Direkt zum Inhalt

Bundestags-Haushaltsausschuss: Caesar darf Max-Planck-Institut werden

Nach den Irritationen durch einen Rechnungshof-Bericht stimmen die Parlamentarier den Plänen von BMBF und Max-Planck-Gesellschaft zu – allerdings unter strengen Auflagen.

VORIGE WOCHE war das Thema auf Betreiben der Koalitionsfraktionen kurzfristig von der Tagesordnung genommen worden, heute Nachmittag fasste der Bundestags-Haushaltsausschuss mit den Stimmen der GroKo einen Beschluss zur Zukunft des Bonner Forschungszentrums "Caesar". Demzufolge gaben die Parlamentarier grünes Licht für die geplante Umwandlung zu einem Max-Planck-Institut, formulierten zugleich aber weitreichende Auflagen.

Vor zwei Wochen hatte der Bundesrechnungshof (BRH) in einem Bericht an den Haushaltsausschuss dem Bundesforschungsministerium vorgeworfen , es wolle aus dem Bundeshaushalt stammende Gelder der "Caesar"-Trägerstiftung in dreistelliger Millionenhöhe am Parlament vorbei an die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) übertragen. Bisher wird das Forschungszentrum über die im Rahmen des Bonn-Berlin-Ausgleichs 1995 gegründete Stiftung finanziert, doch reichten die Netto-Erträge der Stiftung schon seit Jahren nicht mehr aus, um den Forschungsbetrieb nachhaltig zu sichern.

Nach den Plänen von BMBF und MPG soll "Caesar" daher von einem assoziierten zu einem Vollmitglied der Forschungsgesellschaft werden und die Stiftungsmillionen im Betrieb komplett aufzehren dürfen. Doch die BRH-Prüfer warnten in ihrem Bericht, dass, sobald die eingebrachten Stiftungsgelder aufgebraucht seien, zusätzliche Kosten auf die öffentlichen Haushalte zukommen könnten. Schließlich sah der Bundesrechnungshof Interessenkonflikte ...

Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels

Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.

Sind Sie bereits ein registrierter Benutzer / Unterstützer?
Hier können Sie sich einloggen.

Nein, ich habe noch kein Benutzer / Unterstützer-Konto:
zur Anmeldung

Neuen Kommentar hinzufügen

Ihr E-Mail Adresse (wird nicht veröffentlicht, aber für Rückfragen erforderlich)
Ich bin kein Roboter
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.

Vorherige Beiträge in dieser Kategorie


  • Artikelbild: Wir setzen Stabilität über Veränderung

Wir setzen Stabilität über Veränderung

Heute Nachmittag haben die EFI-Wissenschaftsweisen der Kanzlerin ihr Jahresgutachten überreicht. Der Kommissionsvorsitzende Uwe Cantner über Deutschlands Agilitätsproblem und die zu geringe Risikobereitschaft, überfällige Reformen im Wissenschaftssystem – und drohende Kürzungen.


  • Artikelbild: Wir sollten die Uhren nicht auf Februar 2020 zurückdrehen

Wir sollten die Uhren nicht auf Februar 2020 zurückdrehen

Berlins Wissenschaftsstaatssekretär Steffen Krach über seine Kandidatur als Regionspräsident von Hannover, drohende Spardebatten, Lehren aus der Corona-Krise und ein 500-Millionen-Netzwerk für die Klimaforschung.


  • Ärger um caesar

Ärger um caesar

Der Bundesrechnungshof erhebt Vorwürfe: Das BMBF wolle Stiftungsgelder in dreistelliger Millionenhöhe am Parlament vorbei an die Max-Planck-Gesellschaft übertragen. MPG und Karliczeks Ministerium widersprechen.


Nachfolgende Beiträge in dieser Kategorie


  • Zäsur in Münster

Zäsur in Münster

Die Vergabe des 500-Millionen-Projekts in ihre Heimat bedeutete für Anja Karliczek die größte Krise ihrer Amtszeit. 2022 ist die Batterie-Forschungsfabrik fertig, versprachen Bund und das Land NRW seitdem stets. Doch jetzt ist klar: Der Kern der Anlage soll erst mit Jahren Verzögerung fertigwerden, der Projektleiter warnte vor "signifikanten Auswirkungen" auf die ursprünglichen Ziele des Großvorhabens.


  • Artikelbild: Schutzschirm mit eingeschränkter Wirkung

Schutzschirm mit eingeschränkter Wirkung

Wie die außeruniversitären Forschungsorganisationen 200 Millionen Euro aus dem Corona-Konjunkturpaket nicht verbrauchen konnten und trotzdem kein Euro davon für die Hochschulen abfiel.


  • Drei Jahre Funkstille

Drei Jahre Funkstille

2018 hat die Hochschulrektorenkonferenz die DEAL-Verhandlungen mit dem Wissenschaftsverlag Elsevier ausgesetzt. Haben sich beide Verhandlungspartner verkalkuliert?