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Öffnet das Kooperationsverbot!

Tiefe Bildungskrise trifft auf hohle Lippenbekenntnisse. Wo ist die von der Ampel versprochene neue Kultur der Bildungszusammenarbeit? Dabei wäre es so einfach – und das Gelegenheitsfenster ist jetzt. Ein Gastbeitrag von Margit Stumpp.

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Artikelbild: Öffnet das Kooperationsverbot!

Bild: RGMontgomery / Pixabay.

WIEDER EIN BILDUNGSBERICHT , wieder die lange und allseits bekannten Ergebnisse. Die Bildungskrise greift weiter um sich. Und wieder die erwartbaren Reaktionen: Besorgnis, Betroffenheit, Lippenbekenntnisse. Die Analysen sind zutreffend, aber sie werden – wieder – folgenlos bleiben. Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem. Das ist der eigentliche Skandal.

Seit Jahr und Tag zeigen sämtliche Statistiken, dass das deutsche Bildungssystem unterfinanziert ist. Seit dem Dresdner Bildungsgipfel 2008 existiert das Ziel , die gesamtstaatlichen Aufwendungen für Bildung und Forschung von damals 8,6 Prozent der Wirtschaftsleistung auf zehn Prozent zu erhöhen. Passiert ist seitdem, abgesehen von den Panikreaktionen in der Pandemiephase, nichts! Statt sieben Prozent für die schulische Bildung dümpeln die Investitionen nach wie vor unter dem Schnitt der OECD-Staaten von rund fünf Prozent.

Von den Absichtserklärungen im Koalitionsvertrag der Ampel , es werde eine engere Kooperation zwischen Bund, Ländern und Kommunen angestrebt und man wolle eine neue Kultur der Bildungszusammenarbeit begründen, ist bis dato nichts zu sehen. Von einer Erhöhung ...

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Kommentare

#1 -

D. Lange | Do., 01.08.2024 - 21:41
Das ist lustig: Frau Stumpp ist dafür, dass sich keine Ebene aus der Verantwortung stiehlt, aber will selbst dafür sorgen, dass eben solches passiert. Wenn nämlich der Bund dauerhaft die Bildungsinfrastruktur finanziert, nicht nur die digitale übrigens, dann haben sich genau die Ebenen "aus der Verantwortung" gestohlen, die dafür zuständig wären: Länder und Gemeinden.



In der Schweiz funktioniert Bildungsföderalismus noch, und zwar genau deshalb, weil jede Ebene, jeder Verantwortliche seine Verantwortung wahrnimmt (und, nebenbei, dafür auch selbst Steuereinnahmen erhebt). Den Föderalismus abzuschaffen, ist ein billiger Ausweg, der das Kind mit dem Bade ausschüttet.

#2 -

Lilly Berlin | Fr., 02.08.2024 - 11:43
Nein, das ist nicht lustig. Im Rentnerstaat Deutschland lassen sich mit Schulthemen keine Wahlen gewinnen. Zur Verbesserung der Situation braucht es auch keine Nebelkerzen zum Thema Föderalismus und Kooperation. Letzten Endes sind es die Lehrerinnen und Lehrer, die den Bildungserfolg bestimmen oder verhindern, egal in welchem System. Werden die Ressourcen anderweitig verplempert (bürokratischer Wasserkopf, iPads, Religionsunterricht usw.) und wird zugelassen, das fähige Leute im System vor all der Borniertheit kapitulieren, landet man da, wo wir jetzt sind. Da hilft dann auch kein Geld von Bund mehr.

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