Öffentlich, engagiert, politisch – und ein Problem?
In Berlin wird an den Unis oft um den Chefposten gerungen, wie man es sonst aus der Politik kennt. Ob das exzellente Bewerber abhält oder im Gegenteil ein Fortschritt ist: Darüber gehen die Meinungen auseinander.

Sechs Bewerberinnen und Bewerber, vier Jahre Amtszeit: Wahl an der TU Berlin. Foto: Fridolin freudenfett (Peter Kuley) , CC BY-SA 3.0 .
AN DER TU BERLIN begann der Wahlkampf Wochen, bevor überhaupt feststeht, wer ins Rennen gehen darf. Mitte November erst bestimmen Akademischer Senat und Kuratorium offiziell über das Kandidatenfeld. Doch die Namen mehrerer Bewerber sind längst bekannt.
Es handelt sich um die amtierende Präsidentin Geraldine Rauch, die Vizepräsidentin Fatma Deniz, die Regelungstechnikerin Steffi Knorn – und den externen Bewerber Tim Stuchtey, einst Referent des TU-Präsidenten, heute Direktor eines sicherheitspolitischen Thinktanks. Hinzu kommen zwei weitere Externe, die ihre Namen bislang nicht öffentlich machen wollen. Einer davon soll Prorektor einer Universität in Nordrhein-Westfalen sein.
Derweil präsentieren sich die bekannten Bewerber bereits auf dem eigens eingerichteten TU-Wahlportal, sie gehen auf Tour durch die Uni, es gibt Town-Hall-Meetings. Im November lädt die Uni dann zur „Wahlarena“ ins Audimax: Wahlkampf als Event. Öffentlich, engagiert, politisch. Und genau das ist das Problem – ...
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Kommentare
#1 - Universitätspräsidenten
"Geraldine Rauch war im vergangenen Jahr wegen "Likes" auf Posts zum Gaza-Konflikt in die Schlagzeilen geraten."
Sie ist offenbar der Meinung, eine Hochschulleitung soll oder darf sich öffentlich zu allgemein-politischen Konflikten äußern. Ich denke, das ist ein Irrtum. Äußerungen zur Hochschulpolitik sind willkommen, aber auch nur, wenn sie nicht einfach (als solche ungekennzeichnete) persönliche Meinungen der Frau Präsidentin sind.
Hier hat sie mal wieder gezeigt, dass sie ihre Kompetenzen nach Belieben ausdehnt und meint, eine Art von inhaltlicher Aufsicht bei einem Streit um Worte wie "politischer Islam" und "Islamismus" üben zu sollen, so als sei sie eine Autorität bei dem ...
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