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Noch wesentliche technologische Hürden

Im Dezember hatte Bundesforschungsministerin Stark-Watzinger das erste deutsche Fusionskraftwerk für Mitte der 30er Jahre vorhergesagt. Jetzt rudert ihr Ministerium zurück – aber nur ein Stück.

DIE PROGNOSE war gewagt. Mitte Dezember erklärte Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) in einem Fernsehinterview das erste deutsche Fusionskraftwerk "in zehn Jahren" oder "etwas" mehr für realistisch.

Ihr überraschender Euphorieausbruch folgte auf die Nachricht, dass US-Forscher der National Ignition Facility (NIF) in einem Fusionsrektor erstmals mehr mehr Energie erzeugt hatten, als vorher in ihn hineingesteckt worden war.

Während auch anderswo in den Medien von einem " Durchbruch " die Rede war, mahnten Experten zur Geduld. Auch aus Deutschland: So sagte die Direktorin des Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching bei München, dass bei dem Versuch in Kalifornien zwar ein Nettogewinn an Energie vorhanden gewesen sei ("tolle Ergebnisse, zu denen wir den Kollegen bei NIF gerne gratulieren") – aber nur wenn man die für den Laser aufgewandte Energie außer Acht lasse. Was die NIF-Wissenschaftler selbst übrigens nie verschwiegen hatten.

Selbst das BMBF äußert sich auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion hin inzwischen zurückhaltender. Nach Kenntnis der Bundesregierung seien bis zur Inbetriebnahme eines Fusionskraftwerkes "noch wesentliche technologische Hürden zu nehmen". In den letzten Jahren ...

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Kommentare

#1 -

Udo Michallik | Fr., 24.02.2023 - 14:53
Als ob Sie geahnt hätten, lieber Herr Wiarda, dass ich sonst den letzten Absatz ergänzt hätte. Wendelstein 7-X in Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern war und ist in Deutschland in einer breiten Öffentlichkeit leider kaum bekannt. Der erste Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern und späterer EU-Parlamentarier Alfred Gomolka, aus dieser Region kommend, hat in seiner politischen Laufbahn für die Ansiedlung des ITER-Projektes in Deutschland gekämpft. Das war gar nicht so abwegig. Aber schon Ende der 90er Jahre und Anfang der 2000er sind diese Initiativen an ideologischen Blockaden und fehlender forschungspolitischer Unterstützung gescheitert, vor allem unter Rot-Grün (siehe hierzu diverse Landtagsanträge der CDU in MV). Heute ...

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