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Richtung 50 Prozent

Der Anteil weiblicher Unileitungen steigt weiter rasant und entkoppelt sich von der Verteilung der Professuren. In anderer Hinsicht werden die Führungsetagen allerdings kaum diverser – und an HAWs ändert sich selbst beim Frauenanteil wenig.

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Artikelbild: Richtung 50 Prozent

Vorreiter Universitäten? Entwicklung des Frauenanteils unter Rektor:innen und Präsident:innen.

Quelle: CHE, "CHECK Hochschulleitung in Deutschland 2024".

AUSGERECHNET AN DER SPITZE rückt die Geschlechterparität in der deutschen Wissenschaft erstmals in greifbare Nähe: Ende 2023 wurden 34 von 82 staatlichen Universitäten von Frauen geführt. Das entspricht einem Anteil von 42 Prozent, wie das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) berichtet .

Seit Ende 2018 analysiert das CHE regelmäßig anhand öffentlich verfügbarer Lebensläufe die Demografie deutscher Hochschulleitungen, und innerhalb dieser fünf Jahre hat sich der Frauenanteil unter den Unichef:innen, ausgehend von lediglich 24 Prozent, fast verdoppelt. Wobei der große Sprung innerhalb von nur zwei Jahren stattfand: von 28 Prozent Ende 2021 über 37 Prozent Ende 2022 auf zuletzt 42 Prozent.

Damit hat sich die Entwicklung bei den Spitzenpositionen endgültig von der Geschlechterverteilung bei den Uni-Professuren entkoppelt. Diese lag Ende 2023 bei gerade einmal 28 Prozent, Tendenz deutlich langsamer steigend. Was zunächst wenig wundert: Professuren werden logischerweise sehr viel seltener neu besetzt als Rektorate und Präsidien. Doch zeigt ...

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Kommentare

#1 -

René Krempkow | Di., 14.05.2024 - 14:11
Zur in etwa ausgeglichenen Geschlechterrelation bei Neuberufungen in Berlin und Forschritten in anderen Hochschulbereichen dürfte auch das Berliner Chancengleichheitsprogramm beigetragen haben (https://www.berlin.de/sen/frauen/arbeit/wissenschaft-und-forschung/berliner-programm/).



Allerdings ist Isabel Roessler zuzustimmen: Bei der Diversität der Lebensläufe ist weiterhin Luft nach oben, insbesondere wenn mehrere Merkmale zutreffen wie Frau mit Nichtakademiker- und/oder Migrationshintergrund.



Es gibt übrigens Länder in Europa, die innerhalb weniger Jahrzehnte bei den Professuren insgesamt eine in etwa ausgeglichene Geschlechterrelation erreichten, und auch sonst eine deutlich vielfältigere Wissenschaft haben, z.B. Norwegen, und auf die die deutsche Hochschulpolitik ab und zu wieder einen Blick werfen könnte. ;-)

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