Damit die Schulen offen bleiben
Einige der wichtigsten medizinischen Fachgesellschaften sagen in einem neuen Positionspapier, wie Betreuung und Unterricht unter Corona-Bedingungen ablaufen sollten. Dabei differenzieren sie nach Altersgruppen und Infektionsgeschehen. Genau das macht die Stellungnahme so wegweisend.

ES IST EIN PAPIER, das Maßstäbe setzt. Nicht irgendwelche, sondern die für den Regelbetrieb an Schulen entscheidenden. Und das gerade noch rechtzeitig zum Start ins neue Schuljahr. Auch die Autoren und Unterzeichner der gestern veröffentlichten Stellungnahme sind nicht irgendwelche, sondern viele der wichtigsten medizinischen Fachgesellschaften und Verbände, darunter die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin oder auch die Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie.
Und auch wenn es keine offizielle Positionierung des Robert-Koch-Instituts ist, dessen Präsident Lothar Wieler war ebenfalls an ihrer Entstehung beteiligt: 15 Seiten mit Maßnahmen, um einerseits den schulischen Betrieb im neuen Schuljahr auch bei steigenden Infektionszahlen möglichst lange aufrechterhalten zu können und um andererseits Corona-Ausbrüche in Kitas oder Schulen möglichst gar nicht erst aufkommen zu lassen.
Vor allem aber, und das passt zu den gerade erst von Bayern und Sachsen vorgelegten, ebenfalls vorbildlichen Stufenplänen : Auch die Fachexperten verknüpfen die jeweils nötigen Maßnahmen mit dem Verlauf der Pandemie. Was ihr Papier dabei noch stärker zum Vorbild machen sollte für alle Kultusministerien der Republik: Es differenziert, anders als Bayern und Sachsen, auch noch nach dem Alter der Kinder. Denn wie ...
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