Verschiebebahnhof DATI
Bundesforschungsministerin Stark-Watzinger wehrt sich gegen den Vorwurf, sie schichte ihren Haushalt zugunsten von "schnellem Impact" um. In Wirklichkeit steckt hinter dem geplanten Rekord-Zuwachs für die neue Transferagentur vor allem eines: eine Mogelpackung.

DAS SEI NICHT ihre Formulierung, schrieb Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger auf Twitter und reagierte damit auf einen Hashtag, der dort in den vergangenen Tagen Karriere gemacht hatte. Und zwar als Symbol für tatsächliche oder befürchtete Kürzungen des BMBF: "#schnellerimpact".
Der Verdacht vieler Wissenschaftler: Das BMBF wolle mit den Einsparungen vor allem das Budget der bestehenden Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) und der geplanten Deutschen Agentur für Transfer und Innovation (DATI) auffüllen.
Es gebe keine Verschiebung hin zu Forschungsaktivitäten mit einem "schnellen Impact", versicherte indes die FDP-Ministerin. "Diese Formulierung ist nicht meine und entspricht weder meiner Haltung noch meiner Politik."
Mehrere Forschende berichteten allerdings, genau dieser Ausdruck sei in dem Schreiben des BMBF an einen Projektträger, das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR), enthalten gewesen, das alle Forschungsanträge für die geplante Phase 2 des BioTip-Förderschwerpunkt abgesagt hatte. Die Absage werde doch in dem Brief begründet mit "aktuell geringeren zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln und neuen Schwerpunktsetzungen hin zu Forschungsaktivitäten, die einen schnellen Impact erzeugen", reagierte denn ...
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