Endlich
Die Grundfinanzierung der Hochschulen wächst schneller als die Drittmittel. Das war die wichtigste Nachricht bei der Vorstellung des neuen DFG-Förderatlas. Ist das die lang ersehnte Trendwende?
ALLE DREI JAHRE stellt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit 1997 ihren Förderatlas vor. Bis 2009 hieß der Atlas Förderranking, aber die Bezeichnung habe dann doch zu sehr nach Rangliste geklungen, sagte DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek bei der Präsentation in Berlin. "Der Atlas soll vor allem inhaltliche Einschätzungen zur Forschungstätigkeit liefern."
Wobei die DFG natürlich billigend in Kauf nimmt, dass die Publikation weiterhin vor allem als Ranking wahrgenommen wird. Unabhängig von seiner Bezeichnung bietet das 170-seitige Kompendium einen eindrucksvollen, da umfassenden Überblick über den Zustand der deutschen Forschungslandschaft. Eines indes ist der Förderatlas nicht: überraschend. An der Spitze der Universitäten mit den meisten eingeworbenen DFG-Drittmitteln im Zeitraum 2014 bis 2016 finden sich seit vielen Jahren dieselben Namen: Die Ludwig-Maximilians-Universität München, Heidelberg, die RWTH Aachen, die TU München und die FU Berlin.
Die Liste ließe sich mit leichten Verschiebungen fortsetzen, man könnte auch die TU Dresden oder die Universität Tübingen hervorheben, die einen Sprung nach vorn gemacht haben, wobei dieser Effekt bei beiden vor allem mit dem im Erhebungszeitraum erworbenen Exzellenzstatus und der entsprechenden zusätzlichen Förderung ...
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