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An den Rand gedrängt

Was geschlossene Kitas, Schulen und Vereine für die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen bedeuten – und warum kulturelle Teilhabe zur kommunalen Pflichtaufgabe werden muss: ein Interview mit Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss.

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Artikelbild: An den Rand gedrängt

Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss. Foto: Petra Coddington.

Frau Reinwand-Weiss, Sie sind Direktorin der Bundesakademie für Kulturelle Bildung und Mitglied im Rat für Kulturelle Bildung. Der hat jetzt Empfehlungen zum "Kulturraum Kindheit und Jugend " herausgegeben. Was genau ist mit diesem "Kulturraum" gemeint?

Im Rat für Kulturelle Bildung haben wir ein sehr weites Verständnis dieses Begriffs. Für uns umfasst er die formale Bildung, also Schulen und Kitas, genauso wie die non-formalen Bildungseinrichtungen: Musik-, Tanz-, Kunstschulen, Sport- und andere Vereine mit Angeboten für Kinder. Und schließlich ist da der immer wichtigere informelle Bereich – wo es keinerlei pädagogische oder sonstige Anleitung gibt, wo kulturelle Bildung einfach aus dem Alltag der Kinder heraus passiert. In den Familien. Im Skaterpark. Beim Medienkonsum.

Kulturelle Bildung beim Handy-Daddeln?

Warum nicht? Wir erleben doch, dass Kinder und Jugendliche in der Pandemie, wenn Schulen und Vereine geschlossen sind, viel mehr Zeit am Computer, Tablet oder Smartphone verbringen. Als Rat warnen wir davor, dass per se negativ zu sehen. Stattdessen sollten Kitas, Schulen und die non-formalen ...

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