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Hoffen auf den Katharsis-Effekt

Was bedeutet der erste Durchbruch in den DEAL-Verhandlungen für die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens? Und wie geht es jetzt mit Elsevier weiter?

EINER DÜRFTE das dickste Grinsen im Gesicht haben: Horst Hippler, bis zum Sommer Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und noch immer Sprecher des sogenannten Projektlenkungsausschusses bei DEAL. Hippler gilt als der Strippenzieher in dem Wissenschaftskonsortium, das die großen Wissenschaftsverlage in bundesweite Lizenzverträge befördern möchte.

Unermüdlich hat er geschoben hinter den Kulissen, Gespräche im kleinen Kreis geführt und im ganz großen. Er hat gedroht, wo er es für nötig hielt, und geschmeichelt, wenn das die Sache weiterbrachte. Trotzdem wuchs in den vergangenen Monaten unter den fast 700 im DEAL-Konsortium versammelten Hochschulen, Wissenschaftseinrichtungen und Bibliotheken die Unruhe angesichts der seit Jahren laufenden Verhandlungen , erst recht nachdem der Schlagabtausch mit dem umsatzstärksten Verlag Elsevier im Sommer 2018 eskaliert war.

Doch gestern Nachmittag konnten Hippler und seine Mitstreiter den ersten Durchbruch verkünden. "Wiley und Projekt DEAL schließen zukunftsorientierte Partnerschaft", hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung .

Gegen eine jährliche Gebühr können nun alle DEAL-Institutionen gleichermaßen auf alle wissenschaftlichen Journals des Verlages bis zurück ins Jahr 1997 zugreifen. Und ihre Forscher können Artikel als "Open Access" in Wiley-Zeitschriften veröffentlichen. ...

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Kommentare

#1 -

tmg | Mi., 16.01.2019 - 13:33
Leider wenig informativ der Artikel. Wichtiger, statt selber
Getöse zu veranstalten und herumzukritteln, wäre gewesen, den Leser sachlich über die finanzielle Ausgestaltung des Vertrags mit Wiley zu informieren. Das ist ja das eigentlich Interessante.

#2 -

MaLös | Mi., 16.01.2019 - 14:04
Interessanter Wandel, der sich dort vollzieht. Im Endeffekt wirkt dieser Vertragsabschluss aber dennoch eher als weiteres aufgebautes Druckmittel gegenüber Elsevier denn als weitreichende Lösung aller Probleme.



@tmg

Wie auch im Text erwähnt, ist darüber noch nichts an die Öffentlichkeit geraten:



"Fest steht, dass sie in der Elsevier-Chefetage im Moment nichts unversucht lassen, an den noch unveröffentlichten Vertragstext der Wiley-Einigung zu kommen.".



Selbst nach gefühlten 10 Sekunden eigener Recherche könnte man zu einer Beantwortung der Frage kommen, schreibt doch DEAL selbst:



"Alle weiteren zentralen Aspekte des Vertrages werden in den gesammelten FAQ erläutert.

Diese sind ab Mitte Februar zu finden.".

#3 -

tmg | Mi., 16.01.2019 - 18:57
@MaLös

Sämtliche Unis und Forschungseinrichtungen sowie die betroffenen Bibliotheken verfügen seit gestern per Rundschreiben von der HRK über Detailinformationen zur finanziellen Ausgestaltung. Man muss halt anrufen bei einer dieser Institutionen ... sollte von einem Journalisten erwartet werden können.

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