Bei Schulschwänzern hilft nur mehr Elternarbeit
Familien von Schulschwänzern zu bestrafen, wird nichts bringen. Stattdessen muss man sie zur Hilfe befähigen.

Foto: Monsterkoi / pixabay - cco.
ELTERN VON SCHULSCHWÄNZERN sollten weniger Sozialleistungen erhalten, fordert CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak im Focus , sekundiert von Lehrerverbandspräsident Heinz-Peter Meidinger. Anfang November war das, einen wirklich aktuellen Anlass für Ziemiaks Vorstoß gab es nicht, umgekehrt könnte man natürlich sagen: Aktuelle Anlässe, um härter mit vermeintlich gleichgültigen Eltern umzuspringen, gibt es immer. Das Narrativ hat ja auch etwas Bestechendes: Vielen Leuten sind ihre Kinder so egal, dass man sie nur über das eigene Geld kriegt. Noch schlimmer: Anstatt im Kampf um die Bildungschancen ihrer Kinder zu den wichtigsten Verbündeten der Lehrer zu werden, beschimpfen und bedrohen einige Eltern die Pädagogen sogar noch.
Wirklich erstaunlich an Ziemiaks Wortmeldung jedoch war, wie wenig öffentliche Resonanz sie erzeugt hat. Obwohl der Focus sie mit der – freilich ohne absolute Zahlen auskommenden – Statistik unterfütterte, dass die Zahl der Schulschwänzer in Hamburg innerhalb eines Jahres um 22,5 Prozent gestiegen sei, in Thüringen habe sie sich in sieben Jahren sogar verdoppelt. Obwohl der von den Kultusministern in Auftrag gegebene " IQB-Bildungstrend 2018 " im Oktober stagnierende Schülerleistungen in Mathe ...
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