Zu deutsch bei Innovationen
Der Bund hat zwei Agenturen für Innovationen gegründet - und geht viel zu kompliziert vor. Die Ministerien behindern sich gegenseitig.

Wie gelingt der Sprung nach vorn? Foto: Free-Photos / Pixabay.
ANGELA MERKEL SPRACH Klartext. Da die Bundesregierung sich entschieden habe, "sehr deutsch" zwei Agenturen für Sprunginnovationen zu gründen, eine militärische und eine zivile, "haben wir uns natürlich ein weiteres großes Potenzial von Innovation genommen" – so dass der Output "nicht so dramatisch" sein werde, prophezeite sie beim Forschungsgipfel im Mai.
Die Selbstkritik der Kanzlerin in Ehren. Doch schon im Spätsommer 2018, als Merkels Kabinett den diesbezüglichen Beschluss fasste, brauchte es nicht die scharfe Intelligenz einer promovierten Physikerin, um zu erkennen: Es kann keine gute Idee sein, die Beamten von mindestens fünf Bundesministerien an der Gründung und der Kontrolle zweier Einrichtungen zu beteiligen, die mit der bisherigen staatlichen Förderlogik brechen sollen. Die der Individualität und dem Einfallsreichtum von Forschern, Tüftlern und Unternehmern weiteste Spielräume ermöglichen und so ungeahnte Kreativität freisetzen sollen.
Erst recht nicht, wenn den Beamten gleichzeitig der Bundesrechnungshof im Nacken sitzt, der regelmäßige Berichte darüber verlangt, dass das investierte Geld nicht verschleudert wird. Wobei für die Rechnungsprüfer fast jede Investition verschleudert ist, die nicht ...
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