Warum das alte Bafög unsozial ist
2021 ist das Jubiläumsjahr der Ausbildungsförderung des Bundes. Damit es Grund zum Jubeln gibt, muss die Bafög-Reform jetzt starten.

50 Jahre Bafög: Zum Jubiläum hat das BMBF eine schicke Jubiläumsseite spendiert – mit Herzchenlogo und Geschichten ehemaliger Bafög-Empfänger. Foto: Screenshot.
DAS BAFÖG WIRD 50, doch über das größte Geburtstagsgeschenk konnte sich Olaf Scholz freuen. 160 Millionen Euro Studienhilfe flossen Ende 2020 ungenutzt zurück ans Bundesfinanzministerium, weil sie keine berechtigten Abnehmer fanden. Tatsächlich wären es sogar noch 200 Millionen Euro mehr gewesen – doch die setzte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) als Corona-Nothilfe für Studierende ein.
Die einst revolutionäre Studienförderung steckt seit Jahren in der Krise. Seit 2012 sank die Zahl der Empfänger um 300.000 auf nur noch 680.000 Schüler und Studierende, die Ausgaben gingen um 700 Millionen Euro jährlich zurück. Und das obwohl allein die Zahl der Studierenden um eine halbe Million stieg.
Die Bundesregierung – seit 2016 stemmt der Bund das Bafög allein – spart also massiv Geld. Und rühmt sich trotzdem: Ministerin Karliczek rechnete in ihrer Jubiläums-Mitteilung vor, dass die durchschnittlichen Förderbeträge allein zwischen 1991 und 2019 um 77 (Studierende) bzw. 112 Prozent (Schüler) gestiegen seien.
"Das Bafög hält Schritt", verkündete sie ...
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Kommentare
#1 - "Und dann gibt es Studierende, deren Eltern zu viel fürs…
Und dann gibt es Studierende, deren Eltern zu viel fürs Bafög verdienen, ihnen aber trotzdem nicht genügend zum Lebensunterhalt beisteuern können oder wollen. Weswegen die wenigsten ihre eigene Mutter oder Vater verklagen."
Da wiederholt sich ein ganzer Abschnitt oder ist mir etwas entgangen?
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