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Mehr Mut? Ja – aber an den richtigen Stellen

Anja Karliczek muss das BAföG nicht neu erfinden. Aber etwas innovativer dürfen ihre Pläne ruhig noch werden.

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Artikelbild: Mehr Mut? Ja – aber an den richtigen Stellen

Tim Reckman: " BAföG ", CC BY-NC-SA 3.0 .

ANJA KARLICZEK WILL eine Milliarde Euro mehr fürs BAföG ausgeben, und fast alle schimpfen. "Unter der Armutsgrenze", finden die Linken. Die Ministerin "dreht die falschen Schrauben", meint die FDP. Die Grünen reden von einem "Heftpflaster" statt einer Trendwende. Immerhin, das Deutsche Studentenwerk sagt: "Die Richtung stimmt", aber es sei fraglich, ob die Erhöhung reicht.

Die "richtigen Schrauben", die "Trendwende" wäre laut FDP und Grünen der Einstieg in eine elternunabhängige Förderung. Mit dem Ergebnis, dass alle Studierenden einen Grundbetrag bekämen, egal, was ihre Eltern verdienen. Auf den zweiten Blick unterscheiden sich die Vorschläge der beiden Oppositionsparteien allerdings. Die Grünen wollen auf den Grundbetrag eine "Bedarfsförderung als Vollzuschuss für die Bedürftigen" draufsetzen. Die Liberalen wollen auch eine zweite Säule: ein Darlehensangebot.

Das mit der Unterstützung für alle klingt erstmal gut. Populär. Aber wäre es wirklich fair, wenn dadurch auch reiche Familien entlastet würden? Absehbar bliebe dann weniger für jene, die es wirklich nötig haben.

Nein, es ist gut, dass sich das Bundesforschungsministerium laut seinem vergangene Woche ...

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