JAN-MARTIN WIARDA

Journalist     Moderator     Fragensteller


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21. Mai 2019

Die Stunde der Kängurus

Mehr Chancengerechtigkeit, da sind sich viele Pädagogen einig, geht nur mit echten Ganztagsschulen. Warum gibt es dann so wenige? Über Eltern, Lehrer und die Tücken der Statistik.

"Ich mag keine Vorträge halten": Grundschullehrer Moritz Uibel lässt vor allem die Kinder reden, wenn sie im Sitzkreis der Känguru-Lerngruppe versammelt sind. Foto: JMW.

ES IST 14.30 UHR, und Moritz Uibel beschließt, dass es Zeit ist für einen Tempowechsel. Gerade hat er mit seiner Lerngruppe, den Kängurus, im Kreis an der Tafel gesessen, auf Hockern und Turnbänken, wie sie das immer zu Beginn einer Stunde tun. Doch Silas* zappelte, Sarah pikste Ceyda in die Seite, und Luca redete, obwohl er das Redekänguru nicht in der Hand hielt. Also ruft Moritz Uibel: "Wir schreiben jetzt eine Runde Blitz!" 20 Dritt- und Viertklässler stürmen zu ihren Tischen, holen den Arbeitsbogen heraus, auf dem "Blitzschreiben" steht, darunter 20 Wörter aus dem Bremer Grundwortschatz. "Uhr" zum Beispiel, "lang" oder "geben". "Die Zeit läuft", sagt Moritz Uibel.

 

Ein Mittwochnachmittag im Bremer Stadtteil Buntentor: Während für die meisten Kinder in Deutschland die Schule längst vorbei ist, haben sie bei Herrn Uibel noch zwei Schulstunden vor sich. Bis 16 Uhr geht der Unterricht an der Ganztagsgrundschule Buntentorsteinweg, doch statt Gemecker breitet sich Schweigen aus, nur die Füller kratzen übers Papier.


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Finanzminister Olaf Scholz enttäuscht die Wissenschaft

Nicht ganz überraschend: Die neue steuerliche Forschungsförderung wird großen Unternehmen helfen, nicht aber der Hochschulen und Instituten.

 

VIELLEICHT BEREUEN EINIGE DER Wissenschaftsorganisationen ja inzwischen ihren "Weckruf". So hatte die FAZ 2017 den Appell genannt, den 22 Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsverbände im Herbst 2017 an die Politik geschickt hatten. Darin stand, und zwar ganz vorn, noch vor der Forderung, die Wissenschaftspakte fortzusetzen: Deutschland müsse die steuerliche Forschungsförderung einführen, damit die "Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung auf für die Wirtschaft" attraktiv seien.

 

Gut anderthalb Jahre später hat das Ministerium von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) einen Entwurf fertig, demnächst kommt er ins Kabinett. Doch aus Sicht von Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen ist er eine herbe Enttäuschung.

 

Angerechnet werden auf die Steuerbelastung können dem derzeitigen Entwurf zufolge nämlich die Personalkosten in Unternehmen, was wunderbar passt zu großen Unternehmen mit eigenen Forschungsabteilungen. Und was extrem wenig bringt für Startups, für kleine und selbst für mittelgroße Unternehmen, deren Innovation im Wesentlichen über Auftragsforschung läuft. Weil sie selten eigenen Forscher haben. Weswegen sie meist öffentliche Wissenschaftseinrichtungen dafür engagieren.

 

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Zeiterfassung: HRK-Präsident Alt fordert eine "Lex Wissenschaft"

Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen reagieren auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs.

Foto: Zoltan Matuska / pixabay - cco.

DIE ANSAGE DES Europäischen Gerichtshofs (EUGH) war eindeutig: Arbeitgeber müssen in der Europäische Union die Arbeitszeiten ihrer Arbeitnehmer komplett erfassen. Bislang ist in Deutschland meist nur die Erfassung von Überstunden vorgeschrieben, doch auch das wird von Unternehmen teilweise sehr lax gehandhabt.

 

Was aberbedeutet das EUGH-Urteil für die Wissenschaft? Zieht an Hochschulen und Forschungseinrichtungen die Stechuhr ein? Nach dem EUGH-Urteil vom Dienstag war es zunächst auffällig still in den Chefetagen der Wissenschaft. Offenbar musste man sich erst sortieren.

 

Inzwischen liegen die ersten Reaktionen vor, teilweise auch nur auf Anfrage. Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Andreas Keller sagt, das Urteil sei zu begrüßen und müsse nun in nationales Arbeitsrecht umgesetzt werden. "Es sollte eigentlich selbstverständlich sein", sagt Keller. "Wer an einer Hochschule oder Forschungseinrichtung lehrt oder forscht oder in Verwaltung, Technik und Wissenschaftsmanagement arbeitet, wird für die geleistete Arbeit bezahlt." .

 

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