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Blamiert auch ohne Bildungstrichter

Die Hochschulen haben sich enorm geöffnet in den vergangenen zehn Jahren, das stimmt. Doch es kamen: vor allem noch mehr Bildungsbürgerkinder.

KAI GEHRING VERMUTETE Vertuschung. "BMBF beseitigt Beleg für Bildungsspaltung", twitterte der grüne Hochschulexperte. "Angst vor bad news?" Der "Beleg", den Gehring in der vergangene Woche erschienen Sozialerhebung vermisste, war der so genannte Bildungstrichter. Was er zeigt: Wie groß die Chance von Grundschulkindern ist, den Weg an die Hochschule zu schaffen. In der 20. Sozialerhebung von 2012 fiel er so aus: Haben die eigenen Eltern studiert, steigen die Aussichten auf ein Studium auf das Dreieinhalbfache.

Wie stark die Schieflage in der 21. ausgefallen wäre? Man kann es sich aus den vom Deutschen Studentenwerk veröffentlichten Daten zusammenreimen, doch die plakative Grafik fehlte. Methodische Gründe führt das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), das die Studie durchgeführt hat, an und verspricht das Comeback des Trichters zu gegebener Zeit. Und Johanna Wanka (CDU), deren Ressort die Sozialerhebung finanziert? Beteuert, es habe keinen politischen Einfluss gegeben.

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Artikelbild: Blamiert auch ohne Bildungstrichter
So sah der Bildungstrichter 2012 aus. Quelle: www.studentenwerke.de/de/content/mehr-chancengleichheit

Die Blamage wird dadurch nicht kleiner. Eine Blamage, die keine allein der Ministerin oder der Bildungspolitik ist. Uns alle sollte es peinlich berühren, wenn ...

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Kommentare

#1 -

Martin Gogrewe | Mo., 24.07.2017 - 14:06
Eine Anregung zu den Ursachen des Bildungstrichters:

http://www.centreformacroeconomics.ac.uk/Discussion-Papers/2016/CFMDP2016-14-Paper.pdf

Die Studie thematisiert Unterschiede im Herkunftsland der Eltern, aber sie kann auch einen Hinweis auf unterschiedliche Sinus-Milleus geben.
Gruß M. Go.

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