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Sachsen muss sich entscheiden

Wissenschaft ohne Weltoffenheit ist unmöglich. International erfolgreiche Forschung wollen und gleichzeitig Menschenfeindlichkeit als "Verkürzung" verharmlosen geht daher nicht zusammen.

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Artikelbild: Sachsen muss sich entscheiden

Stadtpanorama von Bautzen. Foto: Stephan M. Höhne , CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons.

DIE WAHRHEIT IST: Sachsen ist ein weltoffenes Land. Die Wirtschaft des Freistaats lebt von ihrer Exportstärke, seine Städte sind bekannt für ihre Kunst- und Kulturszene, Sachsens Hochschulen haben nach Berlin den bundesweit höchsten Anteil internationaler Studierender. Im Sommer hat die Staatsregierung einen neuen "Maßnahmenplan zur Gewinnung internationaler Fach- und Arbeitskräfte" verabschiedet, und Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), ein früherer Bundestags-Wissenschaftspolitiker, feierte, dass zwei Großforschungszentren mit internationaler Ausstrahlung ins Land kommen.

Die Wahrheit ist auch: Sachsen hat ein Problem mit Menschenfeindlichkeit. Damit meine ich nicht Gewalttaten, die hier wie überall schnell verurteilt werden. Ich meine die kleinen Gesten, die nicht nur halblauten Bemerkungen des Alltags, gerichtet gegen Männer, Frauen und Kinder, die anders aussehen, sprechen oder leben, als die selbst ernannten Normalbürger es für richtig halten. Das Problem wird umso größer, wenn jene, die es haben, es gar nicht als solches erkennen können oder wollen.

So wie der Bautzener CDU-Landrat Udo Witschas, der "absichtlich vor dem Weihnachtsfeste" beruhigen wollte: Man werde den Schul- ...

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Kommentare

#2 -

Ulrich Ingenlath | Mo., 02.01.2023 - 21:11
Sehr geehrter Herr Wizarda.



Natürlich skizzieren Sie die hiesigen Verhältnisse korrekt. Vollgestopft mit Fördermitteln, seit Jahrzehnten machtpolitische Selbstverliebtheit und politische Korrumpiertheit der (zutiefst unchristlichen - sic!) sächsischen Union und ein charakterlich überforderter MP (groß geworden unter den MP Biedenkopf/Milbradt/Tillich), welcher die wichtigen Politikbereiche (Inneres / Bildung) nicht in den Griff bekommt - sich aber mit Verve immer wieder einem Kriegsverbrecher/ Kriminellen an den Hals wirft (Gemeint ist der Ex-KGB und FSB-Mann PUTIN). Meiner Auffassung nach handelt es sich bei Selbigem um einen ganz gewöhnlichen Schwerkriminellen, der in Sachsen allerdings bis heute politisch hoffiert wird.

Die Sächsische Union ist in großen ...

#3 -

Harald Töpfer | Mi., 04.01.2023 - 10:27
Tja, dumm nur, dass Forderungen nach einem Entweder-oder in der Realität meist nicht umzusetzen sind. Es wird wohl auch in Zukunft bei einem Sowohl-als-auch bleiben. Ich wohne ebenfalls hier und hadere mit der Mentalität. Dem Wissenschafts- und Forschungsstandort hat die jedoch keinen Abbruch getan.
Und ach ja, Herr Ingenrath, parteipolitisch geprägte Analysen helfen auch nicht immer weiter.

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