US-Debatte über Mikroaggressionen: Sparen Sie sich die Aufforderung zum Golfspielen
Spinnen die eigentlich, die Amis? Die Welt erzittert unter Terroranschlägen, in den USA werden Schwarze von Polizisten erschossen und Polizisten von Heckenschüssen ermordet, und an den Universitäten zwischen Los Angeles und New York sorgen sie sich um „Mikroagressionen“.
Was das ist, hat neulich eine Mitarbeiterin der Universität von North Carolina beschrieben als Teil einer Liste von Äußerungen, die man auf dem Campus nicht hören wolle: So solle man Leute nicht fragen, ob Sie Lust auf eine Golfpartie hätten, weil ihnen möglicherweise das Geld dafür fehle. Auch sei es besser, Kollegen nicht nach ihrer Herkunft zu fragen, weil dies sie als Fremde brandmarke. Sogar Gespräche über Weihnachten könnten für Nicht-Christen verletzend sein.
Seid nett zueinander, das ist die Botschaft. Die US-Unis wollen Orte des Ausgleichs sein, der Vorurteilsfreiheit und der gesellschaftlichen Inklusion. Aber funktioniert das, indem ich von oben verordne, was akzeptables Verhalten ist und was nicht? Oder ist das Ergebnis eine Political Correctness, die die Freiheit von Forschung und Lehre hemmt?
Das sind die Fragen, die ich mir gestellt habe, als ich für Spektrum.de zu der Debatte recherchiert habe, über die meine ZEIT-Kollegen neulich unter der Überschrift „Die neuen Radikalen“ ...
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