Digitalpakt 2.0: Die Länder müssen trotz Stark-Watzingers Sturheit weiterverhandeln
Wird es Geld für einen neuen Digitalpakt geben? Die Bildungsministerin verweigert weiter konkrete Auskünfte. Die Länder empören sich zu Recht – und stehen doch auch selbst in Verantwortung. Ein Kommentar.
DIE LÄNDER SIND EMPÖRT. Von "Buchungstricks" und "Wortbruch" ist die Rede , weil im Entwurf des Bundeshaushalts zwar Geld für die Digitalisierung in den Schulen steht, aber nichts von einem "Digitalpakt 2.0". Dabei soll der doch eigentlich 2025 starten. Und bei genauerem Hinsehen, sagen die Kultusminister, seien die eingestellten 1,6 Milliarden auch gar kein frisches Geld, sondern Restmittel aus dem alten Digitalpakt.
Eigentlich hatten die Länder gehofft, nach monatelangen, teilweise sehr konfrontativen Verhandlungen mit dem BMBF durch den Haushaltsentwurf endlich die entscheidende konkrete Zahl zu erfahren, die Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) ihnen bislang verweigert hatte. Die Summe, die der Bund für das neue Programm auf den Tisch zu legen bereit ist.
Stattdessen gibt es aus Sicht der Kultusminister noch mehr Verwirrung und Frust, und zwar lagerübergreifend. "Sollte das BMBF keine Gelder eingestellt haben, ist dies angesichts der Zusagen der Bundesbildungsministerin und der mittlerweile sehr lange andauernden Verhandlungen zwischen Bund und Ländern mehr als unverständlich", sagte etwa Stefanie Hubig, Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz ...
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Kommentare
#1 - "Künftig gibt es keine Bund-Länder-Programme mehr, bei…
Keine Bund-Länder-Programme generell oder nur nicht in der Bildung? Weil so weit ich weiß, ist die Kofinanzierung bei der Exzellenzstrategie zur Zeit deutlich unter 50%. Wenn die mittelfristig auf diese Verteilung angehoben wird, trifft das die Stadtstaaten so sehr, dass sie eigentlich nicht mehr teilnehmen können. Und gerade in HH werden gerade Strukturen aufgebaut, die nur mit einer Verstetigung der Exzellenzstrategie unter derzeitigen Bedingungen langfristig finanzierbar sind.
#2 - @1: Wenn man endlich die "sogenannte"…
abschafft, dann gibt es auch diesen Konflikt von Bund und Ländern nicht.
#3 - @#IchBinTina: Genau lautet die Ansage der Bundesregierung…
Beste Grüße
Ihr Jan-Martin Wiarda
#4 - @B. Lemmermöhle (#2): Allerdings hieße das auch, den…
@Jan-Martin Wiarda: Danke!
#5 - @ Herrn Wiarda: Wo gibt es denn mal eine empirische Studie…
#6 - Dann sollte man aber auch Vollkostenrechnungen, inklusive…
Beispiel: Im Tenure-Track-Programm finanziert der Bund zwar die Tenure-Track-Professur, Mehrkosten (Ausstattung, Personal, Steigerung in der Besoldung) die über der Pauschalen liegen allerdings nicht. Schon gar nicht hat der Bund einen Anteil am Aufwuchs an dauerhaften Professuren. Bei der Rechnung wäre man bei Lichte betrachtet noch nicht einmal bei einem 50:50 Schlüssel. Der Anteil des Bundes für die paar Jahre W 1 / W 2 ist bedeutend geringer. Danach ist das Geld bei ihm wieder frei für andere Projekte. Trotzdem wird ...
#7 - @ IchBinTinaAber Sie wissen schon, dass Berlin pro Schüler…
Aber Sie wissen schon, dass Berlin pro Schüler mehr Geld ausgibt als alle anderen Bundesländer und dass die Berliner Universitäten auch nicht gerade darben müssen? Schauen Sie mal, wie exzellent die sind und welche hochfliegenden Pläne die haben.
Einheitliche Lebensverhältnisse kann man nicht einfach so für Geld kaufen. Außerdem: Wie sind Leuchtturmschulen und Exzellenzuniversitäten damit vereinbar?
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