Wissenschaftsfreiheit als Freiheit von Kritik?
Welchen Begriff von Wissenschaftsfreiheit unser Netzwerk wirklich hat, warum wir Kritik jeglicher Art und Richtung unterstützen, aber zugleich die akademische Verbannung von Kritikern wie Kritisierten entschieden ablehnen. Eine Replik von Dieter Schönecker.

Dieter Schönecker ist Professor für Praktische Philosophie an der Universität Siegen und Gründungsmitglied des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit. Foto: privat.
IN SEINEM BEITRAG für den Wiarda-Blog versteigt Karsten Schubert sich zu der These, das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit (NW) vertrete einen negativen Freiheitsbegriff als "die Freiheit von der Kritik durch andere wissenschaftliche Ansätze"; Freiheit bestehe für das NW darin, "frei zu sein von der Einmischung durch kritische Forschung", sie sei die "Freiheit von politischer Einmischung".
Das ist eine geradezu irrwitzige Unterstellung, die nicht dadurch besser wird, dass man sie schon oft genug gelesen hat. Denn Kritik ist für die Wissenschaft eine conditio sine qua non. In jeder Wissenschaft werden Hypothesen, Thesen und Theorien entwickelt, um Dinge zu erklären oder zu verstehen. Sie werden nicht nur ständig kritisiert, sie müssen auch kritisiert werden dürfen; niemand bestreitet das, selbstverständlich auch nicht das NW.
Kritik ist aber etwas anderes als akademische Verbannung (etwa durch Niederbrüllen, Deplatforming und so weiter), die Karsten Schubert in seinem Beitrag zu Recht ablehnt. Wer ...
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Kommentare
#1 - Moin,es ist bemerkenswert, dass dieser Beitrag, dem ich…
es ist bemerkenswert, dass dieser Beitrag, dem ich zustimme, keine kritische Diskussion bislang erfahren hat, wohingegen der Beitrag, gegen den er hier die Stimme erhebt, eine Fülle vor allem positiver Zuschriften erhalten hat. Auch durch Schweigen lässt sich widersprechen …
#2 - Ein ausgezeichneter Beitrag, der sich u.a. durch…
#3 - ad#1: Ich widerspreche der Schlussfolgerung nicht.
#4 - Ich finde es großartig, dass in diesem Blog bei…
#5 - Liebe Leserinnen und Leser,aus gegebenen Anlass der…
aus gegebenen Anlass der Hinweis, dass ich mir gern auch Teile des Wochenendes mit der Familie gönne und es deshalb gelegentlich bis Montagfrüh dauern kann, bevor Kommentare freigeschaltet werden. Dies bedeutet keineswegs, dass ich bestimmte Beiträge aufgrund mir angeblich nicht genehmer Meinungen nicht zulasse.
Wer meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich es üblicherweise öffentlich mache, wenn ich Kommentare nicht freischalten kann und die Gründe nenne: In den meisten Fällen handelt es sich dann um persönliche Angriffe und Verunglimpfungen, die ich in meinem Blog nicht haben möchte. Gibt es einen inhaltlichen Kern, suche ich darüber hinaus den ...
#6 - Sehr geehrte/r Contrarian,vielen Dank für Ihren Kommentar,…
vielen Dank für Ihren Kommentar, den ich vorerst nicht freischalten kann. Bitte kontaktieren Sie mich für eine Rückfrage.
Mit bestem Dank und Gruß
Ihr Jan-Martin Wiarda
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