Wer wird es?
Anja Karliczek will BMBF-Chefin bleiben. Doch auch andere Kandidaten bringen sich in Stellung – oder werden in ihren Parteien als aussichtsreich gehandelt. Eine Übersicht häufig genannter Namen – notwendigerweise subjektiv und unvollständig.

Eine Übersicht möglicher Kandidat:innen für das BMBF. (Anordnung rein zufällig!)
ES WIRD FÜR ALLE in Bildung und Wissenschaft die spannendste Personalentscheidung seit dreieinhalb Jahren. Und für die in der Innovationskrise steckende Republik eine der wichtigsten Weichenstellungen: Wer wird Chef/in im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), wenn die Wahlen gelaufen und die Koalitionsverhandlungen abgeschlossen sind?
Jegliche Prognosen sind diesmal doppelt schwer. Nicht nur, weil die parteiinternen Auswahlkriterien für Spitzenjobs besonderen Logiken von Seniorität, Proporz, Erfahrung und Machtkalkül unterliegen. Sondern auch, weil völlig offen ist, wer mit wem koalieren wird. Und zudem, welche Partei dann den stärksten Anspruch auf BMBF erhebt – oder umgekehrt doch lieber abwinkt. Vielleicht geht es aber auch gar nicht um Ansprüche, sondern um Paketlösungen, so dass Ministerien wie das BMBF eher zufällig bei der einen oder anderen Partei landen.
Ich habe in den vergangenen Wochen mit vielen Gesprächspartnern in den unterschiedlichen Parteien über die BMBF-Frage geredet. Die Namen vieler möglicher Aspiranten wurden genannt – und größtenteils gleich wieder verworfen, weil die Koalitionsszenarien, die sie ins Ministerium befördern würden, nach Auffassung meiner Gesprächspartner zu unwahrscheinlich waren. Am Ende muss es aber ja irgendein Koalitionsszenario und irgendeine Personalentscheidung geben. Genauso ist dieser Artikel zu verstehen: nicht im Sinne einer exakten Vorhersage von Kandidaten oder einer abschließenden Aussage über ihre Eignung, sondern im Sinne einer Aufzählung häufiger gehörter Namen.
Macht die Union es
noch einmal?
Legen wir also los und beginnen mit der Ausgangslage. Seit 2005 ist das BMBF in der Hand der CDU, Anja Karliczek , 50, ist nach Annette Schavan und Johanna Wanka die dritte christdemokratische Hausherrin in Folge. Karliczek will ihr Amt fortsetzen, das hat sie mehrfach gesagt. Doch würde dies dreierlei voraussetzen. Erstens: Die Union bleibt Teil der Bundesregierung. Zweitens: Die Union behält das BMBF. Drittens: Die Parteispitzen einigen sich erneut auf Karliczek. Über erstens kann zurzeit keine Aussage getroffen werden. Zu zweitens war schon nach der Wahl 2017 ...
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Kommentare
#1 - Hatte nix mit "Gebühren" zu tun, es ging um rechtswidrige…
Ich habe den ganzen UA-Bericht gelesen & gerade deswegen schließe ich mich dem "zwingend" an. Das, was ihr die Opposition zum Vorwurf gemacht hat (zu langes Zuwarten), war tatsächlich ein Respektieren der Hochschulautonomie. Als es notwendig war, war das Ministerium handlungsfähig & -bereit. Deswegen finde ich auch "entlastet" nicht ganz richtig: Die Rektorin der Hochschule hat eine Fürsorgepflichtverletzung gesehen, aber es ging nicht um ein mögliches Dienstvergehen bzw. um die Verletzung von Dienstpflichten. Ich bin kein Grünen-Wähler, aber der Pragmatismus, den Frau Bauer in der Zulagenaffäre & in anderen ...
#2 - Ich bitte den Verschreiber zu verzeihen, das sollte…
Beste Grüße!
#3 - Wo wir gerade bei Spekulationen sind: Es kursiert wohl ein…
Quelle: https://twitter.com/martingreive/status/1432696725051949069?s=12
#4 - Eine interessante Übersicht der wichtigsten Figuren, die…
Wer von diesen Personen käme denn in der Wissenschaftscommunity am besten an? Von wem würde sie sich gut vertreten fühlen, wer nimmt ihre Interessen wahr und macht Angebote für diejenigen, die in Forschung und Lehre arbeiten?
Es ist offensichtlich, dass Anja Karliczek diese Kriterien überhaupt nicht erfüllt (die #IchBinHanna-Bewegung und Karliczeks Reaktion darauf ...
#5 - Ob die Aufarbeitung der Zulagen-Affäre Theresia Bauer…
Die plötzliche Versetzung ihres Amtschefs in den einstweiligen Ruhestand ohne eine inhaltliche Erklärung hinterlassen bei mir auch keinen guten Eindruck.
Ihre Stärken und Fachkenntnisse sind zweifelsohne vorhanden. Auch als Bundesministerin würde sie sicher eine gute Figur machen. Aber wahrscheinlich gilt auch für sie der Grundsatz, dass je länger man ...
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