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Qualitätsvoll gegen die Bildungskrise

Der Lehrkräftemangel spitzt sich weiter zu, die Kultusministerkonferenz hat neue Gegenmaßnahmen verabredet. Alle sind jetzt gefragt – auch die Universitäten können und müssen mehr tun als bislang. Ein Gastbeitrag von Beatrix Busse.

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Artikelbild: Qualitätsvoll gegen die Bildungskrise

Beatrix Busse ist Linguistin und Prorektorin für Lehre und Studium an der Universität zu Köln.

Foto: Monika Nonnenmacher.

JE NACH PROGNOSE fehlen innerhalb der nächsten zehn Jahre zwischen 30.000 und 40.000 Lehrkräfte an den Schulen. Es geht um die Zukunft der nächsten Generation und unsere Fähigkeit, als Gesellschaft unsere Zukunft zu gestalten. Lehrer*innenbildung muss zur Chef*innensache werden – für uns alle.

Die Dringlichkeit, die sich anbahnende Bildungsmisere zu bewältigen, haben Politik, Wissenschaft und Gesellschaft erkannt. Einzelne Forderungen, sie entweder durch die Zulassung von mehr Studienbewerber*innen oder das Absenken von Anforderungen zu lösen, helfen jedoch nicht weiter. Ein Mehr an Studierenden hat bestenfalls langfristig Effekte. Und ein Weniger an Bildung kann keine ernsthaft geeignete Antwort sein auf die bevorstehenden gesellschaftlichen Herausforderungen.

Die Universitäten wollen, können und müssen in ihrer hervorgehobenen Rolle für die Lehrer*innenbildung jetzt noch mehr tun. Ich möchte beispielhaft drei Bereiche nennen.

1.

Innovative (digitale) Weiterbildungsangebote etablieren, um Qualität in der Bildung zu sichern



Lehrer*innen sind change agents der Zukunft: Sie ermächtigen ...

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Kommentare

#1 -

Edith Riedel | Do., 23.03.2023 - 13:49
Das Schrauben an der Lehramtsausbildung und die Erleichterung von Quer- und Seiteneinstiegen wird nicht viel bringen. Die Universitäten sind da auch nicht wirklich selbstlos in der Diskussion: sie wollen mehr Studierende generieren, um über die LOM mehr Geld an die Universität zu bringen.



Attraktiver müssen die Rahmenbedingungen werden: die Lehrer*innnen müssen sich wieder auf ihren Bildungsauftrag konzentrieren können. Derzeit sind sie viel zu oft Sozialarbeiter*innen, IT-Fachleute und Digitalisierungsexpert*innen, gerne auch mal Hausmeister*innen oder Verwaltungspersonal, da diese Bereich in den Schulen personell gar nicht oder nur rudimentär mit Personal hinterlegt sind. DAS muss verbessert werden, dann wird auch das Lehramt wieder ...

#2 -

Hanna | Mo., 27.03.2023 - 01:23
"...sondern durch Priorisierung, Profilierung und Steigerung der Attraktivität der Lehrer*innenbildung..." - Danke für den Beitrag, ich finde die Ansatzpunkte sehr richtig. Am wichtigsten erscheint mir, die Befristungspraxis auf Basis des WissZVG für die Lehramtsausbildung zu beenden: a) unbefristete Verträge ab Postdoc-Level (denn aktuell werden die erfahrensten, bestqualifizierten WiMis nach spätestens 6 Jahren vor die Tür gesetzt und durch Dozent:innen-Neulinge ersetzt), b) keine Hochdeputatsstellen für die Lehramtsausbildung mehr (Wer 11-18 Semesterwochenstunden lehrt, hat keine Zeit auf dem aktuellen Forschungsstand zu bleiben bzw. selbst aktuelle Forschung z.B. zur Digitalisierung zu betreiben), c) bessere Bezahlung (aktuell verdienen die ausgebildeten Lehrkräfte mit A13 netto ...

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