Direkt zum Inhalt

FH-Professur: Der Wissenschaftsrat schwört auf die Berufspraxis

Es ist ein typisches Wissenschaftsratspapier geworden: ein bisschen Grenzverschiebung hier, die Vermeidung echter Tabubrüche dort, und am Ende haben alle das Gefühl: Irgendwie geht es voran. Ein paar Schrittchen zumindest. Die Rede ist von den heute Vormittag veröffentlichten „Empfehlungen zur Personalgewinnung und –entwicklung an Fachhochschulen“, an denen eine Arbeitsgruppe des Wissenschaftsrats (WR) seit November 2014 gesessen hat.



Das bisschen Grenzverschiebung

Bis zu 15 Prozent ihrer Professuren sollen die Fachhochschulen künftig als so genannte „Schwerpunktprofessuren“ ausweisen dürfen – mit einem verringerten Lehrdeputat von 11 statt 18 Semesterwochenstunden, dazu sollen FH-Professuren „in einem gewissen Umfang“ mit der Besoldungsstufe W3 ausgestattet werden. Damit sich das Ganze nicht zu sehr nach Universitätsprofessur light anhört, sollen die Stelleninhaber Aufgabenschwerpunkte „in definierten Leistungsdimensionen“ übernehmen, also keinesfalls, so die implizite Botschaft solch wolkiger Formulierungen, ausschließlich in der Forschung. Außerdem gilt: Wer nicht performt, soll zurück ins Glied, sprich: Die Schwerpunktprofessuren sollen „befristet und leistungsorientiert“ vergeben werden. Es gehe um eine neue Möglichkeit für Professoren, ihre Expertise zu vertiefen und sich persönlich weiterzuentwickeln, erläutert der Wissenschaftsratsvorsitzende Manfred Prenzel heute gegenüber der Presse. Und natürlich könnten die Schwerpunktprofessuren auch ein Argument für leistungsstarke Wissenschaftler sein, überhaupt erst an eine Fachhochschule zu gehen.

Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels

Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.

Sind Sie bereits ein registrierter Benutzer / Unterstützer?
Hier können Sie sich einloggen.

Nein, ich habe noch kein Benutzer / Unterstützer-Konto:
zur Anmeldung

Neuen Kommentar hinzufügen

Ihr E-Mail Adresse (wird nicht veröffentlicht, aber für Rückfragen erforderlich)
Ich bin kein Roboter
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.

Vorherige Beiträge in dieser Kategorie


  • allgemeines Artikelbild - Der Wiarda Blog

Was die staatlichen Hochschulen vom Boom der Privaten lernen können

Ich fürchte, mit meinem Artikel, der heute in der ZEIT erscheint, werde ich ein paar Leute ärgern. Zugegeben: Die These ist steil. Privathochschulen, schreibe ich, sind die sozial offeneren Hochschulen. Und das trotz Studiengebühren. Die These ist steil, aber ich glaube, ich kann das belegen.


  • allgemeines Artikelbild - Der Wiarda Blog

DoSV: Hilft der neue Staatsvertrag?

Mein Kollege Karl-Heinz Reith hat sich jetzt im neuen "DSW Journal" ebenfalls mit der Problematik des DoSV beschäftigt. Wie ich berichtete, haben die Kultusminister Alarm geschlagen angesichts der geringen Verbreitung der neuen Zulassungssoftware. Reith schreibt nun von dem neuen Staatsvertrag, den die 16...


  • allgemeines Artikelbild - Der Wiarda Blog

Vorstoß von Theresia Bauer: Baden-Württemberg will internationale Studenten Gebühren zahlen lassen.

Baden-Württembergs grüne Wissenschaftsministerin Theresia Bauer plant die Einführung von Studiengebühren für internationale Studenten. "Das sind in der Tat Überlegungen, und es sind weit fortgeschrittene Überlegungen", sagte sie am Donnerstag.


Nachfolgende Beiträge in dieser Kategorie


  • allgemeines Artikelbild - Der Wiarda Blog

Berlins neue Koalitionäre und ihr Finanzierungsversprechen an die Hochschulen: 3,5 Prozent mehr sind toll – aber bitte rechnet dann auch richtig!

Sie haben es wirklich getan. Gestern haben die rot-rot-grünen Unterhändler der wahrscheinlich nächsten Berliner Landeskoalition ihre Pläne in Sachen Wissenschaft vorgestellt, und die wichtigste Nachricht lautet: Es kommt eine konkrete Zahl vor. 3,5 Prozent mehr, Jahr für Jahr, sollen Berlins Hochschulen bekommen,...


  • Max-Planck-Generalsekretär Ludwig Kronthaler will Humboldt-Vizepräsident werden. Was sagt das über Max Planck aus?

Max-Planck-Generalsekretär Ludwig Kronthaler will Humboldt-Vizepräsident werden. Was sagt das über Max Planck aus?

Quelle: www.effinger-photography.de, bearbeitet Es war eine Nachricht, die viele verblüfft hat. Ludwig Kronthaler, seit 2010 Generalsekretär der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), will Vizepräsident für Haushalt der Berliner Humboldt-Universität (HU) werden.


  • allgemeines Artikelbild - Der Wiarda Blog

Spektakuläres Verfassungsgerichtsurteil in Baden-Württemberg: Das Ende der starken Rektorate?

Dieses Urteil wird die Hochschulen verändern. Und zwar nicht nur die im Südwesten: Der Verfassungsgerichtshof von Baden-Württemberg hat heute das Landeshochschulgesetz in Teilen für verfassungswidrig erklärt. Die gegenwärtigen Regelungen zur Wahl und Abwahl von Rektoratsmitgliedern seien nicht mit der im...