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Söder ersetzt Bayerns Wissenschaftsminister Sibler

Eine Entscheidung, die auch bundespolitische Konsequenzen hat: eine erste Analyse.

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Söder ersetzt Bayerns Wissenschaftsminister Sibler
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Söder ersetzt Bayerns Wissenschaftsminister Sibler

Markus Blume (links) wird Nachfolger von Bernd Sibler. Fotos: Steffen Böttcher, CC-0 1.0/Amrei-Marie, CC BY-SA 2.0 .

ES IST EINE PERSONALIE mit bundespolitischer Bedeutung. Im Rahmen einer großen Kabinettsumbildung tauscht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch die Leitung im Wissenschaftsministerium aus. Neuer Ressortchef wird der bisherige CSU-Generalsekretär Markus Blume. Er ersetzt Bernd Sibler, der seit Ende 2018 Minister für Wissenschaft und Kunst war und erst zu Jahresbeginn den stellvertretenden Vorsitz in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern übernommen hatte.

Die Gründe für die Personalentscheidung dürften vielfältig sein. So galt Sibler nie als enger Vertrauter Söders – was unter anderem dazu führte, dass wesentliche Teile des geplanten neuen Hochschulgesetzes direkt in der Staatskanzlei geschrieben und dann an Sibler durchgereicht worden sein sollen. Der dann wiederum dafür die Kritik von Teilen der Hochschulszene abfedern musste. Der gerade 51 Jahre alt gewordene gelernte Gymnasiallehrer für Deutsch und Geschichte tat dies recht erfolgreich, indem er hier und da an den Rändern Zugeständnisse machte, vor allem aber das Tempo aus dem Gesetzgebungsprozess herausnahm. Doch während Sibler so wahrscheinlicher machte, dass das Gesetz Akzeptanz finden würde, brachte ...

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Kommentare

#1 -

na ja | Mi., 23.02.2022 - 16:08
Dass Herr Sibler (''der ruhige, bedächtige Sibler, der immer ein bisschen hölzern wirkte gegenüber einem ins Populistische abgleitenden Ministerpräsidenten – zugleich aber eben auch viel seriöser, was in der Wissenschaft ein wichtiges Pfund war.'') von der Wissenschaft sonderlich ernstgenommen worden wäre, zählt wohl eher zu den Legenden. Man hat ihn immer ein wenig belächelt, den Deutsch- und Geschichtslehrer aus Deggendorf.

#2 -

MüderProf | Do., 24.02.2022 - 13:03
Ich stimme mit #na ja nicht überein! Bernd Sibler ist ein akribischer Arbeiter, der die einzelnen Herausforderungen der Hochschulen in der Regel bis ins Detail kannte und versuchte, die Probleme in seinem Haus zu lösen. Dass er eher ein Pragmatiker als ein Intellektueller ist, war sein Erfolgsrezept. Dass er manchmal belächelt wurde, vielleicht auch. Heute erwarte ich, dass er bald schmerzlich vermisst wird - vor allem von kleinen und mittleren Hochschulen.

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