JAN-MARTIN WIARDA

Journalist     Moderator     Fragensteller


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18. SEPTEMBER 2018

IN SPITE OF #METOO: PLÄDOYER FÜR EINE WERTVOLLE TRADITION

Warum die Beziehung zwischen Doktorvater, Doktormutter und Doktorand doch eine wundervolle Sache sein kann. Von Jeffrey Peck.

Jeffrey Peck. Foto: privat.
Jeffrey Peck. Foto: privat.

WIE ALLE UNIPROFESSOREN kenne ich beide Perspektiven. Die des Betreuers, viele Male, über viele Jahre hinweg, und  – noch prägender – die des Betreuten. Von meinem eigenen deutschen Doktorvater an einem German Department einer amerikanischen Universität in den 70er und 80er Jahren habe ich gelernt, wie positiv beeinflussend, ja transformativ und bedeutungsvoll die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern unterschiedlichen Alters sein kann.  Eine Zusammenarbeit, die einem sich oft über Jahre erstreckenden Prozess gleicht, der nicht nur die Erarbeitung der Dissertation in enger Begleitung bedeutet, sondern, zumindest bei mir, prägend war für meine intellektuelle Entwicklung und meine gesamte akademische Karriere. 

 

Doch besonders nach dem jüngsten Skandal am German Department der New York University, wo ausnahmsweise ein männlicher Doktorand seine Doktormutter der sexuellen Belästigung beschuldigt hat, muss auch ich einräumen: Womöglich lässt sich diese aus meiner Sicht schöne und wertvolle deutsche akademische Tradition von integrer und gewissenhafter Betreuung in ihrer bisherigen Form nicht halten. Und wenn ich ehrlich bin, konnte auch ich in meinem Umfeld im Laufe der Jahre etliche Fälle beobachten, bei denen ich – von außen und im Nachhinein betrachtet – nicht ausschließen kann, dass Betreuer die gegebenen Machtstrukturen missbraucht haben. In den meisten Fällen, das wissen wir, sind Frauen die Leidtragenden, die Benachteiligten, die Ausgenutzten. Doch egal ob Mann oder Frau: Wir alle, die wir an den Hochschulen etwas zu sagen haben, tragen die Verantwortung, genauer hinzuschauen. Nachzufragen. Zweideutiges nicht zu tolerieren. 

 

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Wer bremst denn da?

Die Verhandlungsplanung von Bund und Ländern zeigt: Der Nationale Bildungsrat wird sich nicht vor 2020 konstituieren. Anja Karliczek hat bei dem Thema offenbar ihren Ehrgeiz eingebüßt.

Dienstsitze von KMK und BMBF. Credits: siehe Artikelende.

AM ANFANG SOLLTE alles ganz schnell gehen. In den ersten Maitagen, nicht einmal zwei Monate nach ihrem Amtsantritt, schickte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) den Kultusministern einen Brief. Darin erläuterte sie ihren Länderkollegen, wie sie sich den Nationalen Bildungsrat vorstellt, dessen Gründung Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart haben. Parallel präsentierte sie ihren Vorschlag hier im Blog.

 

Viele Kultusminister fühlten sich überrumpelt. Nicht nur, weil Karliczek dem Bund in dem neuen Gremium mehr Entscheidungsmacht gönnen wollte als den Ländern. Sondern auch, weil die "Neue" gleich über die Medien (und dann auch noch die digitalen!) gegangen war, anstatt erst einmal hinter verschlossenen Türen mit den Ländern ins Gespräch zu kommen. Karliczeks Kalkül schien klar: Wenn der Bildungsföderalismus und die Kultusministerkonferenz schon so ein schlechtes Image haben, dann lässt sich über die öffentliche Meinung wunderbar Tempo machen und der Einigungsdruck auf die Länder erhöhen. 

 

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Da lässt sich was draus machen

Eine neue Studie belegt: Die Zahl der Quereinsteiger an Berlins Schulen ist nicht nur hoch, sie sind noch dazu extrem ungleich verteilt. Wenn die Politik richtig reagiert, können die Neulinge dennoch eine große Bereicherung werden, sagen die Forscher – und loben die Berliner Senatsverwaltung für ihre Transparenz.

Foto: Cover der Studie (Ausschnitt)
Foto: Cover der Studie (Ausschnitt)

VERMUTLICH WERDEN SICH jetzt wieder alle auf Berlin stürzen. Werden sagen: Typisch Hauptstadt. Nirgendwo sonst ist das Bildungschaos so groß. Und dazu noch jede Menge schlechte Lehrer. Womöglich ist die Sache jedoch etwas komplizierter.

 

Zunächst zu den Fakten. Dass der Lehrermangel besonders die Grundschulen trifft, war bereits bekannt – auch dass die Zahl der Quereinsteiger deshalb dort besonders hoch liegt. In einer heute erscheinenden Studie hat die Bertelsmann-Stiftung jedoch anhand Berliner Schuldaten erstmals empirisch nachgewiesen, was viele vermuteten: dass die Quereinsteiger sich noch dazu an den sogenannten Brennpunktschulen ballen. Konkreter: Ihr Anteil lag dort mit knapp 9,8 Prozent an allen Lehrkräften doppelt so hoch wie an Grundschulen, wo die meisten Schüler aus besser situierten Familien stammen. Und: Während an 16 Prozent der Grundschulen gar keine Quereinsteiger unterrichten, stellen sie an anderen Schulen 20 Prozent und mehr des Personals. Die Daten stammen aus dem vergangenen Schuljahr, inzwischen dürften sie noch höher liegen.

 

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Jetzt mal im Detail

Wie die Reform der Medizin-Studienplatzvergabe aussehen wird, haben die Kultusminister in ihren Eckpunkten bereits festgelegt. Doch viele Fragen blieben offen – bis jetzt. Die neuen Pläne dürften vor allem die sogenannten Altwartenden interessieren.

DIE KULTUSMINISTER TREIBEN die Reform der Studienplatzvergabe voran. Heute Nachmittag und morgen treffen sich die Amtschefs, die höchsten politischen Beamten in der Kultusministerkonferenz (KMK), um die im Oktober anstehende Ministerrunde vorzubereiten. Auf dem Tisch haben sie eine Vorlage der KMK-Arbeitsgruppe "Staatsvertrag Hochschulzulassung", in der die im Juni beschlossenen Eckpunkte der Neuordnung konkretisiert werden. Die AG aus hochrangigen Ministerialbeamten plädiert dafür, die Neuregelung für alle zentralen NC-Fächer einzuführen, nicht nur für den Studiengang Humanmedizin, der vom Verfassungsgerichtsurteil direkt betroffen war.

 

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