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Das zu Erwartende kommunizieren

Nach den Corona-Beschlüssen gestern bleiben viele Fragen offen. Und einige unbequeme Wahrheiten gehören auch angesprochen. Ein Ausblick auf die nächsten Wochen und Monate.

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Artikelbild: Das zu Erwartende kommunizieren

Illustration: Mohamed Hassan / pixabay.

DIE REGIERUNGSCHEFS haben Wort gehalten. Kitas und Schulen sollen im gestern beschlossenen erneuten Shutdown offenbleiben. Das ist konsequent und zeigt, wie ich bereits schrieb , den Lernprozess, den die Politik durchgemacht hat. Zumal die seit etwa zehn Tagen zurückgehenden Corona-Zahlen in Irland nahelegen, dass ein Shutdown mit offenen Kitas und Schulen offenbar funktionieren kann.

Ansonsten aber bleiben nach den Beschlüssen viele Fragen, die nicht nur gestellt, sondern auch sehr bald beantwortet werden müssen. Und einige unbequeme Wahrheiten gehören auch ausgesprochen.

In zwei Wochen wollen sich Merkel und die Ministerpräsidenten erneut virtuell treffen, um die Wirkung der bisherigen Maßnahmen zu evaluieren. Das erscheint erstaunlich früh, da doch der "Wellenbrecher"-Shutdown erst am Montag beginnt und die beim Robert-Koch-Institut (RKI) eingehenden Meldezahlen immer erst das Infektionsgeschehen von vor einer guten Woche wiedergeben.

Selbst für den Fall, dass die Maßnahmen unmittelbar greifen würden, wäre also in – ab gestern – zwei Wochen noch nicht viel zu sehen. Und selbst zwei Wochen nach Start des Shutdowns, also Mitte November, wäre es schon ...

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Kommentare

#1 -

Olaf Bartz | So., 01.11.2020 - 11:55
Ich denke, dass die entscheidende Weichenstellung, will man Langfristplanungen betreiben, in der noch nicht beantwortbaren Frage liegt, ob zeitnah ein brauchbarer Impfstoff vorliegen wird.

Streeck scheint mir hier eher pessimistisch zu sein, gespeist aus seiner HIV-Impfstoff-Erfahrung, und scheint auf Basis eines no-vaccine-Szenarios zu argumentieren.

Bund und Länder scheinen mir eher darauf zu hoffen (so wie ich auch :-), dass wenigstens eines der drei weit in Phase III fortgeschrittenen Projekte (Biontech/Pfizer, Oxford/AstraZeneca, Moderna; China/Russland ausgeklammert) es noch in 2020 über die Ziellinie schafft.

Auch wenn im letzteren Fall natürlich flächendeckende Impfungen viele Monate in Anspruch nehmen werden, ist das "mindset" dann ...

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