gehört. Als seine FDP in der Opposition war, forderte der frühere Spitzenpolitiker mit Nachdruck Aufklärung von Fraunhofer und dem BMBF. Jetzt ist er für diese Aufklärung selbst mit zuständig. 

 

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Die Forschungsorganisationen machen ernst

Jetzt hat "Wissenschaft im Dialog" offiziell Post von den Präsidenten von DFG, Helmholtz & Co erhalten. Sie wollen dem Wisskomm-Thinktank die Grundfinanzierung kürzen.

JETZT IST ER RAUS, der Brief der vier großen Forschungsorganisationen und der DFG, bestätigt deren Sprecher Marco Finetti. Unterzeichnet haben ihn alle fünf Präsidenten, Adressat ist "Wissenschaft im Dialog" (WiD), ein auch international gefragte deutsche Thinktank der Wissenschaftskommunikation. Dessen Grundhaushalt von eben jenen Forschungsorganisationen von Helmholtz bis Max Planck bestritten wird, die auch einst WiD-Gründungspaten waren.

 

Doch jetzt wollen die großen Fünf ihre Zuschüsse zum WiD-Grundhaushalt halbieren und den Rest direkt in WiD-Projekte stecken, "deren Auswahl zwischen Gesellschaftern und WID systematischer als bislang abgestimmt werden soll". Dass ein solcher Brief in der Mache war, hatte ich vergangene Woche berichtet. Die Pläne seien Teil des Strategieprozesses von WiD, der aktuell laufe. Außerdem soll es darum gehen, die "Finanzströme" sauberer als bisher auseinanderzuhalten. Sagen die Forschungsorganisationen.

 

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Blog-Finanzierung

Wie sich die finanzielle Situation dieses Blogs aktuell entwickelt:


"Im Zweifel auch mal ein Stück rausschneiden"

Was sind eigentlich Forschungsmuseen? Und warum könnten sie bei der Transformation der Wissenschaft eine besondere Rolle spielen? Ein Gespräch zwischen der Chefin des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Alexandra Busch, und Johannes Vogel, dem Direktor des Museums für Naturkunde Berlin.

"Bottled specimens" – an Exponaten mangelt es dem Berliner Naturkundemuseum nicht.

Bild: Daderot, CC0 / Wikimedia Commons.

Frau Busch, was ist eigentlich ein Forschungsmuseum?

 

Alexandra Busch: Das Besondere an Forschungsmuseen ist, dass sie nicht nur bewahren, sammeln und Ausstellungen kuratieren, sondern dass sie zugleich intensiv objektbasiert forschen.  

 

Was bedeutet das zum Beispiel für Ihr Museum, das Römisch-Germanische-Zentralmuseum (RZGM), Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie, in Mainz, das voller archäologischer Fundstücke ist, angefangen von der Altsteinzeit bis zum Hochmittelalter?

 

Busch: Unsere Einrichtung ist einst aus der Idee entstanden, an einem Ort Kopien aller wichtigen Objekte und Denkmäler der antiken Welt zusammenzubringen, um sie in ihrer Funktion, Bedeutung und in ihren Zusammenhängen miteinander vergleichen zu können, und damit zugleich die Epochen und Gesellschaften, aus denen sie stammen. Normalerweise liegen Exponate, wie wir sie haben, in vielen unterschiedlichen Museen auf der Welt verstreut. Durch unsere Sammlung können wir kulturelle Entwicklungen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Museum erlebbar machen. Allerdings lassen sich unsere Kopien nicht auf ihre materielle Zusammensetzung analysieren. Dass machen wir dann in Zusammenarbeit mit anderen archäologischen Museen anhand von deren Sammlungen. 

 

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Der Gipfel der Bildung

Patrick Honecker und Jan-Martin Wiarda bitten zum "Gipfel der Bildung".

 

Hören Sie doch mal rein! Alle Folgen des Podcast finden Sie hier.



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