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Wie eine Qualitätsstrategie Hochschullehre aussehen könnte

Das Konzept der SPD für die Verstetigung des Hochschulpakts trägt sehr wohl und würde die Hochschulen motivieren, die Studienbedingungen attraktiver zu gestalten. Ein Gastbeitrag von Eva Quante-Brandt.

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Artikelbild: Wie eine Qualitätsstrategie Hochschullehre aussehen könnte
Eva Quante-Brandt. Foto: Foto-AG Melle

IN SEINEM BLOGEINTRAG vom 17. Juli hat sich Jan Martin Wiarda mit dem Entwurf für einen „Zukunftsvertrag für Wissenschaft und Forschung“, den ich gemeinsam mit anderen SPD-WissenschaftspolitikerInnen im Februar 2017 vorgelegt hatte, kritisch auseinandergesetzt. Seine Kritik, die „Qualitätsstrategie Hochschullehre“ aus dem „Zukunftsvertrag“ hebe zu sehr auf die Quantitäten ab, teile ich ausdrücklich nicht. Mit der Verankerung des Grundprinzips „Geld folgt Studierenden“ soll im Gegenteil ja in erster Linie ein Anreiz für die Hochschulen entstehen, ihre Studienangebote attraktiv zu gestalten, um mehr Studierende zu gewinnen und sich neue Zielgruppen von Studierenden zu erschließen. Das ist ein qualitativer, kein quantitativer Ansatz. Und ob die reale, zukünftige Nachfrage nach Studienplätzen sich nun eher gemäß der (veralteten) KMK- oder der jüngsten Bertelsmann-Prognosen entwickeln wird – wer weiß das schon? Ich halte es da mit Mark Twain: „Prediction is very difficult, especially about the future.”

Fest steht: Die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger in Deutschland ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Gründe für diese uneingeschränkt ...

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Kommentare

#1 -

Bleistifterin | Mi., 19.07.2017 - 02:00
Und wieder geht es um Geld, Studienplätze, Kapazitäten... und nichts zur Lehrqualität.

In einer analogen Diskussion über die Lehrqualität an Schulen wurde zumindest AUCH über die Ausbildung der Lehrenden gesprochen - ein Punkt, der an den Hochschulen einfach ignoriert wird. Dabei halten alle an dem Mythos fest, die LehrBERECHTIGUNG sage etwas über die LehrBEFÄHIGUNG aus.

Vielmehr ist es doch so, dass die nachgewiesene Fähigkeit zur Forschung nichts über Didaktik, Aufbau von Prüfungen, nachprüfbare Bewerungskriterien oder Umgang mit zunehmend heterogenen Lerngruppen sagt. Schon Aufbereitung und sinnvolle Gliederung des Stoffs überfordert viele Lehrende. Kein Wunder, werden sie doch mit diesen Aufgaben weitestgehend ...

#2 -

Klaus Diepold | Mi., 19.07.2017 - 12:26
Was hier mit dem Anspruch die Qualität zu adressieren dargestellt wird ist am Ende des Tages doch ein primär quantitativer Ansatz. Dabei wird die Entscheidung der Studierenden und der Studieninteressierten für Studienfächer und Studienorte als Indikator für die Lehrqualität herangezogen. Die mögliche Rückkopplung der studentischen Entscheidung auf die Lehrqualität kann ich nicht zwingend sehen. Vielleicht sollte man dazu untersuchen nach welchen Kriterien junge Menschen ihre Studienentscheidungen treffen. Solange hochqualitative Lehre weiterhin eine Privatangelegenheit von Überzeugungstätern bleibt und die Qualität der Lehre keinen signifikanten Einfluss auf die akademische Karrierechance hat bleiben Qualitätspakte weitgehend wirkungslos.

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