Aus drei (vier) mach eins: Berliner Universitäten wollen gemeinsamen Exzellenz-Antrag stellen
In der Tendenz erwartbar, in der Dimension dann aber doch überraschend: Alle staatlichen Berliner Universitäten wollen in einem gemeinsamen Verbund ins erneute Rennen um die Exzellenzkrone gehen. Die Präsidenten der Humboldt-Universität, der Freien Universität und der Technische Universität sowie der Vorstandsvorsitzende der Charité Universitätsmedizin hätten sich darauf verständigt, "grundsätzlich eine gemeinsame Antragsinitiative im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder zu verfolgen", teilte HU-Präsidentin Sabine Kunst am Dienstagnachmittag mit. Im öffentlichen Teil einer Sitzung des Akademischen Senats verlas sie die gemeinsame Erklärung aller Uni-Chefs zu "Berlin's Universities Alliance". Ein offizielles Pressestatement gibt es dazu (Stand Mittwochfrüh) noch nicht, weil am Mittwoch zunächst die Präsidentenkollegen von Kunst auch die Gremien an ihren Hochschulen unterrichten müssen. Deren formale Zustimmung wird zum jetzigen Zeitpunkt nicht als erforderlich erachtet – wohl aber ihre informelle Unterstützung.
Gemeinsame Clusteranträge stellten die Berliner Unis schon in früheren Runden der Exzellenzinitiative. Dass jedoch die bisherigen Eliteuniversitäten HU und FU auf Solonummern verzichten, sich bei der neuen Förderlinie "Exzellenzuniversität" zusammentun und dazu auch noch die allein vermutlich chancenlose TU mit ins Boot holen, ist die größtmögliche Verbundlösung, die im Rahmen der bevorstehenden Neuausschreibung der "ExStra" denkbar war. ...
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