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Ministerin Wanka hat Unrecht

Die Promovierenden von Helmholtz, Max Planck und Leibniz haben einen gemeinsamen Dachverband gegründet. Wie sie vereint der Politik Beine machen wollen, sagt Leonard Borchert.

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Artikelbild: Ministerin Wanka hat Unrecht
Leonard Borchert. Foto: Martin Grund

Herr Borchert, im Frühjahr haben Sie und Ihre Mitstreiter N² gegründet, als Netzwerk der Doktoranden-Netzwerke vom Helmholtz, Max Planck und Leibniz. Ist das nicht ein bisschen viel Meta-Ebene?

Wenn ich Sie richtig verstehe, fragen Sie nach dem Mehrwert von N², weil jede einzelne außeruniversitäre Forschungsorganisation schon ihr eigenes Promovierendennetzwerk hat. In der Tat könnte man ein solches Dachnetzwerk für überflüssig halten, wenn denn die Belange von uns Doktorand_innen in der Wissenschaftspolitik bereits ausreichend Beachtung fänden. Tatsächlich aber konnten Bundesforschungsministerin Wanka und andere bislang fast unwidersprochen behaupten, die Karriereperspektiven für junge Wissenschaftler_innen würden „immer attraktiver“. Als Zusammenschluss hoffen wir auf mehr Sichtbarkeit und können auch unsere Öffentlichkeitsarbeit viel besser organisieren. Kürzlich haben wir unsere erste gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht und sagen darin ganz klar: Ministerin Wanka hat Unrecht.

Sie selbst promovieren zum Thema Klimamodellierung – und dann?

Ich bin auch so einer, der in der Wissenschaft bleiben möchte, und das schon seit meinem ersten Schülerpraktikum im Landesmuseum Hannover. In der neunten oder zehnten Klasse war das, und schon damals haben sie mich gewarnt. Aber natürlich bin ich trotzdem in mein Studium gestartet mit dieser romantischen Vorstellung, welch ein cooler Job der eines Wissenschaftlers ...

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