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Netzagentur: Haben die Wissenschaft im Blick

Was passiert in Forschungsinstituten und Laboren, wenn im Winter das Gas knapp wird? Im Gegensatz zu Schulen und Hochschulen gehört die Wissenschaft nicht explizit zum geschützten Bereich. Jetzt äußert sich der Präsident der Bundesnetzagentur und beruhigt – zumindest ein wenig.

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Artikelbild: Netzagentur: Haben die Wissenschaft im Blick

Foto: Pxhere, CC0

KOMMT ES IN FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN und Laboren zu Zwangsabschaltungen, falls im Winter das Gas auszugehen droht und die sogenannte Notfallstufe ausgerufen werden muss? Genau vor den Folgen einer solchen Unterversorgung hatten Wissenschaftspolitiker der CDU-/CSU-Fraktion in einem Schreiben an die Bundesnetzagentur gewarnt – und vor den daraus resultierenden "enorme Risiken und ggf. Rückschläge(n) für den Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland".

Netzagentur und Bundesregierung müssten Vorsorge treffen, damit es nicht zum Verlust tausender Versuchstiere komme sowie technische Forschungseinrichtungen, Instrumente und großtechnische Anlagen geschützt seien, um einen sonst eventuell drohenden "Austritt nuklearer, chemischer oder infektiöser Stoffe" zu verhindern.

Jetzt hat Bundesnetzagentur-Präsident Klaus Müller reagiert – und beruhigt bis zu einem gewissen Grad. Nach Ausrufung der Notfallstufe sei es eindeutig gesetzliche Aufgabe seiner Behörde, die Deckung des "lebenswichtigen Bedarfs" an Gas sicherzustellen, schreibt er den CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Jarzombek und Stephan Albani. Bei der Auslegung dieses im Gesetz nicht weiter definierten Begriffs gehöre vor allem die besondere ...

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Kommentare

#1 -

Christina Reinhardt | Mi., 31.08.2022 - 02:00
Wir müssen uns klar machen, dass wir in den Wissenschaftseinrichtungen weniger auf eine Versorgungskrise als auf eine Finanzkrise zusteuern, die dramatische Ausmaße annehmen kann.

An den Hochschulen werden zur Zeit die Prognosen für die Kostensteigerungen bei Strom und Gas erstellt, mit erschreckend hohen Zahlen, selbst wenn man einen „good case“ annimmt. Die Politik wird hier helfen müssen. Angesichts des Ausmaßes der drohenden Kostensteigerungen sehe ich aber eine reale Gefahr für den Forschungs- und Lehrbetrieb: Um eine Finanzkrise abzuwenden, werden wir betriebliche Einschränkungen vornehmen müssen. Keine guten Aussichten für Studierenden und Forschende nach den pandemiebedingten Einschränkungen der letzten Jahre.

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