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Hanna und die Pyramide

Es braucht einen Impuls zur Transformation der Personalstruktur an Universitäten. Sonst muss jeder WissZeitVG-Kompromiss scheitern. Ein Gastbeitrag von Michael Schulz.

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Artikelbild: Hanna und die Pyramide

Michael Schulz ist Direktor des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen. Foto: Margit Wild.

DAS IST DIE AUSGANGSSITUATION: Die Personalstruktur im Bereich Wissenschaft ist an Universitäten durch eine hohe Zahl zeitlich befristeter Qualifizierungsstellen im Vergleich zu einer deutlich kleineren Zahl unbefristeter Stellen (sogenannter akademischer Mittelbau und Professuren) gekennzeichnet. Diese – grundsätzlich sinnvolle – pyramidenförmige Personalstruktur ist hierzulande jedoch deutlich stärker ausgeprägt als in Ländern mit einem vergleichbar starken und öffentlich geförderten Wissenschaftssystem.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Balance zwischen Personalstellen der Grundausstattung und projektfinanzierten Stellen an Universitäten sich während der vergangenen Dekade zu Ungunsten von dauerhaft finanzierten Stellen entwickelt hat. Hieraus resultieren Nachteile, die im gesamten akademischen Berufsfeld zunehmend als Wettbewerbsnachteile zutage treten:

o Eine berufliche Karriere in der Wissenschaft – insbesondere an Universitäten – ist in der öffentlichen Wahrnehmung zum Synonym für eine unsichere Berufsperspektive geworden und demotiviert Nachwuchswissenschaftler:innen zunehmend, sich für eine Karriere in der Wissenschaft zu entscheiden. Die Nachwuchstalente, die sich jetzt für eine Karriere außerhalb des akademischen Bereichs entscheiden, werden in einigen Jahren fehlen, um die zahlenmäßig ...

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Kommentare

#1 -

DW | Di., 28.03.2023 - 23:29
"Die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Wissenschaftssystems wird weiter stark davon abhängen, die besten Köpfe zu gewinnen."

Aktuell gewinnt das System nur Leute, die es sich leisten können, zu bleiben. Die "besten" Koepfe sind oft die, die durch Fake-Ausschreibungen dazu gemacht werden. Stichwort: Machtmissbrauch bei Ausschreibungen etc., Fake-Ausschreibungen fuer Wunschkandidaten.



Bezeichnend ist, dass Ihr Text nicht von Minderheiten, Gleichstellung etc spricht. Blenden Sie solche wichtigen Themen bewusst aus?

Nur wenn ein Team divers ist und gut zusammenarbeitet, wird es gute Leistungen hervorbringen.



Sie wollen also die Basis ausduennen. Interessant. Stellen sich dann die Profs endlich wieder selbst ins Labor und arbeiten? Eine ...

#2 -

lN2 | Do., 30.03.2023 - 12:13
Ein sehr guter, ausgewogener Beitrag, frei von hysterischen Forderungen und endlich mal am Kern der Sache. Endlich wir mal nicht das ständige Narrativ von Machtmissbrauch und fehlender Diversität herangeführt um irrsinige Forderungen zu begründen.

#3 -

Nikolaus Bourdos | Sa., 08.04.2023 - 11:12
Einer der wenigen gelungenen, konstruktiven Beiträge zum Thema, vielen Dank. Spitze verbreitern, Basis verschlanken - erinnert mich teilweise an einen Vorschlag der Jungen Akademie vor Jahren, die die Zahl von Professuren erhöhen wollte bei weitgehender Abschaffung des unbefristeten akademischen Mittelbaus. Ein kontroverser, aber nach wie vor lesens- und bedenkenswerter Vorschlag

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