Ungewöhnliche Post aus Stuttgart
KMK-Präsidentin Eisenmann schreibt an Bundesbildungsministerin Wanka und fordert eine klare Ansage zur Zukunft des Digitalpakts.


Susanne Eisenmann (links), Johanna Wanka. Foto-Credits: siehe unten
DER BRIEF BEGINNT ausgesprochen freundlich. Sie wolle der "lieben Frau Prof. Wanka" ganz persönlich danken "für die guten, konstruktiven und erfolgreichen Arbeiten an den Eckpunkten des Digitalpaktes Schule", schreibt Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann der Bundesbildungsministerin. Dann jedoch wird die diesjährige Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) drängender im Ton. Sie bitte um einen Hinweis, wann genau Wanka die Anfang Juni ausgefallene gemeinsame Verabschiedung nachzuholen gedenke. Solange die ausstehe, sehe sie "für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Häuser keine Grundlage für in die Tiefe gehende Erörterungen".
Vor zwei Wochen hatte bereits Hamburgs Schulsenator Ties Rabe in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (leider nicht online) Wanka vorgeworfen, sie zeige keinerlei Bemühungen, den versäumten Termin nachzuholen. "Wir sagen hier sehr klar, dass Frau Wanka ihr Wort nicht hält und das Geld nicht hat und dass der Digitalpakt womöglich platzt", gab der SPD-Politiker zu Protokoll.
Dass jetzt sogar eine CDU-Kultusministerin bei einer CDU-Bundesministerin per offiziellem Schreiben um Auskunft nachsucht, hat Seltenheitswert und belegt, wie verstopft die informellen Kommunikationskanäle zwischen KMK und Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mittlerweile ...
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