Alles, was hilft
Die Ruhr-Universität Bochum verhängte einen Stellenstopp, um noch ihre Energie-Rechnung bezahlen zu können – und verkündete ihn auf Nachfragen selbst per Pressemitteilung. Eine beispielhafte Flucht nach vorn in einer für viele Hochschulen beispiellosen Lage.

Audimax der RUB bei Frühlingswetter , wenn ans Heizen in den 60er-Jahre-Gebäuden keiner denkt. Foto: LeO Tiresias , CC BY-SA 4.0 .
IST DAS NOCH gut gepokert oder schon echte Not? Die Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat wegen der explodierten Energiekosten einen Einstellungsstopp beschlossen. Und, nachdem die Nachricht an die Medien durchgesickert war, nichts kleingeredet, sondern per Pressemitteilung mutig die Flucht nach vorn ergriffen.
Voraussichtlich an die 250 Stellen, die bis Ende Mai durch Rente oder Jobwechsel frei werden, sollen mindestens sechs Monate frei bleiben. Aber nur im nichtwissenschaftlichen Bereich und nur vorübergehend. Denn, wie die Uni betont, es handelt sich nicht um Stellenstreichungen, sondern um einen temporären Aufschub, um einmalig sieben Millionen Euro einzusparen.
Gut gepokert: Mit ihrer Notmaßnahme und noch mehr mit ihrer offensiven Kommunikation der plakativen Stellenzahl setzt die RUB die neue Düsseldorfer Landesregierung gehörig unter Zugzwang. Und das zu Recht: Abgesehen von Energie-Sparappellen und einem im Gegenzug dazu sehr vagen "Wir lassen die Hochschulen nicht im Regen stehen" warteten ...
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