Jetzt sind die Hochschulen dran
Sie seien die "Organisationszentren" des Wissenschaftssystems, wird gern beteuert. Es ist Zeit, dass sich das auch in der wissenschaftspolitischen Prioritätensetzung widerspiegelt. Ein Gastbeitrag von Joybrato Mukherjee.

DAS WISSENSCHAFTSSYSTEM IST der Motor für Erkenntnisgewinn, Fortschritt, Innovation und Wohlstand: Diese Grundüberzeugung von Politik und Gesellschaft hat in den vergangenen 15 Jahren zu einer Reihe von positiven Entwicklungen geführt. Die Hochschulen konnten trotz der enorm gewachsenen Studierendenzahlen Erfolg und Zufriedenheit in vielen Studienfächern steigern; sie sind – nicht zuletzt aufgrund der Exzellenzinitiativen I und II – international deutlich sichtbarer und damit für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende aus aller Welt sehr viel attraktiver geworden.
Jetzt gilt es, diese positive Entwicklung zu verstärken und gleichzeitig Schwächen des Systems weiter abbauen. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Verstetigung der Mittel aus dem Hochschulpakt 2020 und die schon zuvor festgelegte dauerhafte Fortführung der Exzellenzinitiative als Exzellenzstrategie sind wichtige Leitplanken für die Zukunft. Trotzdem besteht Anlass zur Sorge. Das derzeitige politische Klima in Deutschland, Europa und weltweit birgt die Gefahr, dass die Belange von Forschung und Lehre gegenüber anderen Herausforderungen und Problemlagen ins Hintertreffen geraten könnten.
Wir dürfen im Jahr 2018 – mitten in einer "Welt, die aus den Fugen geraten ist", wie ...
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