Tut das Richtige mit dem Geld!
Die Kultusminister fordern zusätzliche Millionen für das Corona-Aufholprogramm. Der Bund sollte es ihnen nicht geben – aus guten Gründen. Und es stattdessen ins geplante "Startchancen-Programm" stecken.

Foto: Helmut Kroiss / Pixabay.
SIE HABEN das Geld noch gar nicht aufgebraucht, da wollen sie schon neues. Die Kultusminister verlangen 500 Millionen Euro zusätzlich von der Bundesregierung, um das Corona-Aufholprogramm für Schüler aufzustocken. Und weil sie absehbar nicht in der Lage sein werden, die bereits gezahlte Milliarde innerhalb von anderthalb Jahren bis Ende 2022 auszugeben, wollen sie eine Verlängerung der Ausgabenfrist gleich dazu: um weitere anderthalb Jahr bis zum Ende des Schuljahres 2023/24.
"Unabdingbar" nannte Hamburgs SPD-Bildungssenator Ties Rabe die Erfüllung beider Forderungen nach dem KMK-Treffen vor zehn Tagen, der hessische CDU-Kultusminister Alexander Lorz sagte, für die Beseitigung der Lernrückstände nach den Corona-Schulschließungen brauche man "einen langen Atem". Als vergangenen Freitag dann die ernüchternden Ergebnisse des IQB-Bildungstrends 2021 bekannt wurden, erneuerten die Bildungspolitiker ihr Plädoyer umgehend und mit noch mehr Nachdruck.
Ein Paradebeispiel dafür, was alles falsch laufen kann
Kann man an dem plakativen Vorstoß der Kultusminister irgendwas falsch finden? Man muss sogar, auch ohne zu bestreiten, dass mehr Geld für Schulen an sich nie falsch ...
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Kommentare
#1 - Dem Kommentar muß man wirklich ohne Vorbehalt zustimmen.…
und Programm das Geld mit der Gießkanne verteilt wird.
Müssen wir denn wirklich abwarten, bis die Milliarden nicht
mehr verfügbar sind ?
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