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Forderungsroutine

Die Studierendenzahlen steigen erneut, die Forderungen an den Bund sind die üblichen. Wir müssen gedanklich weiterkommen.

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Artikelbild: Forderungsroutine

Trexer: " Vorlesung Uni Aachen.JPG ", CC BY-SA 3.0

JEDEN SPÄTHERBST dasselbe: Das Statistische Bundesamt verkündet einen neuen Studierendenrekord. 2.847.800 Menschen waren nach vorläufigen Zahlen in diesem Wintersemester an deutschen Hochschulen eingeschrieben. So viele wie noch nie. Mal wieder.

Auch die ersten Reaktionen von Rektoren, Verbandschefs und Bildungspolitikern scheinen mittlerweile vorrangig von deren Kleinhirnen produziert zu werden. Der Hochschulpakt müsse weiterlaufen, forderten sie am Dienstag zum x-ten Mal, er müsse aufgestockt werden, er müsse, wie etwa der grüne Hochschulexperte Kai Gehring sagte, „das feste und dauerhafte Fundament einer besseren Grundfinanzierung der Hochschulen bundesweit bilden“.

Falsch werden solche Sätze selbst durch ihre routiniert abgespielte Wiederholung nicht. Doch allzu oft bleiben sie unvollständig. Ein dauerhaftes Engagement der Bundesregierung für die Hochschulfinanzierung über den Hochschulpakt ergibt nur Sinn, wenn die Länder durch die Forderung nicht ungewollt aus der Verantwortung entlassen werden. Denn natürlich könnten die meisten von ihnen selbst mehr tun, wenn denn die politischen Prioritäten entsprechend wären. Auch das müsste häufiger mal gesagt werden.

Mehr hochschulpolitische Fantasie würde sich auch an anderer Stelle lohnen. Obgleich die Erstsemesterzahlen nun schon seit fünf Jahren stagnieren und ...

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