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Schöne Zahlen

Weniger registrierte Neuinfektionen, kaum Krankenhauseinweisungen und weniger kranke Kinder: Die Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland macht gerade Hoffnung. Doch wie nachhaltig ist sie?

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Artikelbild: Schöne Zahlen

Grafik: Johns Hopkins University.

INZWISCHEN LÄSST SICH die Trendwende auch optisch auf den ersten Blick erkennen. Wenn man sich die entsprechende Grafik aus dem Corona-Dashboard der Johns-Hopkins-University herauszieht, die deutschen Corona-Tageszahlen seit Februar, sieht man nicht nur, dass Neuinfektionen seit dem Höhepunkt vor fast zwei Wochen langsam zurückgehen. Man sieht auch: Der steile Berg im Frühjahr ist in keiner Weise mit dem sanften Hügel des Spätsommers zu vergleichen. Ob es überhaupt angemessen ist, die Entwicklung seit etwas 20. Juli als "zweite Welle", als "Wellchen" (Olaf Gersemann von der Welt ) oder sonst irgendwie zu bezeichnen, ist dabei Ansichtssache – und hängt sicherlich vor allem davon ab, wie es in den nächsten Wochen weitergeht. Was sich derzeit sicher sagen lässt: eine erneute Zwischenbilanz.

Die Trendwende ist eindeutig und stabil

Heute Morgen meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) 1311 Neuinfektionen, das sind knapp 200 weniger als vergangenen Donnerstag. Die letzten sieben Tage zusammengenommen wurden deutschlandweit 7255 neue Corona-Fälle registriert – gut zwölf Prozent weniger als in den sieben Tagen zuvor. Damit nimmt der Abwärtstrend Fahrt auf. Verglich man die am Sonntag zu Ende gegangene Kalenderwoche 35 mit der Kalenderwoche 34, lag das Sieben-Tages-Minus noch bei gut ...

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Kommentare

#1 -

Gerd Faulhaber | So., 06.09.2020 - 15:39
Vielen Dank für Ihre wie immer fundierte und sachliche Analyse.

Ich tue mich mit dem Begriff "Reiserückkehrer" schwer. Ich bin mir bewusst, dass er weithin verwendet wird. In zahlreichen Gesprächen stelle ich aber immer wieder fest, dass er mit "Urlaubern" gleichgesetzt wird, obwohl die klassischen Urlauber lediglich eine Teilmenge davon sind.

Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg verwendet im ausführlichen donnerstäglichen Lagebericht auf Seite 7 den neutralen, und deshalb aus meiner Sicht besseren Terminus "Importierte SARS-CoV-2-Fälle"

https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Fachinformationen/Infodienste_Newsletter/InfektNews/Lagebericht%20COVID19/COVID_Lagebericht_LGA_200903.pdf

Die Tabelle der relevanten Infektionsländer auf Seite 8 beinhaltet zahlreiche Staaten, die nicht zu den klassischen Urlaubsländern zählen.

#2 -

Eric | Mo., 07.09.2020 - 12:25
Vielen Dank für Ihren Beitrag!



"Doch auch das wäre kein Grund, wieder über die Schließung von Kitas und Schulen zu diskutieren, während der Rest der Gesellschaft offen bleibt. Diese schräge Debatte liegt – hoffentlich – hinter uns."



Das hoffe ich inständig. Es sollte doch mittlerweile genug Evidenzen vorliegen, dass die Kinder, vor allen Dingen die Kleinsten, nicht die gefärhlichen Superspreader sind. Klar: Sind Fälle bekannt, werden auch hier die bekannten Maßnahmen ergriffen, um den Virus einzudämmen. Das kann auch mal eine KiTa/KiGa/Klassen- oder gar Schulschließung bedeuten. Das sollte aber die Ausnahme sein, sonst weiß ich nicht, wie die Eltern den ...

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