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Die Antwort auf die Krise der Schulen? Nicht weniger Föderalismus, sondern mehr

Als Grund für deutsche Schulmisere gilt vielen die Verantwortung der Länder für die Bildungspolitik. Also mehr Zentralisierung? Nein! Für bessere Bildung braucht es stärkere Länder. Und neue Regeln für ihre Zusammenarbeit.

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Artikelbild: Die Antwort auf die Krise der Schulen? Nicht weniger Föderalismus, sondern mehr

Bild: 1stChristian / Pixabay.

Neulich habe ich hier im Blog für einen Umbau des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) plädiert. Zu einer Trennung von Wissenschaft und Bildung und der Zusammenführung des BMBF-Bildungsteils mit der "Kinder und Jugend"-Abteilung und weiteren Referaten des bisherigen Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Das Ziel einer solchen Reform: eine einheitliche und einheitlich verantwortete Bildungsstrategie des Bundes von der Kita über die Schule bis zur Aus- und Weiterbildung. Bei unveränderter Kultushoheit der Länder. Ich bin überzeugt, dass so auch die Bund-Länder-Zusammenarbeit in der Bildung sehr viel effektiver und ohne Brüche etwa zwischen Kita, Schule und Ganztag laufen würde. Das würde auch der Kultusministerkonferenz mehr abverlangen.

 

Freilich gäbe es auch einen anderen Weg. Er wäre noch deutlich radikaler. Liefe er doch nicht auf den Umbau des Bundesbildungsministeriums, sondern auf dessen Abschaffung heraus. Die FDP-Wahlkampfforderung, die KMK abzuschaffen, hat mich dazu provoziert, diesen Weg in einem Essay aufzuschreiben. Sehen Sie ...

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Kommentare

#1 -

Franka Listersen | Mo., 20.01.2025 - 10:47
Eine interessante Idee. Allerdings nicht ganz konsequent zuende gedacht, denn "mehr Föderalismus" und "Mehrheitsentscheidungen in der KMK" geht nicht wirklich zusammen.



Ich neige inzwischen dazu, dass es fast egal ist, bei wem die Bildungspolitik konzentriert wird, ob beim Bund oder in den einzelnen Ländern, solange einer (und nur einer) mal wirklich verantwortlich ist - und selbst über das Recht zur Mittelerhebung- und verteilung verfügt. Aber das würde noch ein großes Fass aufmachen, Stichwort "eigene Steuerhoheit der Länder".



Die unterschiedlichen Bildungsphilosophien, also "linke" gegen "rechte", mal gegeneinander laufen zu lassen und zu schauen, was "hinten rauskommt", hätte schon Charme. Zumal wenn ...

#2 -

Theodor Mann | Mi., 22.01.2025 - 11:05
Ein durchaus erfrischender Ansatz, wo man doch sonst allenthalben auf den Föderalismus schimpft und das Heil im Zentralismus erhofft. Klappt das denn bei der Gesundheitspolitik?
Mehrheitsentscheidungen in der KMK würden deren Beschlüsse jedoch entkräften und diese zu unverbindlichen Hinweisen machen. Dies wiederum würde ggf. zu mehr Bildungswettbewerb führen und das stelle ich mir wirklich spannend vor.

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