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Die überraschenden Wege von Omikron

Welche Zahlen geben überhaupt noch sinnvoll Aufschluss über den aktuellen Stand der Corona-Pandemie? Nähern wir uns dem Scheitelpunkt? Und was sagen die höheren Krankenhaus-Raten von Kindern tatsächlich aus? Der wöchentliche Überblick.

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Artikelbild: Die überraschenden Wege von Omikron

Illustration: Elf-Moondance / Pixabay.

OMIKRON ÜBERRASCHT immer wieder. Vergangenen Dienstag sah es noch so aus , als ginge das wöchentliche Wachstum zumindest auf Bundesebene bereits zurück, seitdem hat die hochansteckende Variante die nächste Stufe gezündet. Fast 62 Prozent mehr Meldefälle im Wochenvergleich. Gegenüber 42 Prozent vergangenen Dienstag. Und jeden Tag gibt es einen Allzeit-Höchstand bei den deutschlandweiten Inzidenzen, heute liegt er bei 894,3. Gleichzeitig sank die Zahl der mit einer Corona-Infektion behandelten Intensivpatienten bis vorgestern fast durchgängig und weiter zügig – auf mittlerweile weniger als die Hälfte (2.438) des Höchststandes in diesem Winter. Aber wie lange noch?

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erwartet den Scheitelpunkt der Welle Mitte Februar – wobei unklar ist, ob er bei dieser Schätzung schon die wohl noch infektiösere neue Subvariante von Omikron einbezogen hat, die in Dänemark bereits die Mehrheit der Fälle ausmachen soll. Was in Deutschland vielleicht auch schon bald der Fall sein könnte, nur dass wir das aufgrund unseres miesen Corona-Monitorings deutlich später als andere Länder mitbekommen dürften. Übrigens sieht es so aus, als sei die neue Subvariante BA.2. nicht gefährlicher als das Ur-Omikron, aber wie alles im Augenblick sind das (sehr) vorläufige Erkenntnisse.

Was sich festhalten lässt: Der Blick auf die Inzidenzen ergibt immer weniger Sinn. Weil der Zusammenhang zwischen gemeldeten Corona-Fällen und Krankenhauseinweisungen noch gegeben ist, aber keiner genau weiß, wie genau das Zahlenverhältnis von einem zum anderen aussieht und wie groß der zeitliche Verzug zwischen beiden ist. Außerdem wird die Knappheit an PCR-Tests dazu führen, dass ...

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Kommentare

#2 -

Jan-Martin Wiarda | Di., 25.01.2022 - 15:12
@Peter: Haben Sie da genauere Daten? Meine sind vom Statistischen Bundesamt, da lag die alterspezifische Fallzahl bis unter 15 bei 15.916 pro 100.000 Einwohner in 2019, für 15 bis unter 45 bei (nicht sehr anderen) 13.917. Deshalb erscheint mir die Höhe durchaus nicht umplausibel. Viele Grüße!

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Krankenhaeuser/Tabellen/entlassene-patienten-eckdaten.html

#3 -

Peter | Di., 25.01.2022 - 16:32
Der Wert an sich ist nicht falsch, als Vergleichswert hier aber nicht passend, da im Jahr 2019 über die Hälfte der stationär behandelten unter 15jährigen auf die unter 1jährigen und dort speziell auf die Neugeborenen entfiel. Die Diagnosedaten der Krankenhäuser nach ICD-10 und Alter können unter www.gbe-bund.de sehr detailliert eingesehen werden. Dem letzten Satz Ihres Artikels würde ich deshalb nicht zustimmen, wobei Sie hinsichtlich der insgesamt unzureichenden Datengrundlage völlig Recht haben.

#4 -

Birger Horstmann | Mi., 26.01.2022 - 11:03
Ich würde dieser Diskussion gerne noch hinzufügen, dass ja auch Neugeborene Corona-positiv sein können. Ich würde davon ausgehen, dass die Inzidenz unter Schwangeren (und Ihre Neugeborenen) in der gleichen Größenordnung liegt wie in der Gesamtbevölkerung. Deshalb sollten die Neugeborenen auch nicht komplett aus Ihrer Rechnung herausfallen. An Ihren Schlussfolgerungen ändert das natürlich nichts. Wir bräuchten bessere Daten ...

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