Was hat Angela Merkel für die Forschung geleistet?
Ein Nature-Artikel pries vor der Wahl überschwänglich die Wissenschaftspolitik der Kanzlerin. Was ist dran an der Lobeshymne? Und was bleibt davon in den laufenden Jamaika-Sondierungen?

WENN MAN NATURE glauben darf, hat das deutsche Wissenschaftswunder einen Namen: Angela Merkel . Die promovierte Physikerin habe ihre DDR-Wurzeln nicht vergessen, schrieb das internationale Wissenschaftsmagazin kurz vor der Bundestagswahl, und ihre Herkunft habe sie zu der Erkenntnis geführt, wie grundlegend Bildung und Forschung für die Zukunft der Bundesrepublik sind. Wie genau Wurzeln und Wunder zusammenhängen, bleibt ein bisschen neblig in dem umfangreichen Dossier, dafür steht die Grundthese umso strahlender: die Kanzlerin als Garant wissenschaftlicher Prosperität.
Wie herausragend aber ist Deutschlands wissenschaftspolitische Bilanz tatsächlich, welchen Anteil hat Angela Merkel daran? Und: Was lässt sich daraus für die Zukunft ableiten? Fragen, die umso drängender werden angesichts der stockenden Jamaika-Sondierungen und der Nachricht, dass Union, Grüne und FDP aus lauter Streit über Klima und Zuwanderung am Donnerstagabend die Bildungspolitik und andere zentrale Themen erstmal vertagt haben.
Die Bestandsaufnahme und wie positiv sie ausfällt, hängt entscheidend davon ab, mit wem man redet. Den Chefs von Max-Planck-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft und Co, also ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Neuen Kommentar hinzufügen