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Macht endlich euren DEAL!

Das Gezerre zwischen der Wissenschaft und Verlag Elsevier um teure Fachjournale versteht allmählich keiner mehr. Beide Seiten müssen sich bewegen. Und zwar jetzt.

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Artikelbild: Macht endlich euren DEAL!

Foto: Gerd Altmann / Pixabay - cco

DER PROJEKTNAME FORMULIERT den Anspruch. Einen DEAL wollen die deutschen Wissenschaftsorganisationen mit den großen Wissenschaftsverlagen aushandeln, Nationallizenzen, die anstelle teurer Einzelabos treten sollen. Parallel wollen die Hochschulen und Forschungseinrichtungen auch noch den Umstieg auf Open Access erreichen, was bedeutet, dass künftig nicht mehr die Leser einer wissenschaftlichen Publikation zahlen sollen, sondern die Institutionen, die hinter den Autoren stehen.

Je länger die Verhandlungen dauern, und sie dauern schon seit Jahren , desto mehr wird der Projektname aber auch zu einer Mahnung: Jetzt macht ihn endlich mal, euren DEAL. Doch ausgerechnet mit dem weltweit bedeutendsten Wissenschaftslag Elsevier stocken die Gespräche nicht nur, sie sind seit Juli 2018 komplett ausgesetzt, auf Initiative der Allianz der Wissenschaftsorganisationen und unter Federführung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).

Die HRK wollte mit dem drastischen Schritt den öffentlichen Druck auf Elsevier erhöhen, was an sich nicht so schwierig sein dürfte, normalerweise reicht schon der Hinweis auf dessen traumhafte Umsatzrendite von zuletzt 37 Prozent, um klar zu machen, wer hier wen ausnutzt. Doch allmählich muss auch ...

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Kommentare

#1 -

Anja Lorenz | Mo., 14.01.2019 - 14:50
Ich korrigiere das Mal:



"Parallel wollen die Hochschulen und Forschungseinrichtungen auch noch den Umstieg auf Open Access erreichen, was bedeutet, dass künftig nicht mehr die Leser einer wissenschaftlichen Publikation[, sowie die Institutionen der Autor*innen, Herausgeber*innen und Reviewer*innen] zahlen sollen, sondern [nur noch] die Institutionen, die hinter den Autoren stehen. [Diese Steuerkassen werden nur einmal belastet]"



Ich sehe derzeit auch keinen Druck auf die Hochschulen. Der aufgeführte Brief der Journal-Herausgebenden ist dafür sicher kein Nachweis (eher ein weiterer Erfolg der Vertragslobby). Wo bleibt denn der Aufschrei der (Nachwuchs-)Wissenschaftler*innen? Wie viele Publikationen oder Promotionen gab es seit dem weniger?



Es wird Zeit, ...

#2 -

Lambert Heller | Di., 15.01.2019 - 18:38
"Einen DEAL wollen die deutschen Wissenschaftsorganisationen mit den großen Wissenschaftsverlagen aushandeln, Nationallizenzen, die anstelle teurer Einzelabos treten sollen." - Teure Einzelabos spielen bei den großen Playern in diesem Geschäft schon lange keine Rolle mehr - es werden bereits seit Jahrzehnten Paket-Deals abgeschlossen. In diesen Paketen sind auch Ramsch-Journals versteckt, auf die Autor*innen verwiesen werden, deren Einreichungen bei als "höherwertig" wahrgenommenen Produkten abgelehnt worden sind. Dies ist das Ergebnis einer von fragwürdigen Anreizen geprägten Publikationskultur, die von Elsevier und Co in den letzten Jahrzehnten wesentlich mitgeprägt worden ist. Ich erwähne das hier nur, weil der Artikel-Anfang so wie er jetzt ist ...

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