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Bologna: Was für manche ironiefähig ist, bleibt für andere bierernst

Nächste Woche diskutieren sie in Hannover mal wieder über die Studienreform. "Humboldt ade – Bologna, oh je?" , so haben die Initiatoren von "Lehre n " ihre Tagung im Schloss Herrenhausen überschrieben. "Lehren" nennt sich selbst "das Bündnis für Hochschullehre", unter den fünf Trägern sind Stifterverband und Volkswagen-Stiftung. Als sie sich den Titel für ihre Konferenz ausdachten, hätten sie noch gedacht, das sei nicht mehr als eine ironische Reminiszenz an "einen sich verhakenden unproduktiven Diskurs, der insbesondere in den geisteswissenschaftlichen Fächern allzu oft geführt wurde", sagt Antje Mansbrügge von der Alfred-Töpfer-Stiftung, die Lehrenleitet. Eine Reminiszenz an etwas – zum Glück! – Vergangenes, auf den die Initiatoren noch ein letztes Mal hatten anspielen wollen, um dann, wie Mansbrügge sagt, "gleich auszurufen: "Lehre gestalten!"



Doch dann kam der neue Streit um die Bologna-Reform dazwischen, über den ich am vergangenen Donnerstag auch in der ZEIT (leider noch nicht online) berichtet habe, und plötzlich klingt der Titel der Konferenz fast ungewollt politisch. Mansbrügge sagt: "Was für manche ironiefähig ist, bleibt für andere offenbar bierernst."



Der Stunk hatte sich seit einigen Monaten angekündigt, doch richtig aufgeschreckt hat er die Hochschulszene erst, nachdem die Amtschefs der ...

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