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Länder wollen Frankfurter Medizin-Bewerbern Studienplätze anbieten

KMK einigt sich auf Lösung nach der Studienplatz-Misere an der Goethe-Universität.

JETZT IST ES OFFIZIELL. Wie das Sekretariat der Kultusministerkonferenz (KMK) bestätigte, haben sich die Länder am späten Nachmittag auf eine Strategie im Umgang mit der Frankfurter Studienplatz-Misere geeinigt. Dabei folgten sie dem Vorschlag , den der Stiftungsrat der Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) am Vortag ausgearbeitet hatte.

Das Ergebnis nach der Konferenz der KMK-Amtschefs: Die meisten der 250 betroffenen Humanmedizin-Bewerber werden voraussichtlich nun doch einen Medizin-Studienplatz erhalten – viele wahrscheinlich sogar an einem der bevorzugten Hochschulorte, die sie in ihrer Bewerbung angegeben hatten, wie aus der Stiftung zu hören war. Endgültige Klarheit soll es Ende nächster Woche geben. Für die 32 ebenfalls betroffenen Zahnmedizin-Bewerber hatte die Goethe-Universität bereits am Donnerstagmittag eine eigenständige Lösung verkündet.

Im Fall der Humanmedizin soll dem bundesweiten Nachrückverfahren die nötige Zahl an Studienplätzen entzogen werden und an die Betroffenen gehen. Bis 16. September sollen die Hochschulen ihre freien Plätze an die SfH melden. Kommen auf diesem Weg noch nicht genug Studienplätze zusammen und reichen auch die "besonderen Anstrengungen der Goethe-Universität" nicht, wollen die Länder zusätzlich ihre Kapazitäten an anderen Hochschulen möglichst erhöhen – als "weitergehende solidarische Unterstützung".

Wörtlich heißt es ...

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Kommentare

#1 -

Eggs Perte | Mo., 12.09.2022 - 09:38
Was jedoch weiterhin fehlt: Wie genau lautete die (Zulassungs-)Rechtliche Begründung für dieses Vorgehen. Ein entsprechendes Gutachten soll ja der SfH vorliegen - wird aber nicht den Hochschulen zur Verfügung gestellt. Nachfragen hierzu werden entweder nicht oder nur sehr schwammig beantwortet. "Ausbaden" müssen es dann wohl die Hochschulen, die nun die betroffenen Bewerberinnen und Bewerber aus Frankfurt aufnehmen müssen.

#2 -

Dorfdepp | Sa., 08.10.2022 - 19:28
So oder so sind einige gekniffen.

Die Universitäten, die jetzt überkapazitär aufnehmen, dürfen sich bei der nächsten Runde auf Klagen gefasst machen.

Das wird Anwälte und Gerichte noch einige Zeit beschäftigen.

Vielleicht nimmt SfH demnächst eine Plausibilitätsprüfung vor. Hätte wohl auffallen können, wenn eine Universitäten plötzlich 280 Studienplätze mehr meldet als sonst.

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