Was macht Omikron?
Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen stark. Geht es so weiter? Wie verteilt sich die Welle über die Bundesländer? Welche Altersgruppen sind besonders betroffen? Und was bedeutet das fürs Gesundheitssystem? Eine aktuelle Bestandsaufnahme.

Bild: Pixabay/geralt , CCO.
ES IST DIE ENTSCHEIDENDE FRAGE zurzeit: Wie hoch wird die schon zu einem Sprachklischee gewordene Omikron-Wand? Wegen der besonders schlechten Datenqualität während und nach der Feiertage war bislang Raten angesagt, und auch jetzt ist die Faktenlage kaum besser. Denn inzwischen sind zwar die Nachmeldungen liegengebliebener Positiv-Testergebnisse durch, dafür arbeiten die Labore schon wieder an ihrer Belastungsgrenze. So dass es vielerorts mehrere Tage dauert, bis ein PCR-Befund vorliegt. Trotzdem lassen sich aus den aktuelle Corona-Zahlen einige Beobachtungen und Schlussfolgerungen ableiten. Meine aktuelle Analyse.
1. Bundesweit ist der offizielle Anstieg geringer als vermutet
Angesichts einer Zunahme der 7-Tages-Inzidenz von knapp 62 Prozent seit vergangenem Dienstag, die das Robert-Koch-Institut (RKI) heute Morgen für Deutschland gemeldet hat, mag diese Feststellung zunächst eigenartig klingen: Der Sprung um 148 Inzidenz-Punkte auf 387,9 ist erstaunlich wenig. Denn legt man die Erfahrungswerte des Vorjahres an, so lässt sich ableiten , dass allein der Meldeverzug die Inzidenz vergangene Woche noch um bis zu 80 Punkte gedrückt hat. Hinzu kommt, dass in einigen Bundesländern schon vergangene Woche die Schule wieder begonnen hat und die Rückkehr der Pflichttests die Melde-Inzidenz bei den Schülern nominell hebt.
Ein gutes Zeichen? ...
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Kommentare
#1 - Die aktuelle Dynamik der Omikron-Entwicklung läßt…
leider auch in diesem Bericht nur schwer abbilden, weil die Datenlage so schlecht ist. Selbst die öffentlichen Medien kritisieren diese unhaltbare Situation schon zunehmend deutlich. Warum schaffen es Länder wie Dänemark, ihre
Statistiken auch über die Feiertage aktuell zu halten? Das
ist leider ein Armutszeugnis für Deutschland.
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