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Nach Ärger über ihre Äußerungen: Stark-Watzinger beschwichtigt Rektoren

Sie wolle den Hochschulleitungen ausdrücklich Dank und Unterstützung für ihr "konsequentes Handeln aussprechen", schreibt die Bundesforschungsministerin der HRK. Vielen Rektoren reicht das aber nicht.

DIE WOGEN SCHLUGEN VIELFACH HOCH Anfang der Woche, als die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sich in Fulda traf und man schon in den Kaffeepausen die öffentlichen Äußerungen der vergangenen Wochen von Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) diskutierte, vor allem zum Offenen Brief Lehrender nach dem geräumten propalästinensischen Protestcamp an der Freien Universität (FU) Berlin.

"Dieses Statement von Lehrenden an Berliner Universitäten macht fassungslos", hatte Stark-Watzinger in der BILD gesagt. Statt sich klar gegen Israel- und Judenhass zu stellen, würden Uni-Besetzer zu Opfern gemacht und Gewalt verharmlost. Und die Ministerin fügte hinzu: "Dass es sich bei den Unterstützern um Lehrende handelt, ist eine neue Qualität." Denn gerade Professoren und Dozenten müssten "auf dem Boden des Grundgesetzes stehen".

FU-Präsident Günter M. Ziegler hatte am Dienstag dem Tagesspiegel gesagt, insgesamt vermisse er einen "adäquaten Umgang" der Ministerin mit den Protesten und der heiklen und schwierigen Lage der Universitäten. Nach der Räumung des Protestlagers, so Ziegler, hätte sie "mich auch anrufen und fragen können, was da bei uns los ist". Bis auf ein Telefonat, das ...

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Kommentare

#1 -

Ralf Schmidt | Do., 16.05.2024 - 12:17
Die deutschen Hochschulen brauchen vor allen Dingen wieder mehr Studierende! Das ist doch die wesentliche Dramatik derzeit und nicht zwangsläufig nur der mittlerweile fast ausschließliche Fokus auf politische Meinungsäußerungen an Hochschulen.



Zu vielen Einstiegsvorlesungen in den klassischen MINT Fächern kommen teilweise "0 (!!)" Student*innen. Der Rückgang in klassischen Präsenzvorlesung ist teilweise dramatisch. Müssten die Ländern in ihren Hochschullandschaften nicht besser bündeln, statt weiter zu expandieren und dann teilweise auch noch jede Universität für sich im europäischen oder außereuropäischen Ausland? Das muss alles der deutsche Steuerzahler teuer bezahlen.



Plus der massive Investitionsstau in einem Großteil deutscher Hochschulen. Veraltete Gebäude, eklige Toiletten ...

#2 -

Bernd Käpplinger | Mi., 22.05.2024 - 23:33
Stark-Watzinger ist eine der schwächsten BMBF-Ministerinnen aller Zeiten und das zu schaffen, ist wirklich eine Leistung. Sie redet viel Blech und bewegt selbst sehr wenig. Das hier ist nur ein Mosaikstein zu einem verheerenden Gesamtbild von dem Bafög-Reförmchen, Wissenschaftszeitvertragsgesetz und nahezu kompletter Ideenlosigkeit bei der Weiterbildung.

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