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Das tut weh

Der Haushaltsausschuss will Helmholtz 25 Prozent der Betriebsmittel sperren. Was bedeutet das praktisch? Was sagt das BMBF? Und was ist mit den anderen Forschungsorganisationen?

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Artikelbild: Das tut weh

Geschäftsstelle der Helmholtz-Gemeinschaft in Berlin. Jörg Zägel: " Berlin, Mitte, Anna-Louisa-Karsch-Strasse 2, Spree-Palais.jpg ", CC BY-SA 3.0 .

DIE BLAMAGE IST groß, die unmittelbaren Folgen dürften für Helmholtz aber beherrschbar sein. Nachdem der Haushaltsausschuss des Bundestages vergangene Woche 25 Prozent der Helmholtz-Betriebsmittel für 2019 gesperrt hat, wird allmählich klar, welche konkreten Auswirkungen das für Deutschlands größte Forschungsorganisation haben wird.

Zunächst zur Summe, um die es geht: Die ist, so scheint es, sogar größer als zunächst berichtet. Die 25 Prozent beziehen sich nämlich auf einen Kuchen von 2,1 Milliarden Euro jährlich. So hoch sind die Bundesmittel, die jedes Jahr in die Gehälter fließen, in Energie- oder zum Beispiel auch in Reisekosten. Also in all das, was nötig ist, um den alltäglichen Betrieb der Forschungszentren zu gewährleisten. 25 Prozent davon sind rund 550 Millionen Euro, und die bekommen die Helmholtz-Zentren erstmal nicht. Wobei es aus dem Haushaltsausschuss für diesen Betrag keine offizielle Bestätigung gibt, weil, so heißt es, eine genaue Angabe durch Helmholtz' dezentrale Struktur sehr komplex sei.

Schon im Sommer 2017 hatte der ...

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Kommentare

#3 -

AS | Di., 13.11.2018 - 11:44
Spannend. Also jetzt ohne Sinn und Verstand Geld raushauen, da es sonst weg ist? Was sind denn die Ursachen?

Für die Forschung an komplexen aktuellen Forschungsthemen brauchen HGF, MPI und Unis richtig gute Leute. Es ist aber meist schwierig Stellen zeitnah zu besetzten (speziell IT, Gesundheit etc.) was zu Verzögerungen führt.

Warum ist das so? Die zunehmende Anzahl an Projektmitteln führt zu einer Kombination aus einem stetig wachsenden Verwaltungsaufwand in der täglichen Arbeit (Beantragung, Begutachtung und Administration der Mittel; hoher Aufwand durch Kommunikation und Vernetzung in Verbundforschungsprojekten) im Korsett der oftmals starren Regularien des öffentlichen Dienstes (etwa wenig konkurrenzfähige Gehälter ...

#4 -

Wissenschaftsm… | Di., 20.11.2018 - 14:00
Es galt lange, dass ausseruniversitäre Forschungseinrichtungen besonders effizient in der Mittelbewirtschaftung seien- im Gegensatz zu vielen noch kameralistisch und hochbürokratisch geprägten Verfahren an den bildungsorientierten, lehrintensiven Universitäten und Fachhochschulen. Im Bereich Finanzen und Controlling gibt es Luft nach oben. Unverständlich ist wie bei einer derart bevorzugten Ausstattung mit Steuergeldern die anhaltend schlechten Arbeitsbedingungen für Wissenschaftler als befristet Beschäftigte in Projekten nicht durch innovative Ansätze verbessert werden können ?

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