Direkt zum Inhalt

Ungeliebte Lückenfüller

Stiftungen und Verbände veröffentlichen eine Bildungsstudie nach der anderen. Anstatt sie für ihr Einflussnahme zu kritisieren, sollten wir lieber die Kultusminister fragen: Warum sorgt ihr nicht selbst für die nötigen Evaluationen?

Bild
Artikelbild: Ungeliebte Lückenfüller

Foto: geralt/Pixabay

VERGANGENE WOCHE war es wieder soweit. Da verkündete die Bertelsmann-Stiftung: „Das kostet gute Ganztagsschule für alle“ und listete die Ausgabenposten auf: 2,8 Milliarden Euro pro Jahr für zusätzliches Personal, dazu 15 Milliarden Investitionen in Gebäude und Infrastruktur, immerhin nur einmal.

Ein Rauschen ging durch den Blätterwald, den analogen wie den digitalen, Politiker aller Parteien gaben zu Protokoll, dass Bildung nun aber wirklich und besonders in einer eventuellen Jamaika-Koalition ganz oben auf die Agenda gehöre.

So ist das meistens. Eine Stiftung, ein Verband, manchmal auch ein Unternehmen veröffentlicht eine neue Studie mit Zahlen zur bildungspolitischen Lage an Kitas, Schulen oder Hochschulen, beziffert wie zuletzt ebenfalls die Bertelsmann-Stiftung den Lehrermangel oder lässt wie die Kindermoden-Marke Jako-o Forscher untersuchen, wie Eltern von schulpflichtigen Kindern die Verteilung der Bildungschancen wahrnehmen. Und die Kultusminister beeilen sich zu versichern: Sind wir dran, wir kümmern uns.

Oft vermischt sich die Entrüstung über die berichteten Missstände mit einem wachsenden Misstrauen gegenüber den Auftraggebern der Studien. Ein Medienkonzern wie Bertelsmann, heißt es dann, ...

Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels

Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.

Sind Sie bereits ein registrierter Benutzer / Unterstützer?
Hier können Sie sich einloggen.

Nein, ich habe noch kein Benutzer / Unterstützer-Konto:
zur Anmeldung

Kommentare

#2 -

tmg | Mo., 06.11.2017 - 09:17
Zitat: '' Denn ob Bertelsmann-Stiftung & Co aus Eigennutz handeln oder im Interesse der Gesellschaft: Fest steht, dass ihre Studien meist von hoher wissenschaftlicher Qualität sind .... ''

Wie kommt denn diese Bewertung zustande, Herr Wiarda? Für WEN steht das fest? Haben Sie dafür Belege? Können Sie Referenzen dafür angeben, oder handelt es sich um Ihre persönliche Meinung?

#3 -

Jan-Martin Wiarda | Mo., 06.11.2017 - 10:46
Lieber tmg,

wenn ich mir die Autoren der verschiedenen Studien anschaue, sind darunter einige der wirklich herausragenden Bildungsforscher. Deshalb dazu meine Einschätzung, die natürlich persönlich ist.

Viele Grüße
Ihr Jan-Martin Wiarda

Neuen Kommentar hinzufügen

Ihr E-Mail Adresse (wird nicht veröffentlicht, aber für Rückfragen erforderlich)
Ich bin kein Roboter
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.